Katze liegt auf der Straße
© @busstopcleo / Instagram

Katze liegt jeden Tag vor Bushaltestelle: Was ein Fremder für sie macht, ist einfach wunderschön!

von Stefanie Gräf•

Jahrelang taucht die Katze immer wieder an derselben Haltestelle auf. Dann entdeckt ihre Halterin dort etwas völlig Unerwartetes - und ist zutiefst gerührt.

Jeden Tag dasselbe ungewöhnliche Bild: Vor der Bushaltestelle „Obere Hofackerstrasse“ liegt eine getigerte Katze. Während andere hier auf den nächsten Bus warten, hat die Samtpfote diesen Ort offenbar zu ihrem ganz persönlichen Lieblingsplatz erklärt.

Tag für Tag wiederholt sich derselbe Ablauf. Katze „Cleo“ kommt an ihre Lieblingshaltestelle im schweizerischen Füllinsdorf im Kanton Basel-Landschaft, legt sich dort hin und bleibt. Oft vergehen Stunden. Bei Wind, bei herbstlicher Kälte, bei Regen.

Cleos Lieblingsort: die Bushaltestelle

Für die Fahrer der Autobus AG und die Anwohner des Ortes ist der Anblick der neunjährigen Katze längst nichts Ungewöhnliches mehr. Seit mittlerweile drei Jahren ist Cleo „Stammgast“ an der Haltestelle. 

Der zuckersüße Grund: Sie ist kein herrenloser Streuner, sondern begleitet morgens ihre Halterin zum Bus und wartet dort so lange, bis die schließlich wiederkommt.

Die Schweizerin Kleopatra K. hatte der Katze von klein auf beigebracht, ihr auf Schritt und Tritt zu folgen – selbst gemeinsame Ausflüge standen auf dem Tagesplan. Doch irgendwann entwickelte Cleo ein eigenes Ritual und achtet seither akribisch darauf, dass ihr Frauchen wohlbehalten zum Bus kommt und von dort auch wieder nach Hause zurück.

Ein Unbekannter hat eine wunderschöne Idee

Mitte Oktober 2026 gab es dann für alle, die regelmäßig an der Bushaltestelle vorbeikommen, eine riesengroße Überraschung! Etwas hat sich plötzlich an Cleos Lieblingsplatz verändert. 

Jetzt steht dort an der Bushaltestelle ein kleines, liebevoll ausgestattetes Holzhäuschen für die treue Katze. Es ist mit Stroh ausgelegt und soll Cleo vor Wind und Wetter schützen.

Offenbar hat jemand bemerkt, wie viel Zeit die Katze dort verbringt, und beschlossen, ihr den Aufenthalt angenehmer zu machen. Das Besondere daran: Niemand weiß, wer sich die Mühe gemacht hat, das Häuschen eigens für Cleo zu bauen.

Auch ihre Halterin Kleopatra ist überrascht und gerührt. „Ich würde mich gerne bei demjenigen bedanken, der das für Cleo gebaut hat“, sagt sie gegenüber dem Schweizer Nachrichtenportal „20 Minuten“.

Ein Dorf schaut hin statt weg

Cleo nahm den komfortablen neuen Unterschlupf übrigens sofort an. Statt auf dem harten Asphalt liegt sie nun geschützt auf dem bequemen Stroh, während die Busse an ihr vorbeifahren. 

In den sozialen Netzwerken sorgt die Geschichte mittlerweile für enorme Resonanz. Tausende Tierfreunde teilen das Schicksal der wartenden Samtpfote und hoffen gemeinsam mit der Gemeinde nur eines: dass dieses kleine Zeichen gelebter Mitmenschlichkeit noch lange unversehrt an der Haltestelle stehen bleibt.

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