An diesem Sonntagmorgen erwarten Brandon, ein Mitarbeiter der Naturschutzbehörde in Florida, und seine Partnerin Heather eine unerwartete Szene. Ein Nachbar ihrer Wohnung in Daytona Beach (USA) alarmiert sie. Er hat einen Hund am Boden des Müllcontainers im Gebäude entdeckt.
Die beiden Tierliebhaber eilen sofort zum Ort des Geschehens. Beim Hineinbeugen sehen sie sofort eine große schwarze Gestalt am Boden des Containers kauern. Es besteht kein Zweifel, dass der Hund nicht freiwillig dort ist.
Eine schockierende Rettung
Zuerst wollen sie an einen Unfall glauben. Doch bei der Untersuchung des Ortes erkennen sie die Unmöglichkeit. Der Hund hätte eine schwere Tür öffnen müssen. Ein Sprung von über einem Meter wäre nötig gewesen, um in den Container zu gelangen. Angesichts seines stark verschlechterten körperlichen Zustands ist diese Hypothese unhaltbar.
Brandon versucht, sich dem Tier sanft zu nähern. Der Hund ist sehr misstrauisch und sichtlich erschöpft. Er lehnt das angebotene Futter ab. Der Mitarbeiter bleibt daraufhin an seiner Seite, um sein Vertrauen zu gewinnen. Nach einigen Minuten Geduld kann er den Hund sicher herausheben. Die Feststellung ist hart: Der Hund wirkt unterernährt und stark dehydriert. Glücklicherweise zeigt er jedoch keine größeren körperlichen Verletzungen. Das Paar nimmt ihn sofort auf und leistet erste Hilfe. Sehr schnell zeigt der Hund ein erstaunlich zärtliches Wesen.
Eine neue Chance
Sie nennen ihn Daytona, als Hommage an seinen Fundort. Innerhalb weniger Tage verwandelt sich der Hund buchstäblich. Sobald er gefüttert, hydriert und in Sicherheit ist, beginnt er sich zu entspannen. Dabei offenbart er eine sanfte und freundliche Persönlichkeit.
Dank der Hilfe der Organisation Pet Rescue By Judy koordiniert diese nun seine Versorgung. Daytona lebt heute als Pflegehund bei Brandon und Heather. Die örtliche Polizeidienststelle, von seiner Geschichte berührt, beteiligt sich sogar an seinen Tierarztkosten. Sie spendet ihm alles Nötige für seinen Alltag.
Eine wohlverdiente zweite Chance für diesen Vierbeiner, der schon zu viel Leid erfahren hat.