Es ist Dienstagabend, kurz vor 19 Uhr. Ein ganz normaler Abend im Wohngebiet in Geretsried (Oberbayern). Die Straßen rund um den Schlierseeweg sind ruhig, Nachbarn sind unterwegs, um die letzte Runde des Tages zu gehen.
Es herrscht friedliche Idylle direkt neben dem örtlichen Spielplatz. Doch was da noch niemand ahnt: Im Schutz der Dämmerung lauert im Gras bereits ein unsichtbarer, lebensgefährlicher Albtraum!
Schock-Erlebnis beim Gassi!
Plötzlich bricht die Panik aus. Bei einer gemeinsamen Gassi-Runde bemerken zwei Frauen, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Der Hund der Nachbarin hat etwas im Gebüsch gefunden. Er kaut darauf herum. Die Frauen reagieren blitzschnell und instinktiv!
Sie bringen das Tier tatsächlich dazu, die Beute auszuspucken. Als sie sehen, was auf dem Boden liegt, gefriert den beiden das Blut in den Adern: Der Hund hatte bereits zwei der präparierten Snacks im Maul.
Der grausame Fund im Gras
Die Frauen wählen sofort den Notruf. Fast zeitgleich schlägt ein 57-jähriger Anwohner Alarm, der ebenfalls mit seinem Tier unterwegs war. Als kurz darauf die Streifenwagen eintreffen und die Beamten den Rasen rund um den Spielplatz absuchen, bestätigt sich der furchtbare Verdacht: Ein Unbekannter hat hier absichtlich perfide Köder ausgelegt!
In den scheinbar harmlosen Hundeleckerlis stecken scharfkantige Rasierklingen und spitze Gegenstände. Platziert genau dort, wo täglich viele Tiere laufen – und Kinder spielen.
Eine junge Anwohnerin, die oft mit ihrem Yorkshire-Malteser-Mix hier vorbeikommt, zittert noch immer vor Schock. Ihr eigener Hund hatte die Snacks zum Glück noch nicht entdeckt. Doch die Vorstellung, was nur Sekunden später hätte passieren können, lässt sie nicht los. In Geretsried geht nun die nackte Angst um.

Ganze Stadt in Angst
Wer tut so etwas? Und warum? In der Nachbarschaft gab es bisher kaum Konflikte, die Tat wirkt wie ein eiskalter Anschlag aus dem Nichts. „Es ist das erste Mal, dass wir so etwas gefunden oder davon gehört haben“, sagt die betroffene Hundehalterin im Gesrpäch mit merkur.de fassungslos. Laut offiziellen Angaben ist bisher zum Glück noch kein Tier durch die Schnitte verletzt worden – ein reines Wunder.
Doch die Gefahr ist keineswegs gebannt. Da absolut nicht absehbar ist, ob der unbekannte Täter noch weitere dieser tödlichen Köder im Gras versteckt hat, mahnt die Polizei zu extremer Vorsicht. Die Jagd nach dem Täter läuft auf Hochtouren.
Viele Hundehalter ziehen bereits Konsequenzen: Sie meiden das gesamte Areal und weichen auf andere Routen aus. Über WhatsApp-Gruppen verbreitet sich die Warnung wie ein Lauffeuer, Nachbarn sprechen sich gegenseitig auf der Straße an. Das Misstrauen geht um: Wer will den Tieren schaden?
Die Polizei bittet nun die Bevölkerung um Mithilfe. Hinweise nimmt jede Dienststelle oder die zuständige Polizeiwache direkt unter der Telefonnummer 08171/935120 entgegen.