Sonntagmorgen, 25. Oktober 2026, exakt 8.39 Uhr. Bei der Feuerwehr Neudorf im österreichischen Burgenland geht ein Alarm ein. Was die Einsatzkräfte da noch nicht ahnen: Dieser Notfall entwickelt sich binnen kurzer Zeit zu einem beklemmenden Wettlauf gegen die Zeit.
Mit zwei Fahrzeugen machen sich die Feuerwehrleute auf den Weg zu der Tierrettung. Tief unter dem Erdboden sitzt eine Katze in einer tödlichen Falle fest – ohne die Chance, sich aus eigener Kraft aus der Dunkelheit zu befreien.
Unter der Erde: Katze in der Falle
Schnell wird deutlich, dass die Feuerwehrleute hier mit Geduld und Muskelkraft allein nicht weit kommen werden. Kater Toni steckt meterweit in einem engen Wasserabflussrohr fest.
Wie er dorthin gelangt ist, weiß niemand. Fest steht nur: Toni kann sich aus seiner misslichen Lage nicht selbst befreien.
Jeder Versuch, die Samtpfote von außen zu erreichen oder herauszulocken, scheitert. Die Retter müssen irgendwie an den Kater herankommen, ohne ihn dabei zusätzlich zu gefährden. Doch das Rohr befindet sich unter der Erde und ist nicht ohne Weiteres zugänglich...
Was nun folgt, beschreibt die Feuerwehr Neudorf später auf Facebook als einen „langen und äußerst kräftezehrenden Einsatz“.
Feuerwehr kommt nicht weiter
Denn Toni sitzt so ungünstig, dass zunächst ein Zugang zu dem unterirdischen Rohr geschaffen werden muss. Die Feuerwehrleute stehen damit vor einem ungewöhnlichen Problem: Wie befreit man einen Kater, an den man kaum herankommt?
Um die genaue Lage des Tunnelsystems zu bestimmen, müssen in aller Eile die Baupläne der Gemeinde herangezogen werden.
Ist der Bagger die Rettung?
Als klar wird, dass menschliche Hände hier nichts mehr ausrichten können, fällt schließlich eine radikale Entscheidung: Ein Bagger wird an die Einsatzstelle geordert.
Unter den Augen besorgter Anwohner gräbt sich die schwere Baumaschine durch das Erdreich, um das Abflussrohr Stück für Stück freizulegen und so den Kater aus seiner misslichen Lage zu befreien.
Dann dürfen alle aufatmen
Der enorme Aufwand und die stundenlange Nervenschlacht zahlen sich am Ende doch aus! Mit vereinten Kräften von Einsatzkräften, Nachbarn und dem Baggerfahrer gelingt es schließlich, Kater Toni erfolgreich aus dem unterirdischen Rohr zu befreien!
Auf Facebook bedankt sich die Feuerwehr Neudorf anschließend ausdrücklich bei allen, die bei der ungewöhnlichen Rettung mitgeholfen haben. Und natürlich wird auch Toni nicht vergessen, dem wünschen die Einsatzkräfte ausdrücklich "Alle Gute".