Der 27. September 2026 beginnt als friedlicher Herbstsonntag im Kölner Waldstück Dünnwald. Buntes Laub bedeckt die Wege, Spaziergänger genießen die frische Luft – bis plötzlich ein verzweifeltes Bellen die Stille durchbricht. Der Laut kommt aus einem schwer zugänglichen Bereich abseits der Pfade.
Als Vorbeigehende dem Geräusch durch das dichte Unterholz folgen, bietet sich ihnen ein Bild des Jammers! Eine Hündin steht mitten im Gebüsch, hilflos an einen Baum gebunden. Doch das ist erst der Anfang...
Unheimliches Muster nur sechs Tage später!
Die Hündin ist extrem abgemagert, nur noch Haut und Knochen. Die Finder zögern nicht und bringen das geschwächte Wesen umgehend ins Tierheim Köln-Dellbrück, wo man ihm den Namen Hope gibt.
Während die Helfer im Tierheim versuchen, das schwer gezeichnete Leben von Hope zu retten, wiederholt sich das Drama im selben Waldstück am 3. Oktober auf erschreckende Weise. Wieder binden Unbekannte einen Hund mitten im Forst an einen Baum fest und überlassen ihn kühllos seinem Schicksal!
Dieses Mal trifft es den Rüden Maylo, der glücklicherweise ebenfalls rechtzeitig entdeckt und von Einsatzkräften in die Obhut der Tierschützer gebracht wird. Der zeitliche Abstand von nur wenigen Tagen lässt den düsteren Verdacht aufkommen, dass hier ein Nachahmer am Werk war oder exakt dasselbe Muster dahintersteckt.
Verwirrspiel um alte Registrierungen
Im Tierheim Köln-Dellbrück stehen die Helfer vor einem Rätsel. Zwar sind beide Tiere registriert und ihre Namen somit bekannt, doch die Spuren führen ins Leere: Die hinterlegten Daten verweisen auf Personen, bei denen sich Hope und Maylo schon seit langer Zeit nicht mehr befanden.
Warum man die Tiere auf so grausame Weise entsorgen wollte – wo eine Abgabe im Tierheim sogar kostenlos gewesen wäre –, lässt die Tierschützer fassungslos zurück. Den Hunden wurde mit ihrer grausamen Aussetzung tief im Wald jegliche Würde genommen.
Netzgemeinde kocht, doch Tierschützer bremsen
Die Vorfälle in Köln lösen in den sozialen Medien eine gewaltige Welle der Empörung und des Mitleids aus. Zahlreiche Menschen melden sich spontan und wollen den beiden geretteten Hunden sofort ein neues Zuhause bieten.
Doch die Sprecherin des Tierheims muss die Euphorie bremsen: Für eine Vermittlung ist es noch viel zu früh. Bevor für Hope und Maylo ein neues Kapitel beginnen kann, müssen erst die gesundheitlichen Schäden behandelt und die juristischen Nachforschungen zu den Verantwortlichen abgeschlossen werden.