Es ist jetzt fast 5 Monate her, dass mein Kater gegangen ist. Er war 15 Jahre alt und seit 2 Jahren krank – Schilddrüsenüberfunktion, Bluthochdruck und Herzprobleme. Ich hab alles für ihn getan, obwohl mir manche Leute eingeredet haben, ich solle ihn gehen lassen. Aber ich hab mich weiter um meinen Schatz gekümmert und ihn gepflegt, so hatte er noch zwei Jahre mehr.
An dem Tag, als er starb, hatte er wie so oft Probleme beim Atmen. Er war wegen der Sauerstoffzufuhr oft beim Tierarzt (der mir immer versicherte, dass er keine SCHMERZEN hat), aber an diesem Tag hat er durch das Mäulchen geatmet und ich hab nur noch geweint. Warum nur? Ich hab mich entschieden, ihn in eine Klinik zu bringen, die etwas weiter weg war, weil das an diesem Sonntag die einzige mit Notdienst war. Im Auto, nur 3 Minuten vor der Klinik, fing er plötzlich an zu husten. Ich hab seine Box aufgemacht, er ist auf die Rückbank gesprungen und zwischen die Sitze gefallen. Ich weiß noch, wie ich auf ihn eingeredet hab… „Was machst du denn?“ Ich hab so geheult. Er ist dann wieder hoch auf die Bank, hat sich hingelegt und ohne dass ich mich verabschieden konnte, ist sein Herz stehen geblieben. Er lag einfach da und hat nicht mehr reagiert.
Als wir an der Klinik ankamen, war er ganz starr, das Köpfchen zur Seite, die Zunge hing raus. Ich hab nur noch geschrien und geweint, es war schrecklich, dieser Kloß im Bauch, dieser stechende Schmerz. Die Tierärztin hat ihn sofort mitgenommen und 20 Minuten lang alles versucht. Diese Minuten fühlten sich wie Stunden an. Als sie wiederkam, den Kopf schüttelte und sagte „Wir haben alles versucht, es war ein Herzstillstand“, da ist meine Welt zusammengebrochen. Mit meinem Baby hingefahren und alleine zurück… Ich hab ihn mir da ganz allein vorgestellt, mit geschlossenen Augen in diesem Sack. Ich werde ihn nie, nie wiedersehen. Er hat etwas von mir mitgenommen, als er ging. Der Schmerz war so unendlich groß, diese Leere einfach schrecklich. Auch heute bin ich noch völlig untröstlich, er fehlt mir einfach so sehr.
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Hallo, im Gegensatz zu Janette finde ich schon, dass das Leben manchmal echt ungerecht ist und manche Leute einen Schicksalsschlag nach dem anderen einstecken müssen, auch mit viel zu frühen Todesfällen. Andererseits glaube ich aber auch, dass es wichtig ist, die schönen Momente zu genießen, nach vorne zu blicken und an die Lebenden zu denken. Als meine letzte Mieze gestorben ist, wollte ich erst gar keine Katze mehr, weil es einfach so verdammt wehtut, wenn sie gehen – vor allem, wenn man sich irgendwie selbst verantwortlich fühlt. Vor ein paar Jahren ist mir dann aber erst richtig bewusst geworden, wie viele arme Tiere in den Tierheimen hocken... und ich habe mir wieder eine Katze geholt, damit der Tod meiner alten Katze nicht ganz umsonst war und dadurch eine andere Fellnase die Chance auf ein glückliches Leben bekommt.
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