Herbstlaub
© KI / ChatGPT (Symbolbild)

Achtung! Unterschätzte Gefahr im Herbstlaub - nur Minuten später beginnt der blanke Horror

von Stefanie Gräf•

Der Hund genießt die Spazierrunde und untersucht die heruntergefallenen Blätter. Aber dann erstarren die Halter vor Schreck, denn urplötzlich krampft er!

Dicht an dicht liegt das bunte Laub auf dem Waldboden, als der einjährige English Springer Spaniel neugierig seine Nase in die Blätter steckt. Für den jungen Hund ist es das pure Vergnügen, die frischen Herbst-Gerüche im österreichischen Burgenland zu erkunden. 

Seine Halter ahnen in diesem Moment nicht, dass er unter der bunten Decke auf eine unsichtbare Bedrohung gestoßen ist!

50 Meter weiter beginnt der Todeskampf!

Sie setzen ihren Weg fort, doch die trügerische Idylle währt nur wenige Augenblicke. Kaum 50 Meter weiter bricht das Chaos aus: Abrupt setzen heftige Krämpfe bei dem Spaniel ein. 

Der Körper des jungen Tieres aufbäumt sich, die Anfälle werden zusehends intensiver. Den Haltern bleibt nur die Rolle der hilflosen Zuseher. 

Eine Viertelstunde später verliert der Hund den qualvollen Kampf um sein Leben – jede Hilfe kommt für ihn zu spät...

Erschreckende Antwort unter dem Laub

Die Suche nach der Ursache führt direkt an den Ort zurück, an dem das Drama seinen Anfang nahm. Unter dem Laubhaufen entdeckt die Halterin einen toten Feuersalamander!

Die Vermutung, dass die Begegnung mit dem Tier das Unglück ausgelöst haben könnte, bestätigt sich später bei der Obduktion. Der junge Spaniel ist durch das giftige Sekret des Salamanders gestorben.

Feuersalamander besitzen Giftdrüsen an Kopf und Rücken. Fühlen sie sich bedroht, können sie ihr Sekret sogar bis zu einem Meter weit versprühen.

Die darin enthaltenen Steroid-Alkaloide greifen das zentrale Nervensystem an und können schwere Krämpfe auslösen.

Auch in deutschen Wäldern möglich!

Der Vorfall ist kein Einzelfall. Experten warnen, dass das Risiko durch die auffälligen Schwanzlurche massiv unterschätzt wird – allein in Österreich sterben jährlich bis zu 30 Hunde an dem Nervengift.

Da der Feuersalamander auch in deutschen Wäldern weit verbreitet ist, raten Tierärzte derzeit zu höchster Wachsamkeit: Beim Schnüffeln im feuchten Herbstlaub kann bereits ein kurzer Kontakt verhängnisvoll enden.

Kommt ein Hund mit einem Feuersalamander in Kontakt oder zeigt plötzlich Krämpfe, ist sofort tierärztliche Notfallhilfe erforderlich. Die Salamander selbst greifen Hunde nicht gezielt an. Ihr Gift dient ausschließlich der Verteidigung.

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