Dienstagmittag im thüringischen Auleben: Eben herrscht auf dem Privatgrundstück einer dort lebenden Familie noch entspannte Ruhe. Alles scheint völlig normal, doch dann wird die Idylle jäh auf den Kopf gestellt!
Der Familienhund, ein Deutsch Kurzhaar, läuft über das gewohnte Terrain, als unter seinen Pfoten plötzlich der Untergrund nachgibt. Ein falscher Tritt, ein kurzer Schreckmoment – und das Tier verschwindet spurlos im Erdboden. Es stürzt rund 1,50 Meter tief in einen schmalen, dichten Sickerschacht ab und sitzt in der Falle!
Großaufgebot rückt am Mittag an
Das Tier steckt fest, gefangen in der Finsternis und Enge der Erde. Weil die Halter den Vierbeiner trotz aller Bemühungen nicht selbst befreien können, schrillt um 11:30 Uhr bei der Feuerwehr der Alarm.
Die dramatische Lage spricht sich rasch herum: Insgesamt 15 Helfer der Einheiten aus Hamma, Auleben und Heringen machen sich auf den Weg zur Einsatzstelle im Steinerstock. Vor Ort bestätigt sich das beklemmende Szenario.
Der Schacht ist tief, der Hund verängstigt. Sofort greifen die Einsatzkräfte zu Schaufeln, um das Erdreich um den oberen Teil des Schachtes mühsam von Hand freizulegen. Jeder Handgriff muss sitzen, um das verschüttete Tier nicht zusätzlich zu gefährden.
Hund in Sickerloch gefangen
Weil unklar ist, wie tief sich das Erdreich weiter verengen wird und ob der Schacht aufgebrochen werden muss, fordert die Einsatzleitung Verstärkung an. Der örtliche Bauhof rückt an: Ein Minibagger und ein schwerer Stemmhammer stehen an der Einsatzstelle bereit.
Das Szenario droht zu einer aufwendigen, baulichen Rettungsaktion zu werden. Die Uhr tickt, während das Tier unten in der Dunkelheit ausharrt.
Am Ende: Aufatmen!
Schließlich gelingt es den Helfern, den oberen Schachtbereich weit genug freizuschaufeln. Ein Retter wird mit Seilen gesichert und wagt den Weg hinab in die Finsternis des engen Schachts. Doch statt mit schwerem Gerät setzt der Helfer tief im Schacht auf ein bewährtes Mittel.
Mit mitgebrachtem Futter gelingt es ihm, das zitternde Tier zu beruhigen und Schritt für Schritt anzulocken. Er greift zu, sichert den Hund, und das Team zieht den Vierbeiner mit reiner Muskelkraft nach oben. Nach 75 kräftezehrenden Minuten ist das Drama glücklich beendet – der Hund ist gerettet.