Dass viele Hunde gerne mal in der Erde buddeln, ist bekannt. Doch in diesem Fall in Frankreich fördert der Hund von zwei Spaziergängern nicht nur Dreck zutage, sondern hat wahrhaft eine goldene Spürnase.
Die beiden Spaziergänger sind im Mai vor ein paar Jahren auf den Anhöhen bei der Küstenstadt La Londe-les-Maures im Departement Var (einige Kilometer östlich von Hyères) unterwegs, als ihr Hund einen echten Schatz findet! Doch mit diesem Ausgang hatten sie sicherlich nicht gerechnet.
Hund gräbt Schatz aus
Der Hund fing plötzlich an, auf dem Boden herumzukratzen – am Rande einer Spur, die im Falle eines Waldbrandes die Ausbreitung der Flammen verlangsamen soll.
Also beschließen die beiden Spaziergänger, sich anzusehen, was der Hund ausgräbt. Und sie werden von ihrer Entdeckung nicht enttäuscht.
Denn der Hund hat einen halb vergrabenen Müllsack entdeckt. Darin befindet sich eine Eisenkiste, in der ein echtes Vermögen steckt: 400.000 Euro in Scheinen! Um genau zu sein, 20 Scheine zu je 500 Euro.
Langwierige Ermittlungen der Polizei
Da das Ganze den beiden Einwohnern von La Londe-les-Maures komisch vorkommt, beschließen die ehrlichen Finder, den Schatz am nächsten Tag zur Polizei zu bringen. Die leitet eine Untersuchung ein, um herauszufinden, woher das Geld stammt. Immerhin könnten Kriminelle es hier vergraben haben.
Trotz intensiver, zwei Jahre lang dauernder Ermittlungen inklusive Anhörungen, Durchsuchungen und Probennahmen ergeben die Analysen … rein gar nichts. Im Juni vor 2 Jahren stellt die Staatsanwaltschaft Toulon deshalb die Ermittlungen ein.
Am Ende nur Halbe-Halbe
Eine gute Nachricht für die ehrlichen Finder? Nicht unbedingt, denn die Waldspaziergänger haben nun ihren Finderlohn erhalten: „nur“ 200.000 Euro.
Die andere Hälfte geht laut französischem Recht an die Stadt La Londe. Denn der gehört das Grundstück, auf dem der Schatz entdeckt worden war.