Es ist kurz nach 18 Uhr an der Straße „Am Hügel“ in Leuna. Während die Dämmerung hereinbricht und am nahegelegenen Wasser noch eine fast trügerische Stille herrscht, rollt ein älterer, weinroter Transporter langsam heran.
Was einige Jugendliche aus der Entfernung beobachten, wirkt zunächst merkwürdig – entpuppt sich jedoch rasch als ein Akt unfassbarer Gewissenlosigkeit!
Jugendliche beobachten gewissenlose Tat!
Aus dem Fahrzeug steigt ein Mann, geschätzt Mitte 40, in Begleitung einer Frau und eines etwa 12-jährigen Mädchens. Sie steuern die dortige Futterstelle der Ehrenamtlichen Tierhilfe Leuna an, füllen die Näpfe eilig auf und verschwinden wieder in der Dunkelheit.
Glücklicherweise werden die Jugendlichen misstrauisch und verständigen umgehend die örtliche Polizei.
Wenig später, gegen 18.10 Uhr, erreicht die Tierschützer ein Anruf des Ordnungsamtes. Die Ehrenamtlichen machen sich angesichts der beunruhigenden Nachrichten sofort auf den Weg.
Doch als sie an der Futterstelle eintreffen, sind die Personen mit dem Transporter längst verschwunden. Was sie stattdessen vorfinden, offenbart erst nach und nach das ganze Ausmaß einer erschütternden Aktion.
Erschütternder Fund an Futterstelle
Rund um die Futterstelle drängen sich verängstigte Katzen. Die Tiere kauern wegen des kalten Windes eng beieinander. Der Zustand der Tiere ist besorgniserregend, ihre Blicke sprechen von blanker Panik. Insgesamt 14 Stück wurden schutzlos sich selbst überlassen.
Und bei genauerem Hinsehen wird die Situation noch dramatischer! Denn unter den Katzen befinden sich zehn Babykatzen im Alter von gerade einmal drei bis vier Monaten. Außerdem sind mindestens zwei der ausgewachsenen Tiere hochträchtig...
Das macht die Aktion noch dreister
Besonders irritierend ist ein weiteres Detail, von dem die Tierschützer berichten. Die vorhandenen Futternäpfe an der Futterstelle sollen von den Unbekannten mit Hundetrockenfutter aufgefüllt worden sein...
Wer kennt den weinroten Transporter?
Die Ehrenamtliche Tierhilfe Leuna sucht nun dringend nach Hinweisen auf die verantwortlichen Personen.
Laut ihrem Facebook-Aufruf vom 23. Oktober soll ein etwa 40 bis 50 Jahre alter Mann bei dem roten Transporter gewesen sein. Außerdem werden eine Frau und ein ungefähr zwölfjähriges Mädchen erwähnt. Welche Rolle die einzelnen Personen bei dem Vorfall gespielt haben, ist bislang nicht geklärt.
Gleichzeitig suchen die Helfer dringend Unterstützung und geeignete Unterbringungsmöglichkeiten für die Katzen.
Denn während noch unklar ist, wer die Tiere zurückgelassen hat, steht eines bereits fest: Mindestens 14 Katzen brauchen jetzt dringend Menschen, die Verantwortung für sie übernehmen.