Hunde verfügen über wesentlich schärfere Sinne als Menschen. Das Verhalten von Buddy beweist dies eindrucksvoll. Ein Jugendlicher spielte in seinem Keller in Nantucket, US-Massachusetts. Plötzlich wurde sein Hund unruhig und führte so zu einer ungewöhnlichen Rettungsaktion.
Der 12-jährige Kevin O’Connor unterbrach sein Videospiel. Er hörte ein hohes Piepsen. Zuerst dachte er an einen Vogel draußen. Doch dann sah er seinen Hund Buddy, der panisch an Wänden und Kellerfenster kratzte.
Ein Sturz aus zwei Metern Höhe
Diese ungewöhnliche Reaktion machte den Jugendlichen neugierig. Er ging zum Lichtschacht, der kleinen Grube vor dem Fenster, und war sprachlos. Ganz unten lag ein winziges Entenküken. Es war nach einem Sturz aus fast zwei Metern Höhe gefangen.
Da keine Entenmutter in der Nähe war, informierte Kevin seinen Vater. Dieser kontaktierte sofort die örtliche Tierschutzorganisation Nantucket Animal Rescue. Innerhalb von 15 Minuten trafen zwei Freiwillige, Bill Bronson und Jenn McCormick, ein. Sie befreiten den kleinen Vogel behutsam aus seinem Betongefängnis.
Das Wunder der Adoption am Teich
Die ursprüngliche Entenfamilie konnte im Viertel nicht gefunden werden. Die Retter wagten einen letzten Versuch. Sie brachten das erst wenige Tage alte Entenküken zu einem stark frequentierten örtlichen Teich. Dort hofften sie, dass eine andere Entenmutter es adoptieren würde.
Nach langem Warten inmitten von 200 Enten kam eine Entenmutter mit ihren Küken aus den Büschen. „Ich rief Bill zu, er solle das Entenküken sofort freilassen“, berichtet Jenn McCormick dem Medium The Dodo. „Wir haben nur sehr wenig Zeit, bevor die Mutter weiterzieht.“
Der Freiwillige ließ das kleine Waisenküken frei. Sofort geschah ein Wunder: Die Entenmutter schwamm auf es zu, und das Küken rannte über das Wasser zu seinen neuen Geschwistern. Dieses perfekte Ende schreibt die Familie O’Connor ganz der Beharrlichkeit des Hundes Buddy zu.