Hallo,
da keine Flüssigkeit in der Neubildung gefunden wurde, kann man eine Zyste tatsächlich ausschließen.
Es bleibt also die Möglichkeit eines Tumors. Auch wenn das Wort erst mal erschreckend klingt, muss ein Tumor nicht automatisch lebensbedrohlich für dein Tier sein. Wenn es ein gutartiger Tumor ist, besteht für deine Hündin kurzfristig kein Risiko, aber man rät trotzdem dazu, den Knoten zu entfernen, bevor er zu groß wird.
Falls es ein bösartiger Tumor sein sollte, ist die Behandlung zwar komplexer, aber absolut nicht unmöglich. Zuerst muss der Primärtumor entfernt werden und dann muss man sicherstellen, dass es keine Metastasen gibt. Wenn doch, müsste man über eine Krebstherapie nachdenken. Auch hier gilt: Auch wenn das Wort Angst macht, darf man die Hoffnung nicht aufgeben. Manche Hunde sprechen super auf solche Behandlungen an. Es kommt ganz auf die Art des Tumors an, dein Tierarzt kann dich da sicher genauer beraten.
Es gibt ein paar Anzeichen, die auf etwas Bösartiges hindeuten könnten: schnelles Wachstum der Neubildung, Entzündungen, Geschwüre oder Nekrosen, wenn der Knoten nicht klar abgegrenzt ist, wenn es mehrere Knubbel sind oder je nachdem, welches Gewebe betroffen ist…
Aber wirklich sicher kann man sich nur durch eine histologische Untersuchung sein (da werden die Zellen unter dem Mikroskop angeschaut). Dafür müssen Zellen aus dem verdächtigen Knoten entnommen werden, was unter Vollnarkose passiert. Da die Stelle klein und gut erreichbar ist, will dein Tierarzt wahrscheinlich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und das Ding direkt komplett entfernen. So hat er genug Material für die Untersuchung und gleichzeitig ist – falls es bösartig ist – der erste Teil der Behandlung schon erledigt. Wenn er sich als gutartig herausstellt, ist die Therapie damit abgeschlossen.
Ich würde dir also raten, das Ganze so schnell wie möglich nochmal ausführlich mit deinem Tierarzt zu besprechen, damit er dir die Einzelheiten der OP genau erklären kann.
Schönen Tag noch!
Pierre