Bin mir unsicher, ob ich meinen Kater einschläfern lassen soll oder nicht

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Hallo zusammen,

ich schreibe euch, um einen Rat wegen meinem Kater zu bekommen, er ist 13 Jahre alt.

Er leidet am Calicivirus, das er sich vor etwa 7 Jahren durch Kontakt mit einer fremden Katze eingefangen hat.

Direkt danach habe ich eine erste Zahnsteinentfernung machen lassen, die sehr gut verlaufen ist. Er bekam regelmäßig Spritzen mit Cortison/Antibiotika und verschiedene andere Behandlungen (Homöopathie usw.), wodurch es ihm eigentlich recht gut ging.

Im September 2020 habe ich bemerkt, dass sein Maul total dreckig wurde; er konnte sich dort nicht mehr selbst putzen und hatte trotz der Behandlungen Probleme beim Fressen.

Die Tierärztin hat mir dann eine neue Zahnsteinentfernung empfohlen, die wir im November 2020 durchgeführt haben.

Hier die chronologische Zusammenfassung:

- November: Die Zahnsteinentfernung lief sehr schlecht. Der Kater wollte nichts mehr fressen oder trinken, war völlig apathisch, hat sich verkrochen und extrem abgenommen, bis er nur noch Haut und Knochen war. Er war total am Ende und die Ärztin hatte Angst, dass er es nicht überlebt. Ich bin sicherheitshalber noch zu anderen Tierärzten, die zwar meinten, dass die Zahnsteinentfernung gut gemacht wurde, er die OP aber einfach sehr schlecht verträgt und solche Schmerzen im Maul hat, dass er nicht fressen kann. Er bekam regelmäßig Infusionen und ich habe versucht, ihn zum Fressen zu bewegen, indem ich ihm zig verschiedene Sachen zur Auswahl angeboten habe.

- Anfang Januar 21: Er fängt endlich wieder an zu fressen und nimmt zu. Er frisst nur gekochtes, fein geschnittenes helles Fleisch, und nach und nach versuche ich, ihn wieder an Katzenfutter zu gewöhnen.

- Januar/Februar 21: Er frisst zwar, aber sein Verhalten wird seltsam: Er miaut Tag und Nacht, macht jeden Tag zur gleichen Zeit und am gleichen Ort Pipi außerhalb des Katzenklos, obwohl ich alles versuche, um es ihm abzugewöhnen – ich bin echt am Verzweifeln. Außerdem nimmt er kaum noch am Familienleben teil, verbringt die ganze Zeit in der Küche auf den Stühlen und wartet darauf, gefüttert zu werden, als wollte er alles nachholen. Er ist wie ein Magen auf vier Pfoten, wir haben keinen richtigen Draht mehr zu ihm und die Situation ist schwer zu händeln.

- März 21: Wieder beim Tierarzt (zu dem Zeitpunkt bekommt er einmal im Monat eine Spritze gegen die Schmerzen). Die Ärztin sagt mir, dass ich ans Einschläfern denken muss, weil er wieder abnimmt, dehydriert ist und sein Maul wieder total entzündet und dreckig ist. Ich weigere mich, weil ich spüre, dass er noch nicht aufgibt.

==> Fortsetzung folgt

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12 Antworten
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    Hallo, ich bin zwar etwas spät dran mit meiner Antwort, aber ich würde gerne wissen, wie es bei dir weitergegangen ist, weil ich gerade in genau der gleichen Situation stecke wie du. Mein Kater ist 13 und im November wurde bei ihm das Calicivirus festgestellt. Es hat nicht das Zahnfleisch angegriffen, sondern den hinteren Rachenbereich und den Gaumen (blutige Geschwüre). Er hat Blut gesabbert. Wir haben ihm Spritzen gegeben, aber das ging leider auf die anderen Organe. Zähne ziehen kommt nicht infrage, weil das Problem an einer anderen Stelle liegt. Es gibt außer Kortison keine Behandlung. Ich gebe ihm die Tabletten zerbröselt ins Nassfutter, aber er frisst es nicht mehr ganz auf. Genau wie deiner ist er nur noch Haut und Knochen. Er verbringt sein Leben in der Küche und wartet auf die nächste Portion, die er dann aber kaum anrührt. Er putzt sich nicht mehr und seit 10 Tagen macht er überall hin, nur nicht in sein Katzenklo. Es bricht mir das Herz, ihn so elend zu sehen, und ich bin völlig verzweifelt, weil mein Tierarzt mir zu gar nichts rät! Ich habe ihm heute erst geschrieben, dass ich meinen Kater nicht mehr leiden sehen will. Diese Worte zu schreiben, hat mich total fertiggemacht, aber ich will nicht, dass er unnötig leidet. Ihn so dahinsiechen zu sehen, zerreißt mir einfach das Herz.. Ihn einschläfern zu lassen, kommt mir so grausam vor, weil er ja noch irgendwie überlebt – aber ist das bei aller Liebe, die ich für ihn empfinde, noch ein würdiges Leben für eine Katze? Und zu allem Überfluss fängt mein anderer, jüngerer Kater an, ihn zu attackieren, was er vorher nie gemacht hat. Ich bin total am Ende und weiß nicht mehr weiter. Ich habe selten einen Erfahrungsbericht gefunden, der meinem so ähnlich ist.. Danke für deine Rückmeldung.
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    Sie war 4 Jahre alt, glaube ich. Ich hab sie mit 2 bekommen, da war sie in einem echt üblen Zustand mit einem heftigen Calicivirus. Zwei Jahre lang ging es so einigermaßen, und als ich wegen meines Umzugs die Tierärztin gewechselt habe, hat sie mir das sofort vorgeschlagen. Ich hab’s gemacht und nie bereut. Aber auch mit 13 würde ich es wagen, sie kann ja noch ein paar schöne Jahre haben. Natürlich verstehe ich, wenn man keine unnötige Quälerei will, da bin ich eigentlich auch dagegen, aber nur wegen des Calicivirus würde ich das Risiko eingehen. Sie hat ja eh nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen.
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    Ulalie,

    wie alt war deine Katze eigentlich, als sie operiert wurde, und in welchem Zustand war sie im Vergleich zu dem, was Lottarosie uns hier beschreibt? Ich frage deshalb, weil das ja wichtige Punkte für Lottarosies Entscheidung sind – ich kann ihren Schmerz und ihr Zögern echt total verstehen. Solche Situationen sind einfach immer so verdammt schwer!

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    Der Tierarzt gibt nach dem Zähneziehen Schmerzmittel mit. Bei meiner hab ich gar kein Leiden gesehen, sondern eher eine riesige Erleichterung. Schon eine Woche später hat sie wieder ihr Trockenfutter gefressen, weil Katzen echt hartes Zahnfleisch haben und auch ohne Zähne ganz normal fressen können. In der ersten Woche das TroFu einfach mit lauwarmem Wasser mischen, um eine Suppe draus zu machen, oder halt Nassfutter geben, falls sie das mag. Ansonsten musst du das selbst entscheiden, wir können da nicht in deiner Haut stecken – jeder macht das so, wie er es für richtig hält. Das Wichtigste ist, dass du deine kleine Miez nicht leiden lässt. Also, am besten schnell handeln!
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    Natürlich verstehen wir deine Situation. Ich kann dir leider nicht direkt weiterhelfen, da ich mit dieser Krankheit noch nie zu tun hatte, aber wie viele hier musste auch ich schon die Entscheidung treffen, ein Tier einschläfern zu lassen, und das ist einfach schrecklich. Ich kann dir nur mein ganzes Mitgefühl für dein armes Kätzchen und für dich aussprechen. Was auch immer du entscheidest, mach dir keine Vorwürfe – du wirst ganz sicher das tun, was dein Herz dir sagt. Schreib dir hier ruhig weiter deine Sorgen und Gefühle von der Seele, und ich hoffe sehr, dass dir jemand anderes noch besser helfen kann als ich.
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    Hallo zusammen, danke euch allen für eure Antworten! Echt lieb von euch, dass ihr euch die Mühe gemacht habt. Also, ich muss ehrlich sagen, dass ich mich nach einigem Überlegen und Gesprächen mit meinem Partner echt schlecht bei dem Gedanken fühle, die Zähne ziehen zu lassen. Im Grunde kann ich die Einstellung der beiden Tierärzte, die wir bisher gefragt haben, auch verstehen. Einerseits kommt mir das irgendwie wie reinste Schlachterei vor. Sorry, aber ich hab echt Probleme mit der Vorstellung: Mir wurden selbst schon Zähne gezogen und die Schmerzen waren echt heftig! Und ich wusste wenigstens, warum das gemacht wird, konnte Schmerzmittel nehmen und kühlen. Aber eine Katze? Die versteht ja gar nichts und die Schmerzen müssen extrem sein! Dann kommt noch dazu, dass mein Kleiner schon eine simple Zahnsteinentfernung so schlecht weggesteckt hat, dass ich mir eine größere OP gar nicht ausmalen will. Ich hab euch ja noch gar nicht erzählt, dass er danach nicht nur zwei Monate lang nichts fressen konnte (obwohl er sichtlich Hunger hatte und vor dem Napf sabberte), sondern nach der OP plötzlich taub geworden ist! So verrückt das klingt, es ist wahr, er hört jetzt absolut gar nichts mehr. Die zweite Tierärztin (die hier in der Gegend einen super Ruf hat) meinte, dass sowas in ganz seltenen Fällen vorkommen kann... und mein Kater war schon immer extrem sensibel (obwohl ich ihn schon mit zwei Monaten bekommen und sein Leben lang nur verwöhnt und beschützt habe). Sie war selbst total überrascht, wie schlecht er auf alles reagiert hat, und wollte danach sogar die leichte Sedierung für die Infusionen weglassen, das muss man sich mal vorstellen... Das bringt mich zum dritten Punkt: Mal angenommen, ich lasse die Zähne ziehen – das wäre psychisch und physisch eine totale Qual für ihn. Selbst wenn er die OP überlebt und dann wochenlang höllische Schmerzen hat, nicht fressen oder trinken kann wie beim letzten Mal... stellt euch das mal vor: Das hieße wieder ständig zum Tierarzt für Infusionen, jedes Mal zwei bis drei Tage dort bleiben. Und wenn er es dann doch nicht schafft, müsste ich ihn am Ende doch einschläfern lassen. Dann hätte er in seinen letzten Wochen noch viel mehr gelitten als jetzt schon... die Vorstellung ist einfach schrecklich. Ich hatte schon nach der Zahnsteinreinigung solche Schuldgefühle und dachte mir, ich hätte es vielleicht einfach lassen sollen, statt ihm das anzutun. Wenn ich das jetzt mache, würde ich mir das nie verzeihen... Ich weiß nicht, ob ihr mich versteht... aber ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass ich diese Zahn-OP ruhigen Gewissens machen lassen kann. Gleichzeitig bringe ich es aber nicht übers Herz, ihn einschläfern zu lassen. Aber ich sehe ja auch, dass es ihm nicht gut geht: Wie auch, mit dem entzündeten Maul, kaum Futter, zu wenig Flüssigkeit und dem ungepflegten Fell... Es ist eine furchtbare Situation. Ich fühle mich so gefangen... Sorry, dass ich euch hier so meine Gefühle ausschütte, aber die Situation nimmt mich total mit. Ich bin fix und fertig und weiß einfach nicht mehr weiter... Danke euch.
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    Blue_Cat
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    Hallo, deine Katze leidet ja schon wirklich lange, trotz all deiner Bemühungen. Meine ganz persönliche Meinung ist, dass man eine komplette Zahnextraktion versuchen sollte – das ist oft die einzige wirkliche Rettung bei Calici. Entweder es geht gut aus und es gibt eine reelle Chance, dass die Schmerzen aufhören und sie wieder fressen kann (außer Trockenfutter natürlich). Oder sie wacht aufgrund ihres schlechten Zustands gar nicht mehr aus der Narkose auf. Dann wäre ihr Leiden aber auch beendet. Die schlechteste Lösung wäre, sie einfach weiter leiden zu lassen, ohne noch etwas zu versuchen. Eine Katze wird dich nie bitten, ihr Leiden zu beenden, aber das, was du beschreibst, zeigt eine Katze, die permanent Schmerzen hat. In der Natur wäre sie wohl schon längst verhungert, wie so viele Streuner mit dieser Mistkrankheit. Viel Kraft dir, das sind wirklich schwere Situationen.
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    P
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    Hallo!

    Ich denke auch, dass eine Zweitmeinung von einem anderen Tierarzt sinnvoll wäre. Viel Kraft!

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    ?
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    Bevor man direkt ans Einschläfern denkt, würde ich mich für die Extraktion entscheiden. Wenn es gut geht – was ja absolut nicht ausgeschlossen ist – ist die Katze gerettet. Und falls nicht, musst du dir hinterher wenigstens keine Vorwürfe machen oder dich schuldig fühlen. So würde ich das an deiner Stelle machen: Wenn man noch was versuchen kann, dann versucht man es auch. Erst wenn es wirklich gar nicht mehr geht, okay, dann denkt man ans Einschläfern, aber es sagt ja keiner, dass es schiefgehen muss. Schlag ihnen doch vor, eine Verzichtserklärung zu unterschreiben, wenn die so Schiss haben. Das ist echt unglaublich. Die könnten es doch wenigstens versuchen und dich einfach über die großen Risiken aufklären, damit du die Entscheidung in voller Kenntnis der Lage treffen kannst.
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    Hallo,

    vielen Dank für deine Rückmeldung, echt lieb, dass du mir geantwortet hast.

    Das Problem ist, dass wir die Option, die Zähne zu ziehen, zwar schon in Betracht gezogen haben, aber das lässt sich gerade nicht umsetzen. Da die Zahnsteinentfernung so richtig schiefgegangen ist, will sich kein Tierarzt, bei dem ich war, mehr an eine erneute OP trauen oder sein Maul überhaupt noch mal anfassen...

    Was soll ich nur machen? Würdet ihr es trotzdem mit der Extraktions-OP versuchen? Danke euch vielmals!

    Übersetzt Französisch
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