Perinealhernie? Hat jemand Erfahrungen?

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Hallo zusammen!

 

Ich schreibe euch, weil ich auf der Suche nach Erfahrungsberichten von Leuten bin, deren Hund wegen einer Perinealhernie (Dammbruch) operiert werden musste.

 

Mein Schäferhund Juke ist 9 Jahre alt und seit einigen Monaten hat er Probleme beim Kotabsatz – er schreit dabei richtig vor Schmerzen. 
 

Beim ersten Mal hat die Tierärztin ihm Cortison verschrieben, was auch echt gut gewirkt hat. Aber sobald wir damit aufhören, geht das Ganze wieder von vorne los.

 

Diesen Dienstag war ich wieder beim Tierarzt, weil er so Schmerzen hatte und beim Geschäftmachen wieder geschrien hat. Die Ärztin meinte, wir sollten die OP unbedingt vermeiden, da sie nicht ohne ist. Als sie dann wieder von Cortison anfing, habe ich sie gefragt, ob das auf Dauer nicht schädlich sein kann. Daraufhin hat sie mir stattdessen ähnliche Medikamente mitgegeben.

 

Aber trotz allem fängt mein Schäferhund schon wieder an zu schreien, wenn er mal muss.

 

Zur Info: Er ist kastriert. 

Am Dienstag wurde auch ein Blutbild gemacht, um die Leberwerte und so weiter zu checken, und da ist alles top.

Ist die OP in seinem Alter sehr riskant? Was kann im schlimmsten Fall passieren? Ich habe oft gelesen, dass man bei einem Misserfolg noch einmal operieren muss.

 

Wenn ihr irgendwelche Erfahrungen für mich habt, wäre ich euch echt dankbar.

 

Danke schon mal im Voraus!

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14 Antworten
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    Hallo zusammen,


    Ich teile hier mal meine Erfahrung, falls es jemandem hilft, auch wenn der Thread schon etwas älter ist.

    Ich habe 2020 einen 12-jährigen Hund adoptiert, der 2016 wegen eines Perinealbruchs operiert worden war. Er wurde daraufhin kastriert und die OP hatte damals 650 € gekostet.

    In seinem Fall hat die OP leider nicht dauerhaft gehalten. Als ich ihn aufgenommen habe (nachdem sein Frauchen verstorben war), haben wir nach einer Woche bemerkt, dass er rechts neben dem After eine Beule hatte und nicht mehr von alleine Kot absetzen konnte.

    Der Tierarzt hat uns dann bestätigt, dass die OP nicht gehalten hat. Wegen seines Alters wurde uns aber davon abgeraten, ihn nochmal unters Messer zu legen. Die einzigen Lösungen waren, sein Futter selbst zuzubereiten, damit der Kot schön weich bleibt, und ihm beim „Geschäft“ zu helfen, da sich der Kot in einer kleinen Tasche rechts am After ansammelte. Wenn es dort dick und hart war, hieß das, dass er mal musste. Er ist dann in die Kack-Position gegangen und ich habe auf diese Beule gedrückt, um ihm beim Pressen und Entleeren zu helfen. Das war nicht gerade ideal, besonders weil er diese Prozedur nur bei mir zugelassen hat. Wir hatten aber auch zur Sicherheit immer ein Abführmittel da. 
     

    Das Ganze hat nur 30 Sekunden gedauert, so 2 bis 3 Mal am Tag, und es hat ihm geholfen. 

    Ich schreibe das alles in der Vergangenheitsform, weil mein kleiner Filou uns vor fast 3 Monaten im Alter von 17 Jahren verlassen hat, nach einem Schlaganfall und Nierenproblemen. Aber wie auch immer: Falls du in der gleichen Situation steckst – es ist zwar nicht das Schönste, seinem Hund jeden Tag am Hintern herumzufummeln, aber sie können damit sehr gut leben. Ich habe das 5 Jahre lang gemacht und er hat nie darunter gelitten oder sich beschwert. Es war eine reine Vertrauenssache und eine weitere OP war sowieso unmöglich. 

    Viel Kraft euch allen!

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    Vielen Dank für die ganzen Details.

    Der Tierarzt hat uns nicht wirklich viele Infos gegeben: nur, dass es eine Perinealhernie ist, die operiert werden muss, und den Preis. 

    Euch noch einen schönen Tag!

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    Jocelyne111

    In Belgien habe ich 1200 € bezahlt, plus 300 € für die Voruntersuchung. Man muss dazu sagen, dass er einen beidseitigen Dammbruch hatte und die Blase verrutscht war. 

    Er hatte drei verschiedene Eingriffe: Zuerst wurde ein Netz eingesetzt. Als zweites wurde der Dickdarm am Muskel fixiert (oder so was in der Art) und beim dritten Mal wurde der Darm gestrafft (die gleiche Story wie mit einer Socke, die runterrutscht und die du wieder die Wade hochziehst 😅 „Erklärung vom Chirurgen“). 

    Ich habe ihm Kortison gegeben, aber das Problem war schon zu heftig, also hat es außer Inkontinenz durch das Kortison nicht viel gebracht. 

    Und nach all dem kann mein großer Wuschel immer noch nicht entspannt sein Geschäft machen 🥺

     

    Viel Kraft für dich

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    Hallo

    Mein Swingy hatte eine Hernie und musste notoperiert werden. Er hat vor Schmerzen richtig geschrien, wenn er sein Geschäft machen musste, und der Tierarzt hatte Angst, dass es noch schlimmer wird

    Die OP war trotz seines Alters ein voller Erfolg: Es war lebensnotwendig für ihn, wir hatten keine andere Wahl

    Die OP ist jetzt schon 10 Jahre her und hat mich damals 600 € gekostet

    Viel Kraft für dich und deine Fellnase

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    J
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    Hallo

    Mein Hund hat eine Perinealhernie (einen Dammbruch).

    Der eine Tierarzt sagt, dass er schnell operiert werden muss.

    Ein anderer meint, dass die OP noch mehrere Monate warten kann und dass es reichen würde, das Ganze erst mal nur zu beobachten. Man müsste dann sehen, ob man am Ende überhaupt operieren muss.

    Habt ihr einen Rat für mich?

    Wie viel habt ihr für so eine OP bezahlt?

    Ich habe auch gelesen, dass Cortison helfen könnte, aber keiner der beiden Tierärzte hat das bisher erwähnt.

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    S
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    Hallo, 

    mein lieber großer Flauschpelz ist 9 Jahre alt und hat gerade seine dritte OP hinter sich – die letzte ist jetzt einen Monat her. 

    Ich bin mir aber echt nicht sicher, ob das Problem wirklich gelöst ist. Ich spüre wieder so einen großen, harten Knubbel an seinem Popo, genau wie vor der Operation!! Er hat zwar keine Schmerzen, aber das Kacken fällt ihm wieder total schwer 😔. Hab schon wieder einen Termin beim Tierarzt gemacht... mal wieder...

    Der Chirurg meinte, „weicher Kot“ ist die einzige richtige Lösung vor und nach der OP. Ich gebe ihm jetzt zu jeder Mahlzeit Lactulose. 

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

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    Segnorita88
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    Bei mir haben sie eigentlich nur die OP als Option gesehen, weil der Bruch am Ende durch den Damm durchgebrochen ist und die Blase schon rausdrückt..... Es ist viel gefährlicher, gar nichts zu machen, weil ja die ganzen Organe wie Blase, Darm, Prostata usw. irgendwann durch diese Lücke rutschen können..... Lebenslang Cortison ist bestimmt nicht so gesund für das Herz, oder? Oder für andere Organe? Aber ich bin leider kein Tierarzt, um dich da richtig zu beraten, und auch kein Chirurg. Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Glück für deine Fellnase. Ich fühle echt mit dir mit, was die Sorgen angeht, weil ich selbst gerade total viel durchmache.
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    Segnorita88
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    Leider raten sie mir jetzt zur OP, aber was ich nicht verstanden habe: Am Dienstag, als ich mit meinem Schäferhund bei der Tierärztin war, hat sie mir noch gesagt, dass es weniger riskant wäre, ihm lebenslang Cortison zu geben, als ihn in seinem Alter noch zu operieren.

    Und dann ändert sie ihre Meinung und verschreibt Sachen, die zwar ähnlich, aber bestimmt weniger wirksam sind als Dermipred (das echte Cortison).

    Am Donnerstagmorgen hat er dann aufgeschrien, als er versucht hat, im Haus sein Geschäft zu machen. Ich bin also wieder zur Praxis, hab aber nur die Helferin erwischt, die dann die Tierärztin angerufen hat, weil sie an dem Tag eigentlich frei hatte.

     

    Gleich danach sagt sie mir, ich soll mit dem weitermachen, was er da hat, aber ich hab sie gefragt, ob es nicht wirklich möglich ist, ihm das echte Cortison (Dermipred) zu geben, weil das früher schon mal gut geholfen hat. Sie meinte dann nur, das bringt nichts, weil das, was er jetzt nimmt, eh ähnlich ist.

     

    Ich weiß nicht, ob ihr diese Mittel kennt – Fungikonazol und Modulis? Die sagen mir, dass beides zusammen so ähnlich wie Dermipred wirkt.

    Zur Info: Am Dienstag meinte die Tierärztin, die Behandlung dauert 4 Monate. Aber was meint ihr, braucht das Zeit, bis man Effekte sieht, oder wirkt das eher schnell?

    Danke schon mal!

     

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    Segnorita88
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    Meine Juliette, eine 10-jährige Chihuahua-Hündin, wurde vor 4 Monaten wegen einer Perianalhernie operiert. Da das Beckenboden-Gewebe trotz der Rekonstruktion am Oberschenkel zu schwach war, gab es leider einen Rückfall – nach nur 4 Monaten ist die Blase wieder durchgetreten. Sie muss jetzt erneut unters Messer... dieses Mal werden sie aber die Blase und den Darm an der Bauchwand fixieren, damit beim Kotabsatz oder Pinkeln kein Druck mehr von den Organen auf die operierte Stelle ausgeübt wird. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass es diesmal klappt. Ich will sie nicht aufgeben, sie ist noch so voller Lebensfreude 😪

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    Hallo

    Mein Swingy (Lhasa Apso) hatte genau die gleiche Sache, als er 10 Jahre alt war. Mein Tierarzt hat mir nach der Untersuchung direkt zur OP geraten, weil das seiner Meinung nach die beste Lösung war. Er hat beim Geschäftmachen echt wie am Spieß geschrien, es war furchtbar, ihn so leiden zu sehen! Er war eigentlich nicht kastriert, aber der Tierarzt musste die Kastration dann während des Eingriffs mitmachen (den genauen Grund weiß ich gar nicht mehr).

    Die OP wurde gemacht und hat super funktioniert. Er hatte danach gar keine Probleme mehr und das große Problem war erledigt.

    Ich wünsche euch viel Kraft und vor allem Juke eine gute Besserung!

     

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