Kann meinen Hund nicht mehr streicheln – habt ihr einen Rat?

Rivai
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Hallo zusammen,

ich habe ein Problem und brauche mal eure Hilfe.

Ich habe einen 1,5 Jahre alten Schäferhund. Er ist eigentlich extrem gut erzogen, hört aufs Wort, macht fast nie Blödsinn und ist total sozial mit Menschen. Aber es gibt einen kleinen Haken: Seit drei Tagen lässt er mich nicht mehr an sich ran zum Streicheln.

Ich bin hier der Boss und das weiß er auch. Beim Gehorsam gibt es null Probleme, und wenn er mal Mist baut und ich ihn „bestrafe“, akzeptiert er das ohne zu murren. Ich habe ihn noch nie geschlagen, nicht mal einen Klaps auf den Hintern gegeben – er hat also definitiv keine Angst vor mir. Wir rangeln sogar oft im Spiel, er knabbert dann an einer speziellen Jacke, ich schubse ihn, er jagt mich und umgekehrt... Aber sobald ich das Wort „Kuscheln“ sage und ihn streicheln will, geht gar nichts mehr, er zeigt mir sogar die Zähne. Das ist vor einem Monat schon mal passiert, da hielt es fünf Tage an und dann war plötzlich wieder alles okay. Aber ich checke dieses Verhalten einfach nicht. Ich lasse ihn auch in Ruhe, wenn er frisst oder schläft. Bei anderen Leuten, egal ob Fremde, Familie oder Freunde, ist das völlig anders. Die können ihn ohne Probleme streicheln, er ist dann total verschmust und sanft – selbst wenn die das Wort „Kuscheln“ sagen, gibt es keine Probleme. Könnt ihr mir da bitte weiterhelfen?

Danke!

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40 Antworten
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    Puh! Wenigstens darf man einen Mann ohne Erlaubnis streicheln. 🤣

     

    Aber mal im Ernst, Malinois, es wäre echt interessant zu wissen, wie du in solchen Momenten reagierst. Du sagst zwar, dass dein Hund knurrt, aber was genau machst du dann? Das ist total wichtig, um dir Tipps zu geben, die Hand und Fuß haben und um zu versuchen, die Situation zu verbessern.

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    Docline
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    Lass die Leute ihn nicht einfach streicheln, ohne dass der Hund quasi dazu einlädt, sonst wird er durch die aufdringlichen Bewegungen mancher Menschen immer mehr gestresst.

    Lerne (nett, aber bestimmt) NEIN zu sagen.

    Nein, man fasst keine fremden Tiere, Kinder oder Frauen an, ohne vorher Kontakt aufgenommen und eine ausdrückliche Erlaubnis bekommen zu haben.

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    Kikaah
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    „Dabei nehme ich ihn doch überallhin mit: Urlaub, Flohmarkt, Jahrmarkt ...“

    Vielleicht ist genau das das Problem. Wenn du zu viel des Guten getan hast und/oder er nicht richtig auf die Sozialisierung vorbereitet war, hat das vielleicht genau das Gegenteil von dem bewirkt, was du eigentlich wolltest.

    Dein Hund braucht einfach Abstand zu Fremden. Sorg dafür, dass er diesen Freiraum bekommt, damit er merkt, dass die Leute ihn eigentlich ignorieren und er sich nicht bedroht fühlen muss. Mit der Zeit wird er dann sicher von ganz alleine auf andere zugehen.

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    M
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    Hallo

    Ich würde gerne wissen, ob sich dein Hund mittlerweile streicheln lässt?

    Ich habe einen einjährigen Malinois, der Streicheleinheiten ablehnt (außer bei mir).

    Er ist sehr gehorsam und mir gegenüber total anhänglich.

    Aber es ist unmöglich, ihn bei jemand anderem zu lassen. Er weicht aus oder knurrt sogar, wenn man ihn anspricht und die Hand nach ihm ausstreckt.

    Mir wird oft gesagt „schlechte Sozialisierung“, dabei nehme ich ihn überallhin mit: in den Urlaub, auf den Flohmarkt, auf die Kirmes.

    Danke fürs Lesen 😉

    Agathe

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    Flip-Cockwood
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    Lol flip, ich diskutiere gerne mit dir. Man kann ja unterschiedlicher Meinung sein, aber ohne dass wir uns gegenseitig verurteilen, das ist doch besser 👍: "Du bist total fixiert auf das Macht- und Kräfteverhältnis und ziehst automatisch Schlüsse." Na ja, eben nicht, es ist genau das Gegenteil. Warum geht man eigentlich von dem Grundsatz aus, dass man unbedingt Grenzen aufzeigen muss? Hunde neigen dazu, Konflikte so gut wie möglich zu vermeiden (außer vielleicht Malinois, die darauf gezüchtet wurden, proaktiv zu sein). Wenn Vertrauen zwischen Mensch und Hund herrscht, gibt es keinen Grund, Grenzen aufzuzeigen.

    Ich kann dich beruhigen, von meiner Seite aus ist das absolut kein Urteil. Ich hab schon kapiert, dass wir unterschiedliche Ansätze haben, und das ist für mich auch völlig okay. Ich wollte damit nur sagen, dass du das Kräfteverhältnis immer als etwas "Schlechtes" darstellst, während die Dinge für mich oft weder schwarz noch weiß sind, sondern eher grau.

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    Leeleebijou
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    Hallo Sam,

    was heißt hier eigentlich „das ist nicht gut für den Hund“? Jeder führt doch die Beziehung zu seinen Hunden so, wie er das möchte.

    Meine Hunde haben auch ihre Grenzen und ich musste ihnen das gar nicht erst groß beibringen. Ich glaube, die beobachten ihre Umgebung einfach und passen sich viel schneller an als wir Menschen.

    Man muss da aber echt unterscheiden: Das Knabbern zum Beispiel ist ein ganz natürliches Verhalten, das von alleine wieder aufhört, wenn es nicht (bewusst oder unbewusst) bestärkt wird. Und das mit der Leine: Ein Hund zieht ja immer aus einem Grund – wegen eines Geruchs, aus Angst oder vor Aufregung ... wenn man dann mal kurz innehält und sich fragt: „Was ist los? Hast du vor dem Ding da Angst? Magst du diesen Ort nicht? Willst du hier unbedingt schnüffeln? Musst du dich gerade mal auspowern?“ Und wenn man ihm dann die passende Antwort gibt, hat der Hund auch gar keinen Grund mehr zu ziehen.

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    Darf ich mal kurz eine Frage stellen? Wenn es gar keine Grenzen gibt, woher soll der Hund dann wissen, was er darf und was nicht? Also mal ganz konkret: Wenn ich ihn davon abhalte, irgendwas vom Boden zu fressen, ist das doch eine Grenze, oder? Ein Hund setzt anderen Hunden doch auch Grenzen, oder nicht? Ich muss ehrlich sagen, dass ich dieses Konzept von „keine Grenzen“ nicht so ganz verstehe. Sora hat ja auch Grenzen (nicht an Leuten hochspringen, nicht knabbern, sich nicht einfach am Tisch bedienen, nicht an der Leine ziehen ...). Das sind für mich alles so Benimmregeln – aber ist das dann etwa schlecht für den Hund? Ich bin gerade echt etwas verwirrt und will es einfach nur verstehen, weil ich mich jetzt frage, ob ich da was falsch gemacht habe.
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    Leeleebijou
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    Lol Flip, ich diskutiere echt gerne mit dir. Wir können ja unterschiedlicher Meinung sein, aber ohne dass wir uns gegenseitig verurteilen, das ist doch besser 👍: „Du bist total auf das Macht-/Kraftverhältnis fixiert und ziehst sofort automatische Schlüsse.“ Nee, genau das Gegenteil ist der Fall. Warum geht man eigentlich von der Annahme aus, dass man unbedingt Grenzen aufzeigen muss? Hunde neigen dazu, Konflikte so weit wie möglich zu vermeiden (außer vielleicht Malinois, die darauf gezüchtet wurden, proaktiv zu sein). Wenn das Vertrauen zwischen Mensch und Hund stimmt, gibt es keinen Grund, Grenzen aufzuzeigen.

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    Kainate
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    Diese Sache, dass man Knurren nicht maßregeln darf, weil der Hund sonst direkt eine Stufe weitergeht, ist meiner Meinung nach eher ein Mythos.

    Wenn du den Hund korrigierst, wenn er knurrt, hat er zwei Möglichkeiten: Er macht einen Rückzieher oder er setzt noch einen drauf.

    Wenn du ihm zeigst, dass du die nächste Stufe nicht zulässt (dafür musst du natürlich in der Lage sein, Angriffe vorauszusehen oder abzublocken), wird er sich logischerweise für eine friedlichere Kommunikation entscheiden (Beschwichtigungssignale, Ausweichen usw.). Je nach Charakter geht das mal schneller, mal langsamer. Wenn du ihm dann noch zeigst, dass seine Signale eher respektiert werden, wenn sie friedlich sind, wird er sich in Zukunft für diesen Weg entscheiden. So war jedenfalls meine Erfahrung mit meinen Hunden, als sie es sich als Welpen ein paar Mal erlaubt haben zu knurren. Danach ist das nie wieder vorgekommen, zumindest mir gegenüber nicht.

    Unter Artgenossen knurren sie dagegen immer noch ganz normal, und damit habe ich auch absolut kein Problem. Meiner Meinung nach muss der Mensch (zumindest das Herrchen und der Familien-/Freundeskreis) für den Hund von klein auf eine Art „Sonderstatus“ haben. Er muss verstehen, dass er sich gegenüber Menschen nicht so verhalten kann wie gegenüber anderen Hunden und dass Drohgesten da einfach nichts zu suchen haben.

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    Kainate
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    @Leelee

    "Wenn ich deiner Logik folge, Flip, würde das bedeuten, dass die Person in den Augen des Hundes schwach ist, wenn sie zurückweicht, weil der Hund knurrt? Müsste man in dem Fall also darauf bestehen und das Streicheln erzwingen?"

    Ich hätte in dieser Situation auch versucht, nicht zurückzuweichen. Ja, ich denke, wenn man das macht, zeigt man dem Hund seine Schwäche, und je nach Charakter kann dieses eine Ereignis wie ein Dammbruch wirken...

    Ich hätte das Streicheln aber auch nicht erzwungen, um nicht gebissen zu werden. Einfach Status quo eben. Ich hätte die Hand ein paar Sekunden in der Luft gelassen, bis der Hund sich entspannt, sie dann ohne Zögern näher gebracht, aber am Ende wahrscheinlich nur neben dem Hund abgelegt. Ich hätte versucht, meine Verunsicherung so gut wie möglich zu verbergen.

    Es geht nicht darum, das Streicheln im Alltag zu erzwingen. Wenn ein Hund sowas macht, stellt man natürlich erst mal die Beziehung zu ihm in Frage, versucht die Gründe zu verstehen und streichelt ihn nicht einfach ohne Nachdenken weiter.

    Aber in diesem einen Moment, wo er zum ersten Mal knurrt, muss man sofort reagieren und darf das nicht durchgehen lassen. Ein Hund, der sich das zum ersten Mal traut, testet seinen Besitzer meiner Meinung nach extrem aus.

    Ein Hund hat das Recht, nicht gestreichelt werden zu wollen. Und das kann er auch zeigen... durch Ausweichen. Wenn er mir das so signalisiert, respektiere ich das ohne Probleme. Aber ich würde ihn keine Sekunde lang glauben lassen, dass er das Recht hat, das durch Drohungen auszudrücken. Das öffnet Tür und Tor für alles Mögliche.

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