Hallo
Aus meiner Erfahrung mit kleineren Hunden, wie dem Cavalier King Charles: Ich habe zwei davon. Einer ist 5 Jahre alt und einer 2. Der Große hat dem Kleinen in Sachen Erziehung eigentlich alles gezeigt. Das hat mir sehr geholfen und mich echt überrascht. Ehrlich gesagt: TOP!
Zum Thema Treppen / Gassi gehen:
In den ersten 5 Monaten trage ich sie die Treppen hoch und runter.
Danach gehen wir es langsam an, mit Stufen, die nicht so hoch sind, und sie lernen erst mal, nur über einen Treppenabsatz zu gehen. Richtiges Treppensteigen kommt erst nach 18 Monaten. Gut, ein Golden Retriever ist natürlich ein anderes Kaliber. Von seiner Größe her sollten die Stufen eigentlich kein Problem sein. Aber solange er nicht ausgewachsen ist, lass ihn auf keinen Fall alleine laufen. Da musst du ihm helfen.
Ich kann dir bestätigen, dass das mit dem Rausgehen wie am Schnürchen läuft. Sobald der Hund getrunken hat, muss er ca. 2 Stunden später Pipi. Wenn ich einen Hund adoptiere, plane ich es so, dass ich den ersten Monat nonstop bei ihm bin. Ich nehme mir dafür Urlaub, um ihn richtig zu begleiten.
Wenn du nicht so viel Urlaub hast, versuch mittags heimzukommen, um dich um ihn zu kümmern. Ich habe meinen Hunden beigebracht, auch mal ohne mich klarzukommen. Das Leben bringt es eben mit sich, dass man mal weg muss. Das ist keine schlechte Übung, das kann man immer gebrauchen.
Was das Gassi gehen angeht: Ich denke, am Anfang sollte man eher kurze Runden drehen und immer die gleiche Strecke nehmen, bis der Hund sich dran gewöhnt hat. Zu viel Abwechslung bringt sie am Anfang eher durcheinander, finde ich.
Bei meiner Erziehungsmethode schreibe ich alles in ein Heft: Mahlzeiten (was genau), Gassi-Zeiten, kleine Unfälle, Aktivitäten usw. Das hilft mir, Probleme zu verstehen, wenn sie mal auftauchen (egal ob Gesundheit oder Verhalten...)
Ich will hier keine Belehrungen oder Vorschriften machen, sondern versuche nur, dir zu antworten. Am Ende macht es ja jeder so, wie er kann oder möchte. 😀
Ansonsten zu deinen Fragen:
=> Wie oben schon gesagt, man sollte das langsam steigern, je nach Hund. Wie bei einem Kind: Man bietet es ihm an und schaut, wie es läuft. Spaziergänge müssen meiner Meinung nach immer beaufsichtigt werden.
=> Wegen der Hüfte wäre es meiner Meinung nach eher umgekehrt... Aber der Tierarzt ist da der Profi, um solche Fragen zu beantworten.
=> Ja. Ich versteife mich nicht gerne auf feste Daten. Noch mal: Man passt sich dem Tier an, wenn es bereit ist. Mein zweiter Cavalier hatte zum Beispiel totale Angst, draußen sein Geschäft zu machen, weil ihn die Umgebung so gestresst hat...
(....) Einen Hund zu adoptieren bedeutet Opfer zu bringen = Ja. Und es braucht viel Zeit und Geduld. Denn du und ich sprechen kein "Hündisch" und der Hund versteht kein "Menschisch". Bis man sich versteht, dauert es eben.
(...) ihn ein paar Monate tragen müssen, auch wenn er schon 30 kg wiegt: Das hast du ja selbst schon gesagt. = Du wohnst im 4. Stock ohne Aufzug. Warum versteifst du dich auf einen Golden Retriever? Das ist schon ein großer Hund. Die Wahl der Rasse sollte sich danach richten, wie der Hund am besten in den Alltag passt (mit ins Hotel gehen, ins Restaurant, im Einkaufswagen mit ins Center, Verreisen, aufs Sofa kommen...). In meinem Fall habe ich all diese Faktoren passend zu meinen Bedürfnissen analysiert, um die richtige Rasse zu finden.
(....) Meine einzige Sorge ist eher die körperliche Kraft meiner Partnerin, das täglich über so einen langen Zeitraum zu schaffen... = Wie meinst du das genau?
Wenn du noch andere Fragen hast, versuche ich gerne, dir zu helfen.