Gestern habe ich meinen Kater einschläfern lassen und ich bereue es total. Er war krank (Leberkrebs) und hat schon lange nicht mehr richtig gefressen. Seit einer Woche hat er gar nichts mehr angerührt, davor waren es auch kaum 10 Gramm am Tag. Getrunken hat er trotzdem noch ein bisschen. Aber er wurde einfach immer schwächer. Trotzdem hat er noch reagiert, wenn ich ihn angesprochen habe; er hat es geliebt, wenn ich ihn gebürstet habe. Vorgestern ist er nur noch ganz langsam gelaufen und kam nicht mal mehr alleine aufs Sofa. Ich mache mir solche Vorwürfe, dass ich sein Leben beendet habe, auch wenn ich weiß, dass er unheilbar krank war. Ich hätte vielleicht noch ein bisschen warten können. Gestern war es einfach zu früh. Ich fühle mich so schlecht deswegen. Ging es jemandem von euch auch schon mal so?
Habe meinen Kater einschläfern lassen und bereue es jetzt so sehr
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Hallo, wir alle leiden so sehr darunter, unsere Katzen nicht mehr bei uns zu haben...
Ich weiß echt nicht mehr, was ich denken soll. Unsere erste Katze ist zu Hause gestorben, kurz vor dem Termin zum Einschläfern. Er hat geschrien und (zu) lange Minuten lang nach Luft gerungen. Er hat nach Luft geschnappt. Vergeblich.
Bei unserer nächsten Katze hatten wir beschlossen, nicht zu warten, weil der Krebs nach der OP zur Tumorentfernung in der Lunge zurückkam. Eines Tages wollte er nicht mehr fressen, trinken oder sich bewegen, er sah schlecht aus und seine Atmung wurde von heute auf morgen total schwerfällig... Wir bereuen es nicht, den Termin gemacht zu haben, es war „der Moment“ – wir wollten nicht, dass er genauso stirbt wie der erste. Aber am Ende mussten wir genau das Gleiche mit ansehen. Nach der ersten Spritze wurde die Katze unruhig und fing an, nach Luft zu schnappen und zu röcheln, als ob sie ersticken würde. Es war schrecklich. Sogar nach der letzten Spritze. Es hat gedauert. Sind eure Katzen nach der ersten Spritze einfach eingeschlafen? Oder ist das bei jeder Katze so? Viel Kraft euch allen...
Deine Nachricht hat mich wirklich sehr berührt. Man spürt so richtig, wie viele Schuldgefühle und wie viel Trauer du in dir trägst. Aber mach dir bitte keine Vorwürfe, das macht den Schmerz nur noch schlimmer. Sag dir einfach, dass deine kleine Maus jetzt ihren Frieden gefunden hat. Überleg mal, was sie in diesen zwei Jahren Kampf alles durchstehen musste. Nein, bereue bitte nichts, denn selbst wenn du noch ein oder zwei Wochen länger gewartet hättest, hätte das wohl am Ende nichts mehr geändert. Sie war ja gesundheitlich ohnehin schon sehr angeschlagen. So wie du schreibst, merkt man, dass du dich wirklich toll um sie gekümmert hast. Die Entscheidung, ein Tier einschläfern zu lassen, ist wahnsinnig schwer, aber du hast sie getroffen, weil du tief in deinem Inneren wusstest, dass es keine Hoffnung mehr gab. Lass dir jetzt einfach Zeit, damit die Wunden heilen können.
Ich bin in Gedanken bei dir
Viel Kraft für dich
Ich stecke gerade in der exakt gleichen Situation wie du... Meine Katze ist am Sonntag gegangen... Ich verstehe überhaupt nicht, warum ich dem Einschläfern zugestimmt habe, als der Tierarzt es vorgeschlagen hat. Ich weiß einfach, dass sie noch ein bisschen hätte leben können... Sie wurde mit nur einer funktionierenden Niere und einem Herzgeräusch geboren, aber sie hat 16 lange Jahre durchgehalten und in den letzten zwei Jahren hat sie so unglaublich gegen ihre Krankheit gekämpft... Dreimal wurde mir schon vorgeschlagen, sie einschläfern zu lassen, und ich habe jedes Mal abgelehnt – und jedes Mal hat sie sich wieder berappelt! Und diesmal habe ich trotzdem Ja gesagt... Ich begreife gar nicht, warum ich Ja gesagt habe, es fühlt sich an, als wäre ich das gar nicht gewesen, das kann doch nicht sein... Sie hat gelitten, aber ich bin sicher, sie hätte es noch ein weiteres Mal geschafft... Ich hasse mich gerade unendlich selbst, ich habe meine Katze getötet...
Hallo Lila, ich glaube, wenn man ein Tier verliert, fühlt man sich immer irgendwie schuldig. Bei meiner war es so, dass es ihr nach dem Klinikaufenthalt wegen Wasser in der Lunge total schnell schlechter ging. Ich hab sie dann mit einer Spritze zwangsernährt. Im Nachhinein hab ich viel zu lange mit dem Einschläfern gewartet... In den letzten Tagen hab ich zwar gesehen, dass sie sich quält, aber ich war einfach noch nicht so weit, sie loszulassen. Als ich dann endlich mit ihr zum Tierarzt bin, meinte er nur, dass sie eh schon im Sterben liegt. Ich weiß nicht mal, ob sie überhaupt noch mitbekommen hat, dass ich bei ihr war. Seitdem plagt mich das schlechte Gewissen, weil ich zu egoistisch war und nicht früher gehandelt hab. Aber mach dir bitte keine Vorwürfe – man versucht in so einer schweren Zeit einfach nur sein Bestes, und es ist verdammt hart, diejenige zu sein, die am Ende diese Entscheidung treffen muss.
Guten Abend Ptitemat,
danke für deine Nachricht. Die letzten Monate haben mir geholfen, wirklich zu begreifen, was er alles durchmachen musste. Sogar das Kortison, in das ich so viel Hoffnung gesetzt hatte, hat ihm gar nicht geholfen. Wenn ich lese, was dein Tierarzt gesagt hat, bestärkt mich das in meiner Entscheidung. Er fehlt mir so sehr. Ich habe seine Asche abgeholt, so ist er immer noch ganz nah bei uns. Letztendlich habe ich die richtige Entscheidung getroffen. Ich habe sein Leiden beendet, vor allem weil man für mein Baby, das ich so sehr liebe, einfach nichts mehr tun konnte. Ich hoffe, dir geht es einigermaßen gut. Das sind so verdammt schwere Situationen. Man weiß in dem Moment nie, ob man das Richtige tut. Aber wir sind am Ende auch nur Menschen und tun das, was uns in dem Augenblick richtig erscheint. Egal wie man sich entscheidet, der Schmerz ist derselbe. Versuch bitte, dir keine Vorwürfe zu machen, denn damit bürdest du dir nur noch mehr Leid auf, und das ist nicht nötig – du hast schon genug an seinem Verlust zu knabbern. Bestraf dich nicht doppelt. Ich bin mir ganz sicher, dass du eine super Mama für ihn warst. Dir auch ganz viel Kraft!
Hallo Lila,
mach dir bitte keine Vorwürfe... Ich musste diese Entscheidung für meinen Panther auch treffen und ich habe viel zu lange gewartet. Die letzten zwei Tage waren echt die Hölle für ihn, und für mich auch...
Als ich ihn zum Tierarzt gebracht habe, hat er mir erklärt, dass Katzen sich oft nichts anmerken lassen. Wenn man dann endlich sieht, dass es ihnen richtig schlecht geht, leiden sie eigentlich schon lange, aber sie krallen sich bis zum Ende fest.... Er meinte auch, dass es richtig war, ihn zu bringen und nicht auf den Tag zu viel zu warten. Sonst wird das Ganze zu einem Notfall, was für alle Beteiligten – das Tier, den Tierarzt und den Besitzer – noch viel schwerer zu verkraften ist...
Ich denke, man muss da auf sein Bauchgefühl vertrauen. Wir kennen unsere Tiere wie niemand sonst und wir spüren, wann der richtige Moment für sie gekommen ist.
Viel Kraft für dich
Du hast recht, Aurore, genau so ist es. Gestern war ich mir nicht ganz sicher, ob es der richtige Moment war, und die Zweifel haben sich so richtig eingeschlichen. Aber tief in mir drin wusste ich, dass ich ihn nicht leiden lassen wollte. Es war so hart zu sehen, dass er nichts mehr gefressen hat und immer schwächer wurde. Und wie du sagst, er hätte sonst ja nur weitergelitten. Es ist einfach eine schreckliche Erfahrung, die man da durchmacht. Aber wie alle prägenden Erlebnisse nimmt man wohl eine Lehre daraus mit.
Weißt du, man macht sich immer Vorwürfe, wenn man ein Tier gehen lässt, und fragt sich, ob es wirklich der richtige Zeitpunkt war.
Aber hättest du es nicht getan, hätte er nur gelitten und du hättest dir deswegen genauso Vorwürfe gemacht.
Er hätte zwar sicher noch ein bisschen länger gelebt, aber um den Preis von schrecklichen Qualen.
Das ist der letzte Liebesbeweis, den du für ihn erbringen konntest.
Viel Kraft.