Der Schmerz über deinen Abschied

jmpupj16
Jmpupj16 Symbol, das die Flagge darstellt Spanisch
Melden

Hallo zusammen, vielleicht ist das ein Thema, das viele von uns lieber meiden, weil es uns an den Abschied von einem geliebten Wesen erinnert, das uns mal länger, mal kürzer im Leben begleitet hat. Es gibt so viele Geschichten über unsere „Fellkinder“, die nicht mehr da sind, und ich möchte euch heute meine erzählen – verbunden mit ein paar Tipps. Ich hatte eine adoptierte Mischlingshündin namens Venus. Sie wurde damals auf einer Müllkippe gefunden und war so abgemagert, dass sie vor lauter Schwäche kaum noch stehen konnte. Trotzdem haben wir sie sofort ins Herz geschlossen und uns um sie gekümmert wie um ein Baby. Dass die Nachbarin über uns gelacht hat, weil sie so dürr war, war uns völlig egal – für uns war sie das schönste Geschenk, das wir je bekommen haben. Die Zeit verging, wir sind viel gereist, hatten tolle Momente und manchmal auch ein bisschen Ärger, weil sie so ungehorsam war, aber sie war immer ein Teil der Familie und wurde schließlich zur bravsten Hündin, die man sich nur wünschen kann. Nach zwölf Jahren war sie ein richtig süßes, kleines Pummelchen geworden. Wir setzten sie auf Diät, aber ein paar Monate später verlor sie plötzlich massiv an Gewicht. Erst dachten wir, es läge an der Diät, bis sie wieder so aussah wie damals bei der Adoption: Man sah jeden Knochen, aber ihr Bauch war dick und geschwollen. Beim Tierarzt stellte man einen Knoten in ihrem Bauch fest. Wir hofften alle, es sei nur festsitzendes Futter oder irgendetwas Harmloses, aber nach mehreren Untersuchungen kam die Nachricht, die uns als Familie völlig den Boden unter den Füßen wegzog: Milzkrebs mit Metastasen in der Leber, den Nieren und wahrscheinlich auch in der Lunge. Wie konnte das in nur ein paar Monaten passieren? Von da an begann unsere Trauerarbeit. Sie hat sich nie beschwert, war immer aktiv und bettelte mit ihren großen, glänzenden Augen weiter am Tisch, wenn wir gegessen haben. Sie hat unsere Ausflüge genossen und sich glücklich auf der Wiese auf unserem Grundstück gewälzt. Wir haben nie kommen sehen, was uns unseren Schatz wegnehmen würde. Es war eine Woche voller Schmerz, weil wir das tragische Ende kannten. Entweder wir ließen sie so, bis ihr Körper zusammenbricht, oder wir schenkten ihr einen würdevollen Tod. Am Ende haben wir nicht egoistisch entschieden, sondern nur an Venus’ Wohl gedacht. Wir wollten nicht, dass sie weiter leidet, sondern dass sie ihren Frieden findet. Hier ein Rat von mir: Da sie uns nicht sagen können, was ihnen fehlt, ist es so wichtig, regelmäßige Check-ups beim Tierarzt zu machen, um Krankheiten auszuschließen. Hätten wir das getan, wäre sie heute vielleicht noch bei uns. Vielleicht auch nicht, das weiß man nie. Man sollte nicht bereuen, was man nicht getan hat, sondern daraus lernen, um es in Zukunft bei anderen Haustieren besser zu machen. Das ist der entscheidende Punkt. Als es Zeit war, Abschied zu nehmen, wollten wir das zu Hause machen, an ihrem vertrauten Platz. Wir haben sie alle voller Liebe umarmt, waren alle da, um ihr zum letzten Mal beizustehen und uns für alles zu bedanken. Zuerst wirkte sie verwirrt und ein bisschen verängstigt, weil so viele Leute um sie herum weinten, aber kurz darauf verstand sie, dass es ein Abschied war. Ich konnte es im Herzen spüren, als sie anfing, nacheinander zu jedem von uns zu gehen, um sich ein letztes Mal streicheln zu lassen. Der Schmerz war unbeschreiblich, es bricht einem das Herz, aber so muss es wohl sein – wenn man versucht, krampfhaft stark zu sein, macht es einen innerlich nur noch mehr kaputt. Wir haben sie alle zusammen im Arm gehalten, während sie die Narkose bekam. Das sollte ihr letztes Gefühl sein: ihre Familie zu spüren, die sie liebt, die Wärme unserer Umarmung und unsere Dankesworte, bis ihr kleines Herz aufhörte zu schlagen. Ich gebe zu, dass mir beim Schreiben gerade die Tränen kommen, aber es sind keine Tränen des Leids, sondern der Dankbarkeit und Freude. Dankbarkeit dafür, dass ich diese bedingungslose Liebe eines so wunderbaren Wesens erleben durfte. Tiere brauchen keine Worte, um uns zu zeigen, was sie fühlen. Selbst in ihrem Schmerz war sie bis zur letzten Sekunde die liebste Hündin der Welt. Mein letzter Rat an euch: Wenn ihr eure Fellnasen einschläfern lassen müsst, tut es bitte zu Hause. Bringt sie nicht an einen Ort, der ihnen nur noch mehr Stress, Angst und Unsicherheit bereitet. Bleibt in jedem Moment bei ihnen. Sie spüren euch, auch wenn sie schon schlafen. Lasst sie nicht allein, lasst sie nicht im Stich nach all der Liebe, die sie euch geschenkt haben. Vielleicht fühlt sich der Schmerz dann nicht nach Schuld oder Ohnmacht an, sondern besteht aus schönen Erinnerungen bis zur letzten Sekunde ihres Lebens... Vielen Dank an alle, die bis hierhin gelesen haben. Wo auch immer du jetzt bist, Venus, wir werden dich nie vergessen.

Juan Manuel Pérez

Medellín – Kolumbien

Übersetzt aus dem Spanischen
icon info

Die Inhalte des Forums werden teilweise aus anderen Sprachen übersetzt, und Beiträge können Länder mit unterschiedlichen Tierschutzgesetzen betreffen. Informieren Sie sich daher gründlich, bevor Sie Entscheidungen treffen.

Da das Forum automatisch von einer KI übersetzt wird, können die Übersetzungen Fehler enthalten.

Editor wird geladen

Schreibe deine Nachricht und lade anschließend, wenn du möchtest, ein Foto hoch. Wir bitten dich, im Austausch höflich zu bleiben.

Ihr Beitrag wird für alle Mitglieder des internationalen Wamiz-Forums sichtbar sein.

0 Antworten
Sortieren nach:
Du hast eine Frage oder möchtest etwas mitteilen? Los geht's!