Nachbars Katze nistet sich langsam bei uns ein

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Guten Abend zusammen,

meine Freundin und ich stecken echt in einer schwierigen Situation.

Seit zwei Wochen nistet sich die Katze der Nachbarn (hier stehen 5 kleine Reihenhäuser) bei uns ein. Es ist eine kleine Katze (so zwischen 6 Monaten und einem Jahr alt, obwohl die Besitzerin uns in den zwei Wochen erst erzählt hat, sie sei 1 Jahr alt, dann 1,5 Jahre und dann plötzlich 2...), die am Anfang wohl nur aus Neugier vorbeikam.

Da sie nicht besonders viel auf den Rippen hatte, habe ich ihr was zu fressen gegeben und wir haben den ganzen Nachmittag mit ihr gespielt. Wir sind dann zu den Nachbarn, um ihnen Bescheid zu geben und zu fragen, ob sie sie abholen wollen, falls sie nicht mehr nach Hause findet: "Kein Problem, die kommt schon zurecht". Am nächsten Tag war sie wieder da und ist 3 Tage lang nicht mehr weggegangen (nach und nach hat sie das ganze Haus erkundet). In der letzten Nacht haben wir die Tür offen gelassen, damit sie nicht schon wieder im Garten schlafen muss. Dann sind wir nochmal zur Besitzerin, um ihr Bescheid zu sagen: Deine Katze hat bei uns geschlafen. Uns stört das nicht, aber du sollst wissen, dass wir immer eine Tür oder ein Fenster offen lassen, damit sie heimgehen kann. Antwort: "Das ist ja komisch, das macht sie sonst nie. Hör bitte auf, sie zu füttern (angeblich wegen Verdauungsproblemen), damit sie wenigstens zum Fressen nach Hause kommt". Okay, wir haben sie 2 Tage lang nicht gefüttert, aber es hat nichts gebracht. Die Katze bleibt einfach da und am 3. Tag sind wir wegen ihrer Hartnäckigkeit schwach geworden und haben ihr wieder Trockenfutter gegeben. Die Woche vergeht, die Katze schläft jeden Tag bei uns und von den Besitzern hört man absolut nichts. Wir sind also wieder hin und haben gesagt: Deine Katze lebt jetzt Vollzeit bei uns. Wenn du willst, übernehmen wir sie komplett (wir würden ihr gerne das Flohhalsband abnehmen, weil sie ständig im Gebüsch rumturnt, und sie auch kastrieren lassen, weil hier in der Siedlung überall Katzen rumlaufen). Und dann kam die totale Ablehnung: "Das ist unsere Katze, wir hängen an ihr. Du musst halt deine Fenster zumachen und aufhören, sie zu füttern". Sie hat uns dann auch noch bestätigt, dass die Katze in der ganzen Zeit nur ein einziges Mal für eine Stunde zu Hause war – und sie hatte sie extra eingesperrt, damit sie überhaupt so lange bleibt...

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18 Antworten
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  • Capucine444
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    Abend! Danke für eure etwas unterschiedlichen Antworten :) @Capucine444: Ich werde mal versuchen, sie eine Zeit lang nicht zu füttern. Ich gebe zu, dass das nicht leicht wird, weil wir den ganzen Tag und einen Großteil der Nacht zusammen verbringen, aber ich will auch keinen offenen Zoff mit denen. Eigentlich mache ich mir vor allem Sorgen um das Tier, das irgendwie Anzeichen von Angst zeigt. Was ist eigentlich ein Einschreiben mit Rückschein? Um dir zu antworten, Kelinda: Ich finde nicht, dass es meine Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass die Nachbarskatze nicht mehr kommt (und ich habe nicht vor, extra Geld auszugeben, um denen einen Gefallen zu tun, vor allem bei der wenigen Wertschätzung, die sie zeigen). Im Grunde kommt sie eher von sich aus, als dass ich sie hierbehalte: Eine Tür ist immer offen, damit sie raus kann, wie sie will. Manchmal kommt sie mit mir raus, wenn ich weggehe, und ich habe sie nie bei mir eingesperrt. Außerdem bin ich mir echt nicht sicher, ob sie gechippt ist (ich habe das nicht angesprochen und die Besitzerin hat auch nie was davon gesagt). Eigentlich zeigen diese beiden Antworten genau mein Problem, ich stimme nämlich beiden zu... Es ist nicht mein Job, mich zu kümmern, aber gleichzeitig müsste ich das ja gar nicht tun, wenn sie es vernünftig machen würden (die Besitzerin hat uns zwar erklärt, dass ihre Katze es gewohnt ist, von Garten zu Garten zu ziehen, aber das ist das erste Mal, dass wir sie wirklich sehen – und seit sie bei uns ist, rührt sie sich gar nicht mehr weg). Solche Geschichten scheinen bei Katzen ja öfter vorzukommen, und ich würde ihnen auf keinen Fall verbieten, sie zu sehen oder sie wieder abzuholen. Aber sie machen ja nicht mal den Versuch. Ich werde morgen mal versuchen, zur Polizei zu gehen und zu schauen, ob es Mediatoren oder so was gibt.

    Hallo, ich hab deine Nachricht erst jetzt gesehen. Was gibt’s Neues von deinem „Hausbesetzer“?

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    Und falls nötig, kann ein Feliway-Stecker helfen, schneller zu entspannen....

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    Du hast die richtige Entscheidung getroffen, auch wenn es sicher schwer für dich war, die Katze abzugeben.

    Was den kleinen Neuzugang angeht: Je nach Alter (mindestens 3 Monate) kann es sein, dass die Mutter ihm die Beißhemmung noch nicht beigebracht hat. Da musst du dann ganz konsequent "NEIN" sagen, wenn er versucht zu beißen oder zu kratzen, und sofort jegliche Interaktion für einen Moment abbrechen... Denk auch an Flöhe, Zecken und eine Wurmkur, da das Kätzchen ja draußen war und die Mutter anscheinend wild lebt.

    Aber das hat alles Zeit... Akzeptier erst mal, dass es sich versteckt. Lass das Kleine in Ruhe ankommen und sein neues Revier entdecken. Setz oder leg dich einfach oft in die Nähe, damit es sich an dich gewöhnt. Red leise mit ihm, damit es deine Stimme kennenlernt... Du kannst ihm auch ein getragenes Kleidungsstück von dir hinlegen, das nach dir riecht, und versuchen, es zum Spielen zu animieren – mit einer Federangel oder einem Ball. Später kannst du ihm dann mal ein Leckerli aus der Hand geben. Sei einfach geduldig und lass das Kätzchen von sich aus auf dich zukommen.

    Viel Freude beim gegenseitigen Kennenlernen!

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    Hallo

    Echt, diese Nachbarn... lassen nicht mal ihre Katze kastrieren... Ich verstehe echt nicht, warum das nicht längst Pflicht ist.

    War das diese Katze, die geworfen hat, oder eine andere?

    Mach dir keine Sorgen wegen der Eingewöhnung drinnen. Meine Große, die ihre ersten 6 Monate auf der Straße verbracht hat, hat sich super eingelebt. Sie hat sich anfangs auch immer auf einem Stuhl unterm Tisch versteckt. Die Geräuschkulisse ändert sich ja schlagartig und es braucht einfach Zeit, bis alle neuen Geräusche verarbeitet sind. Hol ihn aber ruhig regelmäßig mal aus seinem Versteck raus, ganz ohne Zwang, sondern spielerisch – zum Beispiel mit einer Katzenangel, da können Kitten meistens nicht widerstehen. Das hilft ihm, Vertrauen zu fassen und sein neues Zuhause zu erkunden. Das ist echt wichtig, wenn das Kätzchen so schüchtern ist.

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    Hallo zusammen,

    da ihr uns so geholfen habt, wollte ich euch mal ein Update zu unserer Situation geben. Wir haben es endlich geschafft, die Katze der Nachbarin zu vertreiben. Das war echt schwierig: Sie saß sogar bei Regen an unserem Fenster, und selbst wenn wir sie nassgespritzt haben, kam sie immer wieder zurück. Aber jetzt ist es endlich erledigt.

    Bekannte von Bekannten haben in ihrem Garten eine Kätzin und vier kleine Kätzchen gefunden (sie sind gerade erst entwöhnt). Sie konnten die Mutter und ein Kitten einfangen, aber drei Kleine blieben alleine im Garten zurück. Schließlich haben wir es geschafft, eines davon einzufangen (die drei haben niemanden an sich herangelassen) und haben es heute mit nach Hause genommen. Im Moment versteckt sie sich noch, wo sie nur kann, und wir lassen sie in Ruhe, damit sie sich erst mal eingewöhnen kann. Wir hoffen, dass sie uns schnell „adoptiert“ (vor allem, weil sie wahrscheinlich noch nie in einer Wohnung gelebt hat).

    Nochmals vielen Dank an alle für eure Tipps, die uns bei der Entscheidung geholfen haben! Und bestimmt bis bald für weitere gute Ratschläge ;)

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    Hallo

    Ich denke, du hast die richtige Entscheidung getroffen... wenn man den Charakter deiner Nachbarin so bedenkt.

    Warum überlegst du nicht, dir eine eigene Katze zu holen? Im Moment sitzen so viele in den Tierheimen... so kannst du einem kleinen Tier Liebe schenken und hast dort keinen Stress.

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    Ich tendiere auch eher dazu, kikaah zuzustimmen (wenn das wirklich dein Name ist 😂, lol, Rache!), ohne dir jetzt Vorwürfe machen zu wollen, aber ich habe nach dem, was du schreibst, schon den Eindruck, dass die Katze absolut nicht in einem schlechten Gesundheitszustand war, als du beschlossen hast, dich um sie zu kümmern. Eine Kastration ist ja keine Pflicht, also kannst du niemandem vorwerfen, seine Katze nicht kastrieren zu lassen (und auch nicht, wenn sie nicht registriert ist, denn das geht nur die Behörden was an und nicht die Nachbarn).

    Andererseits verstehe ich dich trotzdem und vielleicht bereust du es jetzt sogar, dass du diesen gutgemeinten Reflex hattest, den Besitzer zu suchen. Jetzt ist die Sache nämlich persönlich: Die Nachbarin weiß jetzt genau, dass du ihre Katze ab und zu bei dir hast...

    Das Problem ist, dass diese Nachbarin – wenn sie wirklich so ist, wie du sie beschreibst – jetzt wahrscheinlich bei dir auf der Matte steht und Stress macht, falls der Katze mal was passiert, selbst wenn du gar nichts dafür kannst.

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    Den Kater dem Hund vorzuwerfen war echt keine gute Idee vom Hausmeister.

    Ein aufgeblähter Bauch kann ein Zeichen für Parasiten sein, glaube ich, und natürlich für eine Trächtigkeit.

    Du hast absolut richtig gehandelt, so viel Abstand wie möglich zu deinen Nachbarn zu halten, die bringen dir nur Probleme und Sorgen. Der Kater hat dann zwar sein zweites Zuhause nicht mehr, aber es ist nun mal nicht deiner und nicht deine Aufgabe, dich um ihn zu kümmern, auch wenn es dir natürlich hoch anzurechnen ist, dass du dich so lieb um ihn gesorgt hast.

    Er findet bestimmt in einem anderen Garten Unterschlupf und wer weiß, vielleicht ziehen deine Nachbarn ja irgendwann mal weg und lassen dir den Kater da.

    Mach dir keine Vorwürfe, du hast alles richtig gemacht, aber wenn du so weitermachst, brauchst du am Ende selbst noch psychologische Hilfe bei solchen irren Nachbarn. Vielleicht fangen sie ja doch noch an, sich mal mehr um ihre Katze zu scheren.

    n

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    Abend zusammen und danke für eure vielen Antworten!

    Wir haben jetzt schweren Herzens die Entscheidung getroffen, die kleine Katze endgültig von uns wegzuscheuchen. Wir haben ein bisschen nachgeforscht und es hat sich herausgestellt, dass unsere Nachbarin (was wir schon geahnt haben) echt ein Härtefall ist. Sie lässt ihren Müll tagelang draußen stehen, nur um den Hausmeister zu ärgern, unterschreibt dubiose Petitionen... kurz gesagt, sie geht hier jedem gewaltig auf den Zeiger und ist dafür in der ganzen Anlage bekannt. Es ist schrecklich für die Katze, aber sich mit so jemandem offen anzulegen, ist echt eine Qual und wir wollen uns da lieber selbst schützen. Außerdem können wir es moralisch nicht mit uns vereinbaren, eine Katze kastrieren und chippen zu lassen, wenn die Besitzerin strikt dagegen ist, dass man sich um sie kümmert. Wir werden jetzt versuchen, ein paar Tage nicht in den Garten zu gehen, lassen die Rollläden zu, kein Futter mehr usw. Falls sie doch wiederkommt, müssen wir wohl zu direkteren Mitteln wie Wasser oder Fernhaltespray greifen. Der Hausmeister hat uns sogar vorgeschlagen, sie einfach zu packen und in den Garten eines Nachbarn zu werfen, der zwei große Hunde hat... Die Leute hier bei uns haben echt ein Problem mit Tieren.

    Im Moment fühlen wir uns wie die letzten Menschen, weil wir der Katze erst eine schöne Zeit gemacht haben, obwohl das gar nicht möglich war. Ich mache mir schreckliche Vorwürfe und hoffe, dass wir irgendwann eine andere kleine Katze glücklich machen können. Diese Erfahrung wird uns eine Lehre sein, falls mal wieder eine beschließt, das Zuhause wechseln zu wollen.

    Noch eine letzte Frage: Der Bauch der Kleinen sieht ein bisschen dick aus. Es ist nicht super auffällig, aber wenn man ihr sehr aggressives Verhalten gegenüber anderen Katzen sieht, die in unseren Garten kommen: Kann es sein, dass sie trächtig ist? Könnte das erklären, warum sie zu uns gekommen ist?

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    Nur zur Info, ein Einschreiben mit Rückschein ist ein Brief mit Empfangsbestätigung... aber ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass das das Problem löst... du hast dann zwar den Beweis, dass sie deinen Brief bekommen haben, aber das war's auch schon... und euer Verhältnis verbessert das auch nicht gerade... im Gegenteil. Meiner Meinung nach ist es am besten, gar nicht mehr mit ihnen darüber zu reden.

    Die Polizei wird da nichts machen. Die haben Wichtigeres zu tun... (kleiner Scherz am Rande)...

    Es gibt ja überall Schiedsleute, um Nachbarschaftsprobleme im Gespräch zu klären, aber das funktioniert nur, wenn beide Seiten auch wirklich kompromissbereit sind...

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