Die Tierschutzorganisation Dallas Dogs Rescue Rehab Reform teilt auf Facebook die traurige Geschichte von Thunder Rose. Die junge Hündin stammt von einem unverantwortlichen Züchter. Als sie schwer erkrankt, bringen die Hundehalter sie schnell in eine örtliche Klinik. Die Diagnose ist ein Schock für alle Beteiligten. Das Tier hat sich mit Parvose infiziert, einer hochansteckenden und oft tödlichen Viruserkrankung. Diese Krankheit führt dazu, dass sich der Welpe heftig erbricht und unter schwerem Durchfall leidet.
Da die Kosten für die Behandlung sehr hoch sind, können die Hundehalter die Summe nicht bezahlen. Sie kontaktieren den Züchter und wollen ihm den Welpen zurückgeben. Dieser willigt ein, sich in einem Park zu treffen und den Vierbeiner wieder abzuholen.
Doch nur wenige Stunden später folgt der nächste Schock. Ein Passant findet Thunder Rose am selben Ort, wo sie hilflos in einem schweren Unwetter liegt. Er bringt die kleine Hündin sofort in eine örtliche Tierklinik. Dort stellen die Ärzte entsetzt fest, dass der Venenkatheter der ersten Behandlung noch immer an ihrer Pfote klebt.
Ein aussichtsloser Kampf
Bei ihrer Ankunft leidet die Patientin unter Unterkühlung und schwerem Flüssigkeitsmangel. Die Tierärzte verabreichen ihr sofort eine Plasmatransfusion, um ihre Lebensfunktionen zu stabilisieren. Leider bleibt das erhoffte Wunder aus. Trotz aller Bemühungen der örtlichen Retter stirbt die Hündin wenige Tage später.
Laut einer Studie in der Fachzeitschrift Animals verläuft Parvose ohne Behandlung in über 90 Prozent der Fälle tödlich. Eine schnelle Intensivtherapie in den ersten fünf Tagen kann die Überlebenschancen jedoch auf bis zu 90 Prozent steigern. Da die kleine Hündin stundenlang ohne Hilfe auf einer Parkbank liegt, bleibt ihr diese Rettung verwehrt.
Ermittlungen wegen Tierquälerei
Die ursprüngliche Familie des Welpen arbeitet eng mit den örtlichen Behörden zusammen. Sie liefert alle wichtigen Details zum genauen Ablauf des Vorfalls. Die Polizei leitet daraufhin ein offizielles Verfahren wegen Aussetzung und Tierquälerei ein. Nach dem Gesetz in Texas (USA) ist es eine schwere Straftat, ein krankes Tier ohne medizinische Hilfe zurückzulassen. Dies ist auch in Deutschland verboten und wird mit Gefängnis oder hohen Geldstrafen geahndet.
„Sie hatte ein besseres Leben verdient“, äußert sich die Tierschutzorganisation wütend. Die Retter fordern eine strenge Bestrafung für den verantwortungslosen Züchter. Kein junger Hund darf jemals wieder auf diese Weise leiden. Diese Tragödie zeigt eindringlich, wie wichtig der Kampf gegen illegale Welpenhändler ist.