In Savigny-le-Temple (Frankreich) stören ungewöhnliche Geräusche und Gerüche regelmäßig die Ruhe der Nachbarschaft. Besorgt über die Situation verständigen die Anwohner schließlich die Behörden. An einem Freitagnachmittag führt die örtliche Polizei deshalb eine Routinekontrolle in der unauffälligen Wohnung durch.
Nach dem Öffnen der Tür trauen die Beamten laut der Zeitung Ouest-France ihren Augen nicht. In der Unterkunft wartet eine riesige Vierbeiner-Gruppe auf sie. Insgesamt leben dort 23 Chihuahuas und eine Katze. Einige der kleinen Hunde müssen in engen Käfigen ohne Wasser und Futter ausharren. Die Beamten erkennen sofort den Notfall und rufen die Tierrettung zur Hilfe.
Ein völlig überforderter Hundehalter
Bei dem Gespräch mit dem Bewohner versteht die Polizei schnell das Problem. Es liegt keine Absicht zur Tierquälerei vor. Vielmehr fehlt dem Hundehalter das Geld für die Kastration seiner Vierbeiner. Aus diesem Grund kommt es immer wieder zu neuem Nachwuchs. Während seiner Abwesenheit sperrt der Mann die Hunde ein, um weitere Geburten zu verhindern.
Seine Versuche, selbst ein neues Zuhause für die Welpen zu finden, scheitern jedoch. Die Situation entgleitet ihm komplett. Schließlich sieht der Hundehalter ein, dass er sich nicht angemessen um die Gruppe kümmern kann. Schweren Herzens willigt er ein, seine geliebten Tiere abzugeben. Um den Mann zu unterstützen, erhält er nun soziale und psychologische Hilfe.
Ein neues Leben für die geretteten Tiere
Dank des schnellen Eingreifens der Tierschutzstiftung Fondation 30 Millions d'Amis und eines örtlichen Vereins sind alle Vierbeiner in Sicherheit. Die Retter versorgen die Tiere bestens. Nach tierärztlichen Untersuchungen und viel Zuwendung erholt sich die kleine Gruppe langsam von den Strapazen.
Bei dem Einsatz sind nur vier Hunde und die Katze registriert. Dennoch erhalten nun alle Tiere eine liebevolle Pflege. Sie warten jetzt geduldig auf eine Vermittlung. Dort können sie bald das glückliche Leben beginnen, das sie so sehr verdienen.