Rustikale Gaststube
© KI / ChatGPT (Symbolbild)

„Jetzt reicht's!“: Gastwirt zieht knallharte Konsequenzen – und das Netz dreht durch!

von Stefanie Gräf•

Ein Gastwirt in Baden-Württemberg zieht die Reißleine und spricht ein Verbot aus. Eigentlich geht es um eine alltägliche Sache, doch das triggert Tausende.

Bodenständige Küche und uriges Ambiente: Das ist es, was die Gäste in den historischen Gasthof Plettenberg im schwäbischen Schömberg zieht. Doch hinter den Kulissen brodelt es schon lange - und nun wurden vom Wirt knallharte Konsequenzen gezogen.

Das passt offenbar nicht jedem, denn binnen Stunden kommt es zu einem unfassbaren Shitstorm auf Facebook! Innerhalb kürzester Zeit sammeln sich unter dem Post über die Entscheidung des Gastwirts 1.600 Kommentare. Teilweise heftig unter der Gürtellinie. Grund genug für den Inhaber, die Reißleine zu ziehen.

Klares Verbot nach Ärger mit Gästen

Der Grund für die heftigen Reaktion: Im Gasthof gilt seit Neuestem ein Hundeverbot. Schuld daran seien die Herrchen und Frauchen selbst, denn die hätten sich immer wieder daneben benommen.

Da habe es beispielsweise Hundehalter gegeben, die ihre Vierbeiner auf dem Arm direkt an die Schüsseln des Salatbuffets trugen. Andere warfen Essensbrocken unter die Tische und ein Hund habe sogar mitten im Gastraum Pipi gemacht. Als ein dauerhaftes Bellen auf dem quietschenden Dielenboden zum offenen Streit zwischen zwei Gästen führte, zog Gastwirt Wolfgang R. die Reißleine.

Zumal der Hundehalter anschließend auch noch eine schlechte Google-Bewertung hinterlassen habe – obwohl ihm das Essen schmeckte, wie Wolfgang R. gegenüber schwaebische.de verriet.

Schild bringt das Fass zum Überlaufen

Seine unmissverständliche Ansage: Ab sofort müssen Hunde draußen bleiben! Was in Bäckereien, Metzgereien und Supermärkten eine Selbstverständlichkeit ist, soll nun auch in der traditionsreichen Gastwirtschaft gelten. 

Ein schlichtes Hinweisschild an der Eingangstür markierte das Ende der Toleranz. Doch als ein Foto dieses Schildes in den sozialen Medien auftaucht, entwickelt sich der Beschluss innerhalb weniger Stunden zu einem flächendeckenden Flächenbrand.

Explosion auf Facebook

Auf Facebook brachen alle Dämme. Menschen aus ganz Deutschland, Österreich und sogar Bosnien-Hercegowina forderten den Boykott des Lokals. 

Einige Nutzer wünschten dem Traditionsbetrieb öffentlich den Ruin und die Insolvenz, andere bezeichneten das Essen pauschal als „Fraß“ – obwohl der Großteil der Kritiker die Wirtschaft noch nie von innen gesehen hatte. 

Besonders hitzig wurde die Debatte, als Kommentatoren das Verhalten von Hunden mit dem von Kindern gleichsetzten.

Klartext gegen den digitalen Hass

Für Wolfgang R. und sein Team war die Grenze des Erträglichen damit erneut überschritten. Der Wirt konterte die Hasswelle mit einer deutlichen Klarstellung: Das Hundeverbot sei keineswegs aus Tierfeindlichkeit entstanden, sondern aus Schutz für Hygiene, Allergiker und den Anstand gegenüber allen Gästen. 

Übrigens: Während der Vorfall im Netz die Gemüter erhitzt, bleiben die Stammgäste vor Ort gelassen. Die Tische im Plettenberg sind nach wie vor bestens gefüllt.

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