Er hat es nur gut gemeint. Als dem jungen Mann aus Carlsruhe vor gut drei Jahren ein paar ausgesetzte Katzen zulaufen, will er sofort helfen und füttert die kleinen Samtpfoten.
Was lieb gemeint ist, endet jedoch in einer Katastrophe, denn der Mann macht sich keine Gedanken darüber, dass sich die Tiere auch vermehren. Und so leben auf seinem Hof mittlerweile 40 Katzen.
Er wird der Lage nicht mehr Herr
Es ist eine richtige Plage und obwohl er die Tiere weiter fleißig füttert, geht es vielen nicht gut. Sie haben Würmer, Katzenschnupfen oder verklebte Augen und vor allem die Kleinen sind extrem scheu.
Irgendwann informiert das Ordnungsamt von Stavenhagen den örtlichen Tierschutzverein. Die Vorsitzende, Kerstin Lenz, zeigt sich entsetzt angesichts des Aufgebots an Katzen:
Selbst für die Tierschützer zu viel
Auch wenn die Tierschützer und das Veterinäramt gemeinsam alles geben, sind auch sie mit der Situation überfordert. Denn das Katzenhaus in der Nähe ist bereits bis auf zwei Plätze restlos belegt.
Man versucht nun, Unterstützung von anderen Tierheimen zu bekommen. Außerdem wollen Tierschützer die ausgewachsenen Tiere einfangen und kastrieren lassen, damit sie sich nicht noch weitervermehren.
Der Vorfall zeige, so die Tierschützer, wie wichtig es ist, dass endlich eine einheitliche Kastrationspflicht eingeführt wird, um auch die Tiere vor solchem Leid zu bewahren.