Julie ist erst acht Monate alt. Sie bringt alle Eigenschaften mit, die sich Familien normalerweise von einem Vierbeiner wünschen. Die junge Hündin ist sehr anhänglich, verspielt und neugierig. Zudem genießt sie jede Sekunde mit Menschen.
Im Tierheim wiederholt sich jedoch täglich dieselbe traurige Szene. Viele Besucher bleiben vor ihrem Gehege stehen und lächeln der Hündin freundlich zu. Ihr rührender Blick zieht die Menschen sofort magisch an.
Ein trauriges Vorurteil bremst die Vermittlung
Sobald die Interessierten jedoch erfahren, dass Julie taub ist, wenden sie sich sofort ab. Sie versuchen gar nicht erst, das freundliche Tier näher kennenzulernen. Diese Reaktion bricht den Tierpflegern jedes Mal das Herz.
Die vorherigen Hundehalter gaben Julie ab, weil sie ein Kind erwarteten. Die arme Hündin verstand überhaupt nicht, warum sich ihr ganzes Leben plötzlich veränderte. Seit diesem Tag hofft sie auf Menschen, die nicht nur ihre Behinderung sehen.
Julie lernt schnell mit Gebärdensprache
Ihre Gehörlosigkeit schränkt die Lebensfreude der Hündin keineswegs ein. Julie beherrscht bereits viele Kommandos über Sichtzeichen wie „Sitz“, „Platz“ oder „Pfote geben“. Sie zeigt sich im Alltag äußerst intelligent und lernt sehr schnell neue Dinge.
Nun sucht die Fellnase eine liebevolle Familie, die sich nicht von dem Wort „taub“ auf ihrem Steckbrief abschrecken lässt. Hoffentlich entdeckt bald jemand diese wunderbare Begleiterin. Julie möchte einfach nur geliebt werden und ihr Herz verschenken.