Hallo, meine Boxer-Hündin (wird bald 11) hat am 1. April angefangen, Übelkeit zu haben und wollte nichts mehr fressen. Wenn wir ihr Futter angeboten haben, ist sie mit verzerrtem Gesicht weggegangen, als müsste sie sich gleich übergeben. Sie hat auch gezittert, war desorientiert, ist im Kreis gelaufen, hat schwer durch den Maul geatmet und wollte draußen auf dem Balkon in der Kälte bleiben – aber dann hat sie vor Kälte gezittert, also haben wir ihr eine Decke übergelegt. Sie hat sich im Bad isoliert, obwohl sie sonst nie dorthin geht, konnte sich kaum auf den Beinen halten und hatte Krämpfe.
Ich war beim Nottierarzt, die einen Ultraschall gemacht haben, der unauffällig war. Die Tierärztin meinte dann, es sei eine Gastritis und ich solle aufhören, ihr Menschenessen zu geben. Sie hat mir CERENIA und VETGASTRIL PLUS verschrieben. Nach der Behandlung waren die Symptome weg, kamen aber nach etwa anderthalb Wochen wieder, nachdem ich ihr ein Würstchen gegeben hatte. Danach war es wieder gut, aber dann ging es von vorne los, nachdem sie 3-4 kleine Stücke Hähnchenbrust vom Grill bekommen hat – sie bettelt halt immer und aus Gewohnheit haben wir ihr was gegeben. Die Symptome sind nach ein paar Tagen wieder ‘verschwunden’. Zwischendurch war ich in der Apotheke und die haben mir COCCULINE gegen die Übelkeit gegeben, weil ich das Medikament vom Tierarzt nicht mehr hatte. Ihr ging es etwas besser, aber nicht wie sonst. Bei unseren einstündigen Spaziergängen hat sie mir nach 30 Minuten klargemacht, dass sie umkehren will. Ich dachte, das liegt am Alter. Meine Maus wird am 22. Juli 11 Jahre alt. Am Montag, den 4. Mai, habe ich den Tierarzt angerufen, weil sie am Wochenende einen Rückfall hatte und seit Samstag nichts mehr gefressen oder getrunken hatte. Der Tierarzt, der sie von klein auf kennt, hat ein Blutbild gemacht – alles normal. Er sagte wieder, kein Menschenessen mehr, und gab ihr eine Spritze, die nach 2 Stunden helfen sollte. Am nächsten Morgen habe ich wieder angerufen, weil es nicht besser war. Er sagte, ich soll ihr sofort CERENIA geben (statt erst um 17 Uhr) und mich am nächsten Tag melden. Hab ich gemacht, weil sie immer noch nicht frisst oder trinkt, unter sich macht, unruhig ist, ihre Augen komische Sachen machen (wandern von rechts nach links), ihre rechte Vorderpfote verkrampft ist, sie torkelt, den Kopf schief hält und sich einmal übergeben hat. Er hat mir geraten, wieder in die Notaufnahme zu fahren, weil das definitiv nicht normal ist, keine Gastritis mehr und sie wohl was übersehen haben.
Wieder in der Notaufnahme wurde ein gründlicherer Ultraschall gemacht – alles okay, kein Tumor. Die Tierärztin (diesmal eine andere) sagte, es sei neurologisch, eine Art Schlaganfall. Sie hätte keine Schmerzen, man müsse sich nur Zeit für die Pflege nehmen. Sie hat mir wieder CERENIA + ONDANSETRON 8mg für 6 Tage gegeben. Sie meinte auch, die Symptome könnten wiederkommen oder ganz verschwinden, und man müsse es so lassen. Sie hätte solche Fälle schon gehabt. Tatsächlich kamen die Symptome 2 Tage nach Ende der Behandlung wieder. Ich habe sie angerufen, sie hat ein neues Rezept für eine Verlängerung ausgestellt und meinte, man könnte ein MRT oder CT machen, um einen Hirntumor auszuschließen. Finanziell kann ich mir ein MRT oder CT aber nicht leisten. Ich gebe ihr also wieder die Medikamente, aber bis heute geht es ihr nicht besser, obwohl die Behandlung noch läuft. Ich schlafe nachts nicht, weil sie manchmal hinfällt und unter sich macht. Ich muss 2 bis 3 Mal pro Nacht aufstehen, um zu putzen, und mache mir schreckliche Sorgen. Heute hat sie kaum gefressen, ich muss sie zwingen, aber selbst dann ist es nicht viel, und sie trinkt fast gar nichts – ich muss ihr Wasser mit der Pipette einflößen. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich habe solche Angst um sie und schlafe kaum noch. Ich brauche eure Meinung. Hat jemand schon mal sowas erlebt?