Hallo,
wie oben schon geschrieben, ist das Schwierigste, wenn du dir einen Welpen holst, dass du akzeptieren musst, dass er während deiner Abwesenheit sein Geschäft in der Wohnung machen wird – und du das dann wegputzen musst.
Ich habe das mit meinem ersten Hund vor langer Zeit selbst erlebt und es war ziemlich verunsichernd, genau wie Cindouy schon meinte. Man fragt sich irgendwann, ob das jetzt für immer so bleibt (nachts jaulen, in die Wohnung machen, Blödsinn anstellen) und man ist kurz vor der Panik. Aber keine Sorge, das gibt sich wieder.
Wir haben es damals so gemacht, dass er nur Zugang zur Küche und zum Flur hatte, wenn wir weg waren, weil dort Fliesen lagen. Das war viel einfacher sauber zu machen als Parkett. Ich kann dich beruhigen, die Küche war groß ;-) Später durfte er dann ins ganze Haus. Letztendlich war er ziemlich schnell stubenrein. Klar passiert ab und zu mal ein Malheur, aber das ist halb so wild. Wenn er Pipi gemacht hat, konnte er es halt einfach noch nicht halten.
Da du ja Tage hast, an denen du nicht arbeitest, und dazu noch diese große Zeitspanne nach 14 Uhr hast, ist das absolut machbar.
Was die Rasse angeht: Wenn du ihn gut auslastest und schöne Spaziergänge mit ihm machst, gibt es da keine Probleme. Mein zweiter Hund war ein Mix aus Holländischem Schäferhund und Beauceron. Wir haben in einer Wohnung gelebt und gearbeitet... und es gab gar nichts zu beanstanden. Sie war brav, während wir bei der Arbeit waren, hat nichts kaputt gemacht und nicht gebellt. Das Einzige, was sie gemacht hat, war auf dem Sofa zu pennen (wahrscheinlich hat sie sogar geschnarcht). Sie durfte das eigentlich nicht, aber nun ja, egal.
Dafür gab es große Runden, wenn wir da waren, an verschiedenen Orten, um die Reize, Gerüche und so weiter zu variieren.
Meine aktuelle Hündin, ein Shar-Pei, kommt damit auch gut klar. Sie schläft, wenn wir nicht da sind, und wir gehen auch viel mit ihr raus, viermal am Tag.
Dann gibt es noch das Drumherum: Wir organisieren uns immer so, dass die Hündin uns begleitet, wenn wir ausgehen, egal ob ins Restaurant, in Cafés oder Bars... im Sommer ist das mit den Terrassen ja total easy.
Wir gehen nicht mehr so oft abends groß weg, meistens trifft man sich bei Freunden und die Hündin kommt mit.
Es ist ein ganzer Lebensstil. Ich sage ja nicht, dass man nicht mal einen Abend mit Freunden weggehen kann, das geht natürlich auch, solange es nicht jeden Abend ist :-) Erzieh ihn einfach gut, dann kann er dich fast überallhin begleiten, und das ist echt top :-)
Ich will hier auch gar keine Grundsatzdiskussion anfangen. Ich glaube, man kann einen Hund in einer Wohnung halten und trotzdem arbeiten gehen. Das ist nicht die Frage, sondern eher, was man dem Hund bieten kann.
Wenn er noch ein Welpe ist, räum alles gut weg, was er nicht zerstören soll, und lass ihm Spielzeug da. Da du ja bereits arbeitest, wird er schnell verstehen, dass du zwar weggehst, aber immer wiederkommst. Das ist für einen Hund vielleicht schwieriger, wenn der Besitzer erst nicht arbeitet und dann plötzlich einen Job anfängt.