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Abe - loyaler Freund für Hundeerfahrene: Erwachsenes Männchen zur Adoption

Datum der Veröffentlichung : 27/01/2026
Die Geschichte von Abe und seiner Rückkehr zum Verein nach 6 Jahren in einer Familie ist eine Geschichte, die von den Herausforderungen der Kommunikation zwischen Mensch und Hund handelt, aber auch von Respekt und Einvernehmlichkeit. Wie wichtig volle Transparenz im Tierschutz ist, wird durch Fälle wie diesen deutlich demonstriert. Denn ohne die dazugehörigen Tatsachen und Fakten ist weder dem imposanten Rüden noch seinen zukünftigen Haltern geholfen. Daher werden wir keinen rosaroten Filter auf den Fall legen.

Wie kam es zu Abes Rücklauf?
Als Welpe wurde er an eine Familie vermittelt, wuchs hier auf und integrierte sich, entwickelte sich zu einem loyalen Freund der Familie, wenn auch mit starkem Jagdtrieb.
Nach Aussage der Halter wurden verschiedene Hundeschulen besucht, aber nicht für sonderlich gut befunden, da mit Strafen gearbeitet wurde. Mit einer Hundetrainerin wurden zuletzt diverse Themen noch angegangen, wie z.B. eine milde, jedoch vorhandene Tendenz zur Ressourcenverteidigung, bevor es dann zu einem Vorfall kam, der die Familie zur Abgabe bewegte.
Wir wollen es nicht schönreden: Abe hat zugebissen.
Die Umstände hierzu haben wir mit der Familie, der Trainerin und unter uns Tierschützern so gut es ging durchleuchtet und sind zu dem Schluss gekommen, dass Abe in einer für ihn (!) stressigen Situation vermutlich versucht hat, eine Grenze aufzuzeigen.
Wie jedes Individuum hat Abes Persönlichkeit viele Facetten und eine von ihnen ist das nachvollziehbare Bedürfnis darauf, selber zu bestimmen, wann wie viel gekuschelt wird, wieviel Nähe zwischen Mensch und Hund stattfindet. Wahrscheinlich hat der Rüde auch signalisiert, dass es ihm reicht, aber da Hunde sich nicht mit Sprache verständigen können, tun sie es mit der ihnen gegebenen Körpersprache.
Das Problem entsteht da, wo wir als Menschen die Signale nicht richtig deuten (können) und manchmal, ohne es zu bemerken, über die Grenzen der gegenseitigen Einvernehmlichkeit hinweg gehen. Wir neigen dazu zu denken, dass wir unseren Hund blind verstehen und es kann ein schmerzliches Erlebnis sein, sich einzugestehen, dass man ihn nicht richtig interpretiert hat, Zeichen falsch gedeutet, aneinander vorbei kommuniziert. Aber als Abes Geduldsfaden schließlich riss, hat er das getan, was Hunde tun, wenn sie eine deutliche Warnung aussprechen: Er hat zugeschnappt.
Glücklicherweise hielt sich das Ausmaß in Grenzen, jedoch ist Abe ein großer Hund und mit einem zweijährigen Kind im Haus kann man verstehen, dass Eltern den schweren Entschluss fassen, sich von dem Hund zu trennen.

Abes Bedürfnisse und ideales Zuhause:
Wir haben ihn erlebt und finden, dass Abe ein toller, loyaler Freund ist für hundeerfahrene Menschen, die seine Grenzen verstehen, respektieren und ihm zugestehen, dass auch er seine Distanz einfordern darf, wenn es ihm zu bunt wird. Abe ist kein Kuschel- und Bürohund und keiner, der überall dabei sein will, denn viele Menschen und Eindrücke stressen ihn. Tagelanger Besuch im Haus, Tohuwabohu, Kinder, der fühlbare Stress der Menschen um ihn herum - all das kann einen Hund mental in die Ecke drängen, auch wenn wir es so nicht interpretieren würden. Daher wird Abe nur in ein kinderfreies Zuhause vermittelt, zum Wohle aller.
Für ein glückliches Zusammenleben sucht Abe ein Leben mit routinierten Abläufen bei und mit seinen Bezugspersonen. Er ist lernwillig, geht mittlerweile recht gut an der Leine (es sei denn er sieht eine Katze!) und beherrscht die Grundkommandos.

Vermutlich hat er auch Herdenschutzhund-Blut in den Adern, was bedeutet, dass er das genetisch bedingte, felsenfeste Bedürfnis hat, zu bewachen. Dazu braucht es freien Zugang zu einem Garten oder Hof - aber auch zur Wohnung und Bezugspersonen! Auf dem Land mit wenig Lärm würde es ihm wohl am besten gehen, denn Abe ist kein Hund, den man in einer Stadtwohnung halten kann.
Wie jeder andere Hund auch benötigt Abe körperliche und geistige Auslastung. Seine Ressourcen-Themen müssen auch durch zukünftige Halter in Form von konsequentem Hundetraining aktiv bearbeitet werden. Abe ist ein schlauer Kerl, der mit dem richtigen Support eine gute Lernkurve hinlegen könnte.
Sollte es im Haushalt eine vorhandene Hündin geben, müsste getestet werden, ob die beiden harmonisieren, mit allen anderen Haustieren ist Abe nicht kompatibel.

Wenn Sie sich vorstellen können, dass Abe und Sie zusammenpassen, nehmen Sie gerne Kontakt mit der Ansprechpartnerin von Abe auf.

Wir suchen für diesen Hund eine Pflegestelle und würden uns über ein Angebot sehr freuen. Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.hundepfoten-in-not.de/vermittlung/pflegestelle-werden/

Impfungen: vollständig grundimmunisiert, gechipt, mit EU-Pass, Test auf Mittelmeerkrankheiten negativ

Schulterhöhe ca. 65 cm

Schutzgebühr 455,--

Organisation/Verein: Hundepfoten in Not e.V.
Kontaktperson: Frau Doris Ostlinning
Email: ostlinning@hundepfoten-in-not.de
Telefon: 0176-84541164
www.hundepfoten-in-not.de


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Hinweis: Die Informationen der zur Adoption freigegebenen Hunde werden von den Tierheimen und Tierschutzvereinen zur Verfügung gestellt, die sich um die jeweiligen Tiere kümmern. Wamiz überprüft die Genauigkeit der Angaben nicht. Alle Informationen müssen mit der betroffenen Stelle abgeklärt werden. Für den Gesundheitszustand und das Verhalten der zu vermittelnden Tiere sind ausschließlich die Tierheime und die Personen, die sie aufnehmen, verantwortlich. Der Nutzer befreit Wamiz von der Verantwortung für ein adoptiertes Tier, das auf der Webseite vorgestellt wird.