Hallo zusammen, ich hab mal eine Frage zu meinem 6 Monate alten Kitten. Manchmal, wenn meine 11-jährige Katze auf dem Bett schläft, legt er sich zu ihr – bis dahin alles normal. Aber ab und zu schleicht er sich ganz vorsichtig an und beißt sie dann einfach. Früher hat er sie eher in den Rücken gebissen, aber jetzt geht er direkt auf den Hals oder den Nacken. Deswegen hab ich echt Schiss, dass er ihr wehtut... Bisher glaube ich nicht, dass er fest zubeißt, weil sie zwar aufwacht, ihm ein paar Pfotenhiebe gibt (eher halbherzig), dann aber einfach weiterpennt, als wäre nix gewesen. Sie ist eigentlich eher der Typ, der wegrennt, also glaube ich, wenn sie Schmerzen hätte, würde sie miauen und flüchten. Aber ich frag mich: Will er ihr wehtun oder ist das nur Spiel? Besteht die Gefahr, dass er sie verletzt, oder will er bloß Aufmerksamkeit? Nur zur Info: Der Kleine wurde vor Kurzem kastriert und die Katze ist auch kastriert.
Warum beißt mein Kitten meine andere Katze?
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Ich antworte mal auf das 1. und 2. Thema...
1. Punkt: Dein Kätzchen ist 6 Monate alt (+7 Monate => 13 Monate ...)
Kurz gesagt: Der Nackenbiss ist kein Spiel, sondern die Technik der Kater, um das Weibchen während der Paarung ruhigzuhalten... Wenn ich du wäre, würde ich die ganze Rasselbande also schleunigst kastrieren lassen, falls das noch nicht passiert ist...
2. Punkt: Eine Verletzung an der Kehle hat nichts mehr mit Spiel zu tun... (am Nacken auch nicht, aber aus einem anderen Grund...)
Abgesehen davon: Mit 3 Monaten, außer dein Kater ist eine echte „Psychocat“, ist die Chance gering, dass das ein Mordanschlag ist... Wenn sie unter ihm auf dem Rücken liegt und er in dem Moment zubeißt, dann ist das ziemlich sicher nur Spiel, denke ich...
Wenn sie allerdings auf ihren Pfoten steht und das Kätzchen ganz gezielt um ihren Hals herumgreift, um an die Kehle zu kommen, dann ist der Spaß vorbei. Und falls er auch nur im Ansatz versucht, sie an der Gurgel wegzuschleifen, dann trenn die beiden sofort...
Aber das würde mich wundern... ein Video neulich hat zwar ein paar meiner Überzeugungen infrage gestellt, da hat ein älteres Kätzchen ein 3 Monate altes attackiert... aber ich glaube trotzdem, dass deine Kätzchen in deiner Situation einfach nur spielen...
Solange das Weibchen voll beim Spielen mitmacht, solltest du nicht dazwischengehen. Dieses Schein-Kämpfen gehört zum Spiel dazu und die Hiebe oder Bisse sind nicht gewalttätig gemeint. Hin und wieder wird sie mal aufschreien, wenn ihr Bruder zu weit geht, aber das ist nur dazu da, um ihm die Grenze zu zeigen. Diese Übungen, gerade unter Geschwistern, gehören zur Erziehung und zur Vorbereitung auf die Jagd dazu. Diese Aktivität stärkt auch die Bindung und das Vertrauen zwischen deinen Katzen und macht sie später mal zu ganz sanften Tieren, die nicht kratzen oder beißen – oder wenn, dann nur ganz vorsichtig, ohne wehzutun.
Ich habe selbst zwei Katzen, viereinhalb Jahre alt, die immer noch so miteinander spielen. Die Kätzin ist zwar kleiner, steht ihm aber in nichts nach und fängt oft sogar selbst an, auch wenn sie am Ende das „Opfer“ von meinem dicken Tollpatsch ist. Sie weiß sich aber zu rächen und treibt ihn mit ihren Tricks in den Wahnsinn; sie ist total flink und versteckt sich an den unmöglichsten Orten.
Viele Grüße
Hallo,
der Biss in die Kehle ist kein Spiel, sondern Jagdverhalten. Ja, du musst da einschreiten und ihn energisch mit der Hand wegschieben, während du ganz laut NEIN! rufst. Zeig ihm dabei den Finger direkt vors Gesicht und fixier ihn mit dem Blick – und zwar jedes Mal, wenn er das macht, ohne Ausnahme. Wenn er es trotzdem wieder versucht, sperr ihn für eine Viertelstunde allein in einen Raum.
Hallo,
ich hab hier gerade genau den gleichen Fall, nur sind es bei mir zwei 3 Monate alte Kätzchen (Geschwister). Da ist es auch das Katerchen, das seine Schwester in die Kehle beißt und nicht in den Nacken.
Sie ist kleiner als er und tut sich echt schwer, sich zu wehren.
Es ist aber zum Glück nicht die ganze Zeit so.
Soll ich ihn dann ausschimpfen (vielleicht einen kleinen Klaps geben)?
Danke
Hallo👌
Mach dir keine Sorgen mehr, denn du hast die Antwort auf deine Ängste schon selbst gegeben: „Wir hätten nie gedacht, dass sie ein Kitten so gut akzeptiert“.
Sie hat ihn akzeptiert, also musst du auch ihre Beziehung als Katzen akzeptieren: Das Kitten wird von der Großen erzogen, die ihn in seine Schranken weist, genau wie eine Katzenmutter es tun würde. Wenn er ihr zu weit geht, schreit sie, um ihm klarzumachen, dass er aufhören muss, oder sie flüchtet.
Aber sie mag ihn ja, da sie auch von sich aus auf ihn zugeht, um zu spielen, wenn ihr danach ist – jeder ist mal dran.
Misch dich nicht mehr ein und bemutter deine Mieze nicht zu sehr, sie kommt alleine super klar.
Wenn meine Katzen sich zoffen, schrei ich einfach lauter als sie und dann hören sie auf.🙅 Ansonsten lass ich sie machen.
Dein kleiner Rabauke wird mit der Zeit ruhiger werden und in ein paar Monaten werden sie zusammen schlafen.👍
Liza
Der Tierarzt hat mir erklärt, dass die Kastration die Hormone nicht von heute auf morgen stoppt und ihn das deshalb noch ein paar Wochen beschäftigen kann, aber danach sollte er sich etwas beruhigen.
Danke für die Tipps! Wir spielen immer früh morgens und spät abends, wenn er so richtig aufgedreht ist, und am Ende gibt's auch immer eine kleine Belohnung. Aber ich bin wohl ein bisschen zu lieb – ich muss ihn echt seltener gewinnen lassen 😅
Hallo
Nur zur Erinnerung :)
Versuch mal bei den Spielstunden zu schauen, ob es feste Zeiten gibt, in denen er seine „Attacken“ bekommt, und leg die Spieleinheiten dann genau in diese Momente. Das Spiel muss richtig intensiv sein: Er soll rennen, springen, klettern und sich ordentlich auspowern. Lass ihn das Spielzeug auch nicht jedes Mal fangen (beim Jagen gewinnt man schließlich nicht immer), sondern eher so jedes 3. oder 4. Mal innerhalb einer Spielstunde. Wenn er sich auf die Seite legt, schalt einen Gang runter, und wenn er anfängt zu hecheln, hörst du ganz auf. Das Spiel mit einem kleinen Snack zu beenden (nach dem Motto: ich habe gejagt, die Beute erlegt und jetzt fresse ich sie), ist eine super Methode, um ihn zur Ruhe zu bringen (gejagt, gefressen, putzen, schlafen).
Ich hoffe, dass er sich trotzdem bald ein bisschen beruhigt, weil ich glaube, sie hat langsam echt die Nase voll. Vor allem, weil ich heute Morgen vom Geschrei der Katze wachgeworden bin und als ich nachgeschaut habe, was los ist, hat das Kätzchen doch tatsächlich versucht, bei ihr aufzureiten! Dabei wurde er erst vor gut einer Woche kastriert, ich versteh das echt nicht! Ich muss heute Nachmittag sowieso nochmal zum Tierarzt, um die Wundheilung checken zu lassen, da werde ich das direkt mal ansprechen. Ansonsten versuche ich gerade, noch mehr als vorher mit dem Kleinen zu spielen.
Bisher hat die Große keine Schrammen und sie ist jetzt auch nicht zu traumatisiert vom Kleinen, weil sie ihn manchmal sogar selbst zum Spielen auffordert, aber ich möchte halt vermeiden, dass er sie zu sehr nervt... Sie ist eine sehr schreckhafte Katze, die dazu noch einige gesundheitliche Probleme hatte (ein Auge weniger wegen eines Tumors, deshalb sieht sie den Kleinen nicht immer kommen, wenn er von der falschen Seite kommt). Wir hätten nie gedacht, dass sie ein Kätzchen so gut akzeptiert, und jetzt, wo es so weit ist, tut es mir einfach leid zu sehen, wie der Kleine sie so stresst.