Diese Laute treffen den 62-Jährigen bis ins Mark! Als Christian P. seinen schneeweißen Kater Angel Anfang August 2026 auf seinem Grundstück in Bad Bevensen entdeckt, ist sofort klar: Etwas Schreckliches ist passiert.
Der etwa sieben Jahre alte Freigänger schreit laut, offensichtlich hat er große Schmerzen. Für den 62-jährigen Rentner beginnt an diesem Donnerstag ein echter Albtraum.
Beklemmender Befund in der Tierklinik
Ohne zu zögern eilt der Rentner mit Angel in die Tierklinik nach Lüneburg. Um die genaue Ursache der Verletzung festzustellen, fertigt das Ärzteteam umgehend eine Spezialaufnahme des Schädels an.
Erst beim Blick auf den Monitor enthüllt sich das grauenhafte Ausmaß: Ein massiver Armbrustpfeil hat sich mitten zwischen den Augen durch den Kopf und den Kiefer des Katers gebohrt...
Keine Rettung für den weißen Kater
Um dem siebenjährigen Tier weitere unerträgliche Qualen zu ersparen, bleibt schließlich nur noch die schwerste aller Entscheidungen: Angel muss eingeschläfert werden. „Ich wollte nicht, dass das Tier leidet“, sagt sein Halter.
Für Christian P. bricht eine Welt zusammen; die verstörenden Bilder lassen ihn seither nachts nicht mehr schlafen und zwangen ihn bereits in ärztliche Behandlung. „Sobald ich die Augen zumache, sehe ich das alles vor mir“, sagt er im Gespräch mit dem NDR.
Für ihn ist der Verlust kaum zu verkraften. Seit etwa zweieinhalb Jahren lebte Angel bei ihm. Der Kater sei „ein ganz liebes Tier“ gewesen und immer sofort gekommen, wenn sein Besitzer ihn gerufen habe.
Neben der tiefen Trauer wächst die greifbare Angst im eigenen Zuhause, denn auf dem Grundstück läuft auch sein kleiner Yorkshire Terrier herum. Lag der weiße Kater nur durch sein auffälliges Fell zufällig im Sichtfeld der leisen Waffe oder geriet er gezielt ins Visier eines eiskalten Schützen?
Einen Zusammenhang mit einem anderen Armbrust-Fall im Landkreis Lüneburg vor Kurzem schließt die Polizei bislang aus.
Die Jagd nach dem Schützen läuft
Da solche Fernwaffen in Deutschland grundsätzlich frei erwerbbar sind, sorgt der Vorfall für massive Unruhe in der gesamten Nachbarschaft. Der schockierte Halter gibt jedoch nicht auf: Er hat 1.000 Euro Belohnung aus eigener Tasche ausgelobt und Zettel verteilt, um den Verursacher zu finden.
Inzwischen hat sich bereits ein erster Zeuge gemeldet, dem es nach eigenen Angaben nicht um das Geld, sondern rein um die Gerechtigkeit gehe.
Die Polizei ermittelt wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Die große Frage bleibt: Wer hat Angel das angetan?