Meine Katze geht immer zu meinen Nachbarn – was soll ich tun?

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Hallo zusammen 👋

Meine Katze haben wir damals mit ca. 6 Monaten aus dem Tierheim adoptiert. Sie kommt ursprünglich aus Französisch-Guyana und ist einfach kein Stubenhockertyp.

Meine Katze ist jetzt fast 2 Jahre alt und hat sich seit 3–4 Monaten angewöhnt, regelmäßig zu meinen Nachbarn rüberzugehen. Am Anfang wussten wir gar nicht, wo sie war – manchmal haben wir sie tagelang nicht gesehen, und dann tauchte sie plötzlich wie von Geisterhand wieder auf. Bei einem Spaziergang hab ich sie dann in der Veranda meiner Nachbarn schlafen sehen. Ich bin dann direkt zu ihnen gegangen und hab ihnen erklärt, dass die Katze gechipt ist, mir gehört, und dass wir uns wirklich große Sorgen gemacht haben. Die haben dann ganz unaufrichtig gesagt, das sei kein Problem und sie würden sie nicht mehr reinlassen.

Kurz darauf fingen die Absenzen wieder an – bis zu einer Woche, ohne dass wir sie zu Gesicht bekamen. Wir haben dann Zettel gedruckt und in der ganzen Nachbarschaft verteilt, mit einem Foto unserer Katze und dem Hinweis, dass sie uns sehr fehlt und wir hoffen, sie bald wiederzusehen.

Kurz danach bin ich sicherheitshalber nochmal bei den Nachbarn vorbeigegangen. Und tatsächlich – sie lag wieder in deren Veranda und schlief. Ich dachte mir erstmal, die haben sie vielleicht einfach nicht bemerkt, war erleichtert sie zu sehen. Aber als ich später nochmal vorbeikam, sah ich, wie meine Nachbarin ihr Streicheleinheiten gab. Das war zu viel. Am nächsten Tag bin ich nochmal vorbeigegangen – sie schlief wieder dort.

Ich bin dann etwas genervt zu den Nachbarn gegangen und hab ihnen gesagt, sie sollen meine Katze wegschicken, sobald sie auftaucht. Es ist mir egal, dass sie vorbeikommt – aber sie sollen sie eben nicht reinlassen.

Einige Zeit später dasselbe Spiel – sie war zwar etwas weniger weg, aber ich hab sie trotzdem immer wieder in der Veranda liegen sehen. Ich bin wieder hin.

Die haben mir dann glatt ins Gesicht gesagt, es sei nicht ihre Schuld, dass die Katze kommt – sondern unsere. Dabei haben wir sie immer super behandelt: regelmäßig das Futter gewechselt um rauszufinden was ihr schmeckt, viel mit ihr gespielt, sie gestreichelt. Die meinen einfach, das sei unser Problem. Ich hab sie dann freundlich gebeten, unsere Katze sofort wegzuschicken. 20 Minuten später war sie immer noch da.

Wir haben unsere Katze auch schon eingeschlossen in ihrer Veranda vorgefunden, während niemand zuhause war. Meine Mutter macht sich deswegen fast krank und denkt, es liegt an uns. Dabei zahlen wir fast jeden Monat beim Tierarzt, das summiert sich schnell. Wir haben schon überlegt, Anzeige zu erstatten oder das Tierheim bzw. die Polizei zu kontaktieren.

Die Nachbarn wollen einfach nichts hören. Was meint ihr dazu?

Danke für eure Antworten 🙏

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    Ich glaube, ihn tagsüber einzusperren, macht die Sache eher noch schlimmer, so nach dem Motto: „Schnell weg, bevor ich nicht mehr raus kann“.

    Er wird dann seltener zurückkommen, aus Angst, nicht mehr nach Lust und Laune raus zu können...

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    Vielleicht hast du es schon mal erwähnt, aber woran leidet deine Katze eigentlich?

    Bist du sicher, dass man nicht nochmal vernünftig mit denen reden kann, bevor es total eskaliert? Ich bin mir nicht sicher, ob die Polizei da wirklich was macht... Da wirst du es echt schwer haben!

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    Update: Wir überlegen, ihn tagsüber ein bisschen drinnen zu lassen, um zu versuchen, ihn wieder daran zu gewöhnen, bei uns zu bleiben. Wir werden auch einen Kratzbaum kaufen, damit er unseren Wintergarten nutzen kann.

    Unser Kater ist gerade erst von den Nachbarn zurückgekommen (da war er seit gestern Abend) und er kratzt sich ohne Ende. Ich werde also mal zu denen rübergehen, damit sie mit uns zum Tierarzt fahren und den Arzt plus die Medikamente bezahlen.

    Das Problem hier ist, dass sie versuchen, sich unsere Katze unter den Nagel zu reißen, indem sie ihn durch Pfeifen anlocken und mit Leckerlis rufen.

    Wenn er nur noch bei denen hocken will, werden wir sie per Einschreiben auffordern, ihn wegzujagen, wenn sie ihn bei sich sehen, und ihm nichts zu fressen zu geben. Wenn sie so weitermachen, werden wir ihnen unmissverständlich klarmachen, dass wir die Polizei als Zeugen rufen, um Anzeige zu erstatten, falls sie unseren Kater bei sich einsperren (was schon vorgekommen ist).

    Wir haben auch vor umzuziehen, aber bis wir ein Haus gefunden haben und eingezogen sind, kann das noch dauern. Zu lange.

    Fakt ist, dass wir fast jeden Monat den Tierarzt bezahlen, weil er seine Behandlung nicht bekommt, weil er bei denen ist.

    Danke für eure Nachrichten und eure verschiedenen Sichtweisen, schönen Tag euch noch.

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    Marion17310
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    Als ich jünger war, hatte ich auch so eine Katze. Die hatte mehrere Zuhause. Eigentlich war er „unserer“, aber er war manchmal für mehrere Tage weg. Wir wussten, dass er mindestens noch eine andere Familie hatte. Mein Kater war glücklich und wir auch. Uns kam das eigentlich ganz gelegen – er war ein großer Kater, Typ Maine-Coon, und die Fellpflege war die reinste Katastrophe! Wenn er von seiner zweiten Familie zurückkam, sah er immer top aus, war super gebürstet, das Fell entwirrt und am Bauch ordentlich gestutzt. Wir haben sein Fell zwar auch gepflegt, aber an den Bauch durften wir nie ran. Da muss ich echt zugeben, dass das für uns ein totaler Pluspunkt war, haha.

    Also ja, er hatte eine zweite Familie, aber hat er uns deshalb weniger geliebt? Natürlich nicht. Er hat sogar Depressionen bekommen, als ich bei meiner Mutter ausgezogen bin, weil ich weniger da war (das hat der Tierarzt nach seiner Analyse so gesagt). Ich hab ihn dann zu mir geholt und alles war wieder okay :)

    Was an der Sache aber echt stört, ist, dass deine Katze tagelang verschwindet, du Suchanzeigen postest und deine Nachbarn nicht mal auf die Idee kommen, dir Bescheid zu geben, dass er bei ihnen ist.

    Ansonsten kannst du sie natürlich nicht davon abhalten, deine Katze gern zu haben, und du kannst deine Katze auch nicht daran hindern, wieder dorthin zu gehen. Das Einzige, was sie lassen sollten, ist das Füttern. Verschiedenes Futter (zum Beispiel verschiedene Trockenfutter-Marken) ist nicht besonders gut für sie. Was geben sie ihm denn zu fressen? Vielleicht könntest du ihm ja das Gleiche geben, wenn er es gut verträgt?

    Es ist trotzdem ziemlich unverschämt von deinen Nachbarn, deine Katze tagelang bei sich zu behalten, auch wenn sie dort gut behandelt wird, obwohl du damit nicht einverstanden bist.

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    @Lodd: Ich seh das wie Maja, ich würde es mal mit einem Gespräch bei einem gemütlichen Kaffee versuchen. Deine Mutter kann ihnen erklären, dass sie das traurig macht und sie sich total sorgt, wenn sie nicht weiß, wo er gerade ist. Du meintest ja, dass du schon bei den Nachbarn warst, aber hat deine Mutter auch schon mal mit ihnen geredet? Wie gesagt, du wirst ihn nicht davon abhalten können, sie zu besuchen, aber ihr könnt versuchen zu klären, dass sie ihn zum Beispiel nicht füttern sollen. Macht am besten was aus: Wenn er zu lange bei ihnen bleibt, sollen sie euch kurz Bescheid geben, damit ihr euch keine Sorgen macht. Und wenn du und deine Mutter merkt, dass das alles nichts bringt und die Nachbarn das Gespräch ignorieren, dann... Ich sag das jetzt mal im Scherz, weil sie ja nicht zahlen müssen, aber schlag ihnen doch geteiltes Sorgerecht vor, inklusive Kostenteilung. Überreich ihnen eine kleine Rechnung mit einem gaaannnzzzz breiten Lächeln! 😇
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    Gleichzeitig fühle ich mich nicht wirklich angesprochen, was das Thema „jemandem extreme Schuldgefühle einreden“ angeht, aber mit 16 ist man alt genug um zu kapieren, dass man seine Nachbarn nicht zu etwas zwingen kann, was sie nicht wollen.

    Aber ob man nun geschockt ist oder nicht – was ändert das an der Sache? Wenn die Katze weiter Freigang hat, hält sie nichts davon ab, wieder zu den Nachbarn zu laufen, und die füttern sie dann halt weiter...

    Du hast wohl nur wenige Nachbarn, schön für dich ;)

    In der Stadt sieht das aber ganz anders aus und ich sehe nicht, wie die Besitzer da alle Häuser abklappern, um „nett mit den Nachbarn zu plaudern“.

    Na ja, wie auch immer, ich hab zu tun und keine Zeit für sinnlose Diskussionen.

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    Hallo,

    ich denke, dass sie eigentlich sehen müssten, wie schlecht es dir damit geht und dass dich das echt traurig macht. Zumindest sollten sie ihn nicht so extrem betüddeln und füttern...

    Wenn eine Katze regelmäßig zu mir kommen würde, würde ich mich wahrscheinlich auch an sie hängen und sie verwöhnen...

    Aber wenn der Besitzer dann nett vorbeikommt und erklärt, dass ihm das wehtut, und ich sehe, dass die Katze es bei ihm gut hat, dann würde ich das verstehen und mich ein bisschen zurückziehen. Dann gäbe es nur noch ein kleines Leckerli, einmal kurz Kraulen und ein „Abmarsch, jetzt gibt’s nichts mehr!“, damit die Katze kapiert, dass sie zwar mal kurz „Hallo“ sagen darf, aber dort nicht zu Hause ist...

    Ich finde es ehrlich gesagt ein bisschen fies, dass sie immer noch so ein Theater machen, damit er bei ihnen bleibt, obwohl du schon erklärt hast, wie du dich fühlst...

    Andererseits: Denk dir, es könnte schlimmer sein. Sie könnten ihn ja auch einfach bei sich einsperren, ohne dass du was davon mitbekommst.

    So kann er ja wenigstens immer noch wieder gehen...

    Vielleicht lädst du sie mal auf einen Kaffee ein und versuchst, sie ein bisschen zu erweichen, so nach dem Motto „Ich bin echt total traurig deswegen“ etc.

    Wenn sie absolut nicht hören wollen, kann man da befürchte ich nicht viel machen. Sag dir einfach, dass er glücklich ist – das ist ja schließlich das Wichtigste...

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    Eine Katze ist kein Hund, ihr vergleicht hier zwei Tiere, die absolut nichts miteinander zu tun haben! Man akzeptiert bei einer Katze Dinge, die man bei einem Hund nicht durchgehen lässt, weil sie ganz unterschiedliche Lebensweisen haben. Eine letzte Sache noch, dann bin ich auch still, denn ja, ich bin eine „unwürdige“ Besitzerin, also habe ich Unrecht, ich weiß! 🙂

    Was mich schockiert, ist die Art und Weise, wie manche hier antworten; man kann einem 16-jährigen Teenie die Dinge doch erklären, ohne ihm direkt ein mörderisches schlechtes Gewissen einzureden!!! Mich schockt es viel mehr, dass niemand darüber „geschockt“ ist, dass sich Nachbarn die Katze einfach eine Woche lang unter den Nagel reißen, ohne den Besitzern Bescheid zu geben (obwohl sie auch noch wussten, wem sie gehört!). Aber das scheint niemanden zu interessieren. Und was die Sache angeht, dass Nachbarn sich durch das „Rumstreunen“ meiner Katzen gestört fühlen könnten – wisst ihr, was ich da gemacht habe? Haltet euch fest: Ich bin einfach hin und habe ganz freundlich mit meinen Nachbarn geredet (ja, echt, man muss sich ja nicht direkt die Köpfe einschlagen), um zu fragen, ob es sie stört! Vor allem, weil einer von ihnen Hühner hat, und wisst ihr was? Sie haben mir genauso freundlich geantwortet (doch, wirklich!!! Verrückte Welt), dass es gar kein Problem gibt! Wenn es eins gegeben hätte, hätten wir natürlich entsprechend reagiert.

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    Hey nochmal,

    übrigens, wo wir gerade dabei sind: Mich nervt es tierisch, wenn Hauskatzen ständig in der Stadt rumstreunen (tief auf dem Land lass ich mir das ja noch gefallen).

    Bei Katzen akzeptiert man Dinge, die man bei einem Hund niemals durchgehen lassen würde.

    Nicht nur, dass man sowieso schon die ganzen Streuner hat, die den eigenen Garten als riesiges Katzenklo benutzen – nein, man muss sich auch noch mit den Katzen der Nachbarn rumschlagen.

    Ganz ehrlich, wenn sich eine Katze in meinen Garten wagt, kommt sie da wahrscheinlich nicht lebend wieder raus, wenn sie meine Husky-Hündin trifft. Aber wer ist dann am Ende der Buhmann und wird als Tierquäler abgestempelt, obwohl der Hund auf seinem eigenen Grundstück war?

    Denkt ihr eigentlich auch mal an die Hundebesitzer, deren Hunde keine Katzen mögen? Die müssen ständig auf der Hut sein, aus "Angst", dass plötzlich eine Katze vor ihrer Nase auftaucht und der Hund dann wie verrückt an der Leine zieht.

    Dann kriegt man immer zu hören, dass man seinen Hund halt im Griff haben muss. Tolle Antwort... aber hat der Besitzer der freilaufenden Katze sein Tier etwa unter Kontrolle, wenn er es einfach draußen rumlaufen lässt, nur damit es die Ruhe der anderen stört?

    Würdet ihr es auch okay finden, wenn ein großer Hund ohne Leine durch die Stadt läuft, weil es auch "seine Natur" ist, frei zu sein und nicht ständig an der Leine zu hängen?

    Also Leute, bevor ihr euch das nächste Mal beschwert, dass eure Katze vom "bösen Autofahrer" überfahren wurde (der das ja bestimmt mit Absicht gemacht hat!), sie vom Nachbarn vergiftet wurde (was ich absolut nicht gutheiße, nur mal so nebenbei) oder sie sich beim Nachbarn im Garten breit macht: Denkt mal ein bisschen nach...

    Mein Kommentar wird vielen nicht schmecken (ich weiß!), und die Besitzer von Freigängern werden jetzt sicher mit der typischen Antwort kommen, dass die Katze halt ihre Freiheit liebt, aber ihr seid nicht allein auf der Welt.

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    Hallo

    Wenn ich das richtig verstanden habe, hattest du überall in der Nachbarschaft Plakate aufgehängt, als er eine Woche lang weg war? Deine Nachbarn haben die gesehen und nicht gesagt, dass die Katze bei ihnen ist? Wenn das wirklich so war, wäre ich an deiner Stelle auch echt ein bisschen angefressen... Das Mindeste wäre ja wohl gewesen, dir kurz Bescheid zu geben, um dich zu beruhigen... Ansonsten stimme ich den vorherigen Posts zu: Du wirst deine Katze nicht davon abhalten können, zu den Nachbarn zu gehen. Aber wo ich absolut nicht mitgehe, ist die Sache mit dem Füttern. Wenn eine Katze aus der Nachbarschaft zu mir auf die Terrasse kommt, füttere ich sie garantiert nicht – mir ist ja klar, dass sie das regelmäßig von ihrer Familie wegtreibt! Das ist einfach eine Frage des gesunden Menschenverstands... Und ich muss echt sagen, dieser neue Trend, Leuten ein schlechtes Gewissen zu machen, die ihren Katzen Freigang ermöglichen (ja, wir lassen die Katze raus und sie „streunt“ nicht einfach nur rum), nervt mich langsam tierisch... Ich bin auch so eine Katzenbesitzerin, die ihre Katzen „rumstreunen“ lässt (Schande über mich!), obwohl ich mir der Risiken bewusst bin. Ich wohne zwar in einer eher ruhigen Gegend, aber es gibt trotzdem eine kleine Straße in der Nähe und meine Katzen lieben es nun mal, zu jagen und zu rennen... Und ich will nicht gegen ihre Natur ankämpfen... Ja, das Risiko ist höher, aber sie sind einfach glücklich, wenn sie raus dürfen...

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