Alle Hundefreunde wissen es: Der Chihuahua besitzt eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Trotz seines geringen Gewichts von nur zwei Kilo legt sich der mutige Vierbeiner mit deutlich größeren Artgenossen an. Diese unerschrockene Art erfreut viele Hundehalter. Gleichzeitig wirft sie in der Hundewelt seit langem Fragen auf.
Nun liefert die Wissenschaft eine faszinierende Antwort auf dieses selbstbewusste Verhalten. Der kleine Begleiter aus Mexiko verdankt seinen Mut keinem Zufall. Er trägt vielmehr ein jahrhundertealtes Erbe unbemerkt in sich.
Gemeinsame Gene mit einem wilden Jäger
Um dieses feurige Temperament zu ergründen, führten Forscher der Stanford-Universität in den USA eine große Studie durch. Sie untersuchten dabei die genetische Vielfalt unserer Haustiere. Mithilfe moderner Software rekonstruierten die Wissenschaftler die Entwicklungsgeschichte verschiedener Hunderassen. So wollten sie deren Verwandtschaftsverhältnisse bestimmen.
Bei diesen Analysen machte das Team eine völlig unerwartete Entdeckung. Wie das Magazin Geo.fr berichtet, fanden die Forscher übereinstimmende DNA-Abschnitte beim winzigen Chihuahua und dem Kojoten. Dieser Wildhund ist ein bekanntes Raubtier in Nordamerika. Zum ersten Mal weisen Fachleute eine direkte Verbindung zwischen der Miniaturrasse und dem wilden Tier nach.
Ein lebendiges Erbe aus der vorkolumbianischen Zeit
Laut den Experten gehen diese Kreuzungen auf die vorkolumbianische Zeit zurück. Das war lange vor der Ankunft der Europäer. Die Völker in Mesoamerika hielten damals bereits kleine Hunde. Manchmal kreuzten sie diese Tiere gezielt mit den Kojoten der Region.
Noch heute zeigt sich dieser wilde Vorfahre in einigen typischen Merkmalen des Chihuahuas. Seine großen, aufrechten Ohren und sein Heulen erinnern stark an den Kojoten. Auch seine ausgeprägte Unabhängigkeit passt zu dem Raubtier. Wenn sich dein kleiner Liebling das nächste Mal mutig aufbäumt, denke an den wilden Jäger in ihm.
Übersetzt von der Wamiz-Website FR künstliche Intelligenz