Die Welpen in den Transportboxen.

Immer mehr Welpen werden zu Opfern

© Tierheim Feucht / Facebook

Bayern: Obwohl Welpenhandel durch Polizeikontrolle auffliegt, gibt es eine Hiobsbotschaft

von Stefanie Gräf•

Die Nachricht des Tierheims Feucht macht einfach fassunglos. Dort waren die beiden beschlagnahmten Kangal-Welpen untergekommen. Und jetzt passiert sowas!

Der Fund, den das Hauptzollamt Nürnberg im November vor ein paar Jahren macht, zeigt eindrucksvoll die wirklich üblen Auswirkungen des grassierenden illegalen Welpenhandels. Die Beamten halten damals einen Kombi aus Bulgarien an; bei der Durchsuchung auf einem Rastplatz an der Autobahn A3 machen sie einen schockierenden Fund im Kofferraum.

In den beiden viel zu kleinen, vollkommen verdreckten Transportboxen stecken zwei Kangalwelpen! Es ist bitterkalt im Kofferraum, die Kleinen haben weder Futter noch Wasser. Sie müssen in ihren eigenen Exkrementen liegen. Ein Anblick, denn die Beamten sicherlich nicht vergessen werden.

Rassesteckbrief: Kangal

Die Ärzte kämpfen um Georgies Leben

Die beiden Welpen kommen im Tierheim Feucht unter, wo man sich aufopfernd um sie kümmert. Dem rund ein halbes Jahr alten Welpen, der auf den Namen „Aslan“ getauft wird, geht es von Tag zu Tag zum Glück besser. Er erholt sich inzwischen in der Quarantäne. Doch das Leben seines kleinen Gefährten, der nur etwa acht Wochen alte „Georgie“, steht auf der Kippe!

Er ist bereits vollkommen dehydriert und teilnahmslos, als die Beamten die Welpen entdecken. Obwohl die Tierschützer in Feucht alles tun, um ihn wieder auf die Beine zu bringen, frisst der Kleine kaum, leidet zudem unter Durchfall. Deshalb wird er schon bald stationär behandelt.

Nachdem die Tierärzte 14 Tage lang um Georgie gekämpft haben, muss das Tierheim nun ein todtrauriges Update bei Facebook posten: „Ruhe in Frieden, kleiner Georgie.“ Der junge Kangal hat es leider nicht geschafft und den Kampf verloren. 
 

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