Rat gesucht: Nierensteine bei meiner Katze

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Hallo zusammen,

ich schreibe euch heute, weil ich völlig verzweifelt bin… Ich weine viel und muss ständig an die ganze Sache denken, es ist echt hart. Ich bräuchte euren Rat und vielleicht auch Erfahrungsberichte, falls jemand von euch schon mal etwas Ähnliches mit seiner Katze durchgemacht hat…

Mein Kater Boboune, etwa 6 Jahre alt, hat in den letzten Wochen angefangen, sich ziemlich häufig zu übergeben und weniger zu fressen. Mir war schon seit etwa einem Jahr aufgefallen, dass er phasenweise weniger fraß, aber das ging immer wieder vorbei und nachdem ich das Futter gewechselt hatte, schien es besser zu werden. Aber diesmal war es anders.

Eines Abends hat er sich extrem übergeben. In den folgenden Tagen war das Erbrechen zwar weniger, aber er hat immer weniger gefressen. Da ich ins Ausland verreisen musste, habe ich ihn bei meinen Eltern gelassen und dachte, ich bringe ihn nach meiner Rückkehr zum Tierarzt… aber es konnte dann doch nicht warten.

Schon am Tag nach meiner Abreise hat Boboune gar nichts mehr gefressen. Sogar Wasser hat er sofort wieder ausgebrochen. Ich habe meine Eltern gebeten, ihn sofort als Notfall zum Tierarzt zu bringen, und dort wurden extrem hohe Werte festgestellt:

  • Kreatinin: 13,37

  • Harnstoff: 248,65

Die Tierärztin entschied, ihn für 48 Stunden stationär an den Tropf zu hängen. Danach waren die Werte gesunken auf:

  • Kreatinin: 8,76

  • Harnstoff: 217

Das war zwar schon besser, aber immer noch total hoch… Meine Eltern haben ihn dann abgeholt, weil es auf einen Sonntag und einen anschließenden Feiertag fiel.

Als ich von meiner Reise zurückkam, war er sehr schlapp, aber er hat sich noch ein wenig bewegt. Er hat ein bisschen gefressen, nicht mehr gebrochen, aber extrem viel getrunken.

Die Tierärztin wollte dann einen Ultraschall machen. Am Dienstag zeigte der Ultraschall eine stark gestaute Niere und die andere Niere war auch unnormal groß, aber sie konnte keine Steine sehen. Ein neues Blutbild zeigte, dass die Werte wieder stiegen… Ich war am Boden zerstört.

Ich habe mich dann am Mittwoch dazu entschieden, ihn in eine 24-Stunden-Notfallklinik zu bringen, in der Hoffnung, dass eine intensive Infusionstherapie vielleicht doch noch hilft…

Der Tierarzt dort hat nochmal einen Ultraschall gemacht und schließlich mehrere Steine auf beiden Seiten gefunden. Er erklärte mir, dass einige nah an der Blase liegen, was eher ermutigend ist, aber andere liegen direkt an der Niere, was komplizierter ist.

Er hat mir geraten, ihn für mehrere Tage stationär zur Infusionstherapie dort zu lassen, um Komplikationen oder eine OP zu vermeiden. Morgen ist ein neues Blutbild geplant.

Heute sagte er mir, dass Boboune zwar etwas träge sei, aber er hätte sein Futter gierig verschlungen, würde Urin absetzen und klinisch ginge es ihm eigentlich ganz gut.

Ich habe solche Angst, ihn zu verlieren…

Hat das jemand von euch schon mal mit seiner Katze erlebt? Kann man bei so hohen Werten überhaupt noch hoffen?

Der Tierarzt spricht eventuell von Stents, einer OP wegen der Steine usw. Aber ich möchte keine unnötige Quälerei für ihn, besonders wenn die Erfolgsaussichten auf lange Sicht gering sind… mal ganz abgesehen von den enormen Kosten für die OP.

Danke im Voraus an alle, die sich die Zeit nehmen, mir zu antworten ❤️

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2 Antworten
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  • ProvetoJuniorConseil
    Provetojuniorconseil Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Verifizierter Experte
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    Hallo,

    nach dem, was du da beschreibst, handelt es sich ganz klar um eine schwere Niereninsuffizienz, wahrscheinlich obstruktiv oder durch Steine verkompliziert. Aber dass er uriniert, frisst und auf die Infusion anspricht, ist kurzfristig gesehen eher ein positives Zeichen. Die Werte sind zwar extrem hoch, aber in der Tiermedizin entscheidet man nicht nur rein nach den Zahlen: Die Entwicklung unter der Infusion, ob eine teilweise Blockade vorliegt und wie das klinische Befinden ist, sind entscheidend für die Prognose. Optionen wie ein Stent oder eine OP werden ja genau dann vorgeschlagen, wenn noch die Chance besteht, den Harnabfluss wiederherzustellen. Es ist eine ernste Situation, aber in diesem Stadium nicht unbedingt aussichtslos. Das Wichtigste ist, dass du mit der Klinik über die tatsächlichen Heilungschancen der Organfunktion und die zu erwartende Lebensqualität nach der Behandlung sprichst, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

    Liebe Grüße,

    Romane

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    Hallo,

    ich kann deine Angst so gut verstehen... beim Lesen deiner Nachricht bricht mir echt das Herz 💔

    Schon allein die Tatsache, dass Boboune wieder frisst, Pipi macht und noch aufmerksam ist, sind trotz allem ermutigende Zeichen. Bei so hohen Nierenwerten fangen sich manche Katzen leider gar nicht mehr, deshalb ist es wichtig, dass er auf die Infusion angesprochen hat.

    Steine können eine Blockade verursachen oder die Nieren stark schädigen, aber manchmal können ein längerer Klinikaufenthalt und Infusionen die Situation so weit stabilisieren, dass wieder eine ordentliche Lebensqualität möglich ist, besonders wenn manche Steine „leichter erreichbar“ sind.

    Du hast auch genau richtig reagiert, indem du dir eine Zweitmeinung in der Tierklinik geholt hast. In so komplexen Fällen kann das wirklich einen Unterschied machen.

    Ich weiß, man macht sich in solchen Momenten wahnsinnige Vorwürfe („ich hätte es früher sehen müssen“, „ich hätte schneller handeln sollen“...), aber ehrlich gesagt hast du gehandelt, sobald die Lage alarmierend wurde. Katzen verstecken ihre Symptome oft sehr lange.

    Versuch dich an den kleinen Fortschritten von Tag zu Tag festzuhalten: dass er frisst, nicht mehr bricht, Pipi macht, dass er wieder wacher ist... das sind Details, die bei einem akuten Nierenversagen enorm viel zählen.

    Ich bin in Gedanken ganz fest bei dir und deinem Boboune ❤️

    Chatzen 🐾

    Übersetzt Französisch
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