Adoption einer ängstlichen Katze – 1 Monat später

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Hallo an alle 🙂 Vor genau einem Monat haben wir eine 2-jährige Kätzin aus dem Tierheim adoptiert, die dort zusammen mit mehreren anderen Katzen von einem Grundstück aufgenommen wurde.

Sie war kurz davor schon mal bei einer Adoptantin, die sie nach 3 Tagen zurückgebracht hat, weil sie zu ängstlich war (no comment…). Wir haben uns sofort in sie verliebt und wollten ihr eine zweite Chance geben.

Da sie nie in einer Pflegefamilie war, wusste niemand wirklich, in welcher Umgebung sie sich am wohlsten fühlen würde.

Adoption einer ängstlichen Katze – 1 Monat später

Bevor sie bei uns ankam, hatten wir schon eine Woche lang einen Feliway-Diffuser laufen. Ihren Kratzbaum, ihr Futter und ihre Katzentoilette haben wir ins Wohnzimmer gestellt, weil wir da kaum sind.

Sie hat sich sofort in das Versteck oben im Kratzbaum verzogen, von wo aus sie den Raum beobachten kann, ohne gesehen zu werden. Und seit einem Monat hat sich nicht viel verändert.

Sie miaut jede Nacht, traut sich weder zu fressen, noch zu schlafen, noch ihre Notdurft zu verrichten oder aus ihrem Versteck zu kommen, wenn wir im selben Raum sind. Meistens wartet sie die Nacht ab für ihre „Geschäfte

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18 Antworten
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    Youli Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Ich bin echt neidisch, mein Beitrag zur Thread-Erstellung war gefühlt kürzer oder zumindest genauso lang wie deiner, aber er wollte einfach nicht gepostet werden – erst wegen eines falschen Captchas und dann hieß es, die Nachricht sei zu lang.

    Wie dem auch sei, ja, ich verstehe vollkommen, dass Katzen im ersten Monat aggressiv sein können, weil sie in einer Umgebung mit Menschen oder anderen Tieren sind, die sie noch gar nicht kennen.

    Meine ist ein bisschen aggressiv, weil sie noch so klein ist, sie will nicht wirklich, dass man ihr zu nahe kommt. Ich lass sie einfach machen, was sie will, um sie zu nichts zu drängen. Ich hab mal versucht, ihr ein Stück Karotte zu geben, da hat sie mich an der Brust gekratzt – aber ich bin ihr nicht böse. Ich werde das jedenfalls nicht noch mal versuchen.

    Dafür ist die Katze aber echt entspannt, ich habe sie mal mit sechs Hamstern zusammen gelassen, die in einem Zimmer der Wohnung frei rumliefen. Sie hat zu keinem Zeitpunkt versucht, mit den Hamstern zu spielen oder sie zu ärgern. Sie hat sie einfach herumlaufen lassen, wo sie wollten, und hat kein einziges Mal versucht zuzubeißen oder nach ihnen zu pföteln.

    Mein anderer Kater hingegen fackelt nicht lange und jagt sie sofort.

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    Sofrak Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Hallo Toukannie, Respekt für deine Geduld und dass du es geschafft hast, die kleine Mietz zu zähmen! :) Du hast echt wahnsinnig viel Geduld mit ihr bewiesen, da kann ich mir nur ein Beispiel an dir nehmen, damit Nes genug Zeit zum Eingewöhnen hat! Und danke für die Geschichte, das bestärkt mich in meiner Entscheidung, ihr ein besseres Leben bieten zu wollen. Die ersten zwei Monate waren... echt schwierig, weil ich das Gefühl hatte, ihr kein glückliches Leben bieten zu können – also ziemlich viel Frust und Schuldgefühle. Ich merke durch diese Erfahrung, dass man echt über seinen Schatten springen muss, um eine Bindung zu diesen kleinen Seelchen aufzubauen, die durch Menschen so verletzt wurden (sowohl körperlich als auch psychisch...). Diese Woche hat Nes riesige Fortschritte gemacht. Sie kommt jetzt aus ihrem Versteck und setzt sich abends oben auf den Kratzbaum. Ich konnte sie sogar schon richtig streicheln! Ich hab Katzenschnurren über die Lautsprecher angemacht und sie hat sich total entspannt!! Sie hat aus meiner Hand gefressen, meine Hand abgeschleckt und ihr Köpfchen gegen meine Hand gedrückt, als ich sie gestreichelt hab... kurz gesagt, sie hat mir endlich gezeigt, dass es ihr hier doch ganz gut gefällt ^^

    Nachts hört man sie jetzt mit dem Katzenminze-Stofftier spielen, das ich ihr bei der Ankunft auf den Baum gelegt hab. Also nur Positives ++! Vielen Dank für all eure Berichte und Tipps!!

    Hallo zusammen,

    ich klinke mich hier mal in diesen super hilfreichen Thread ein, um zu fragen, ob ihr vielleicht neue Infos für uns habt. Ich habe nämlich am 30. Januar dieses Jahres zwei sehr scheue Katzen adoptiert. Obwohl sie nachts aus ihren Verstecken kommen, um ihr Geschäft zu verrichten, zu fressen und zu spielen, kann ich immer noch nicht mit ihnen interagieren. Das ist echt frustrierend, langsam frage ich mich sogar, ob sie sich bei mir überhaupt wohlfühlen.

    Das Einzige, was klappt, ist einer von beiden Schinken aus der Hand zu geben – aber halt nur bei der einen. Wenn sie auf den Stühlen sitzen, während ich auf der Couch bin, spiele ich quasi alleine mit der Katzenangel und sie schauen mir nur dabei zu ^^

    Ich weiß, dass es Monate dauern kann, bis der Knoten platzt, aber ich mache mir Sorgen: Was, wenn das nie passiert? Ich kann mir gerade gar nicht vorstellen, in den Urlaub zu fahren und sie alleine in der Wohnung zu lassen, wenn nur ab und zu mal jemand zum Nachschauen vorbeikommt.

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    20pattes57 Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Geduld, Nachsicht und Liebe: Du gibst ihr genau die richtige Mischung 👌 Sie fängt langsam an aufzutauen, und wenn sie erst mal richtig aufgeblüht ist, wirst du die ganzen Zweifel und die Entmutigung vergessen, die einen manchmal so plötzlich überkommen, wenn man es mit ängstlichen Katzen zu tun hat.

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    Ninjap27 Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Hallo, hast du Neuigkeiten von Nes und Morfale für uns? Ich würde mich riesig freuen, mal wieder was von den beiden zu lesen. Ich habe gerade den kleinen Ziggy adoptiert, der mich auch ganz schön auf Trab hält... Deine Geschichten machen mir echt Mut! Danke :)
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    Marie2908 Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Da hast du recht, man muss da echt Geduld haben :)

    Haha, Morfale ist ja super süß!

    Ich hoffe, dass deine Mieze auch weiterhin so gute Fortschritte macht ;)

    Ich melde mich dann wieder mit Neuigkeiten von der kleinen Nes,

    Bis bald!

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    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Echt super, dass sie anfängt, sich so gut zu entwickeln und zutraulicher zu werden. Ich glaube, das „Geheimnis“ ist einfach, dass man ihr eigenes Tempo akzeptiert. Wir haben unsere Mieze „Morfale“ genannt, weil sie total unersättlich war und das Futter so in sich reingeschlungen hat, bis sie sich übergeben musste. Wir haben ihr dann monatelang über den Tag verteilt immer nur ganz kleine Portionen gegeben, und mittlerweile teilt sie es sich selbst gut ein. Dass Nes nach zwei Monaten schon deine Streicheleinheiten annimmt, ist toll – sie wird sicher mal viel verschmuster als unsere, die das zwar toleriert, aber mehr auch nicht.

    Danke, dass du uns ab und zu auf dem Laufenden hältst, damit wir ihre Entwicklung mitverfolgen können.

    Bis bald und hoffentlich gibt's bald wieder neue Fortschritte!

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    Marie2908 Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Hallo Toukannie,

    echt super, dass du so viel Geduld hattest und es geschafft hast, die kleine Maus zu zähmen! :)

    Du hast ihr gegenüber so viel Geduld bewiesen, da kann ich mir nur ein Beispiel an dir nehmen, um Nes die Zeit zu geben, die sie zum Eingewöhnen braucht!

    Und danke für die Geschichte, das bestärkt mich total in meiner Entscheidung, ihr ein besseres Leben schenken zu wollen.

    Die ersten zwei Monate waren... echt kompliziert, weil ich nicht das Gefühl hatte, ihr ein Leben bieten zu können, das sie glücklich macht. Da waren also eine Menge Frust und Schuldgefühle im Spiel.

    Ich merke durch diese Erfahrung, dass man wirklich über seinen Schatten springen muss, um eine Bindung zu diesen kleinen Wesen aufzubauen, die durch das Verhalten von Menschen so verletzt wurden (sowohl körperlich als auch psychisch...).

    Diese Woche hat Nes riesige Fortschritte gemacht. Sie kommt jetzt aus ihrem Versteck und setzt sich am späten Nachmittag oben auf den Kratzbaum.

    Ich habe sogar eine Schmuserunde mit ihr geschafft! Ich hatte über die Lautsprecher Schnurr-Geräusche von Katzen angemacht und sie hat sich total entspannt!! Sie hat aus meiner Hand gefressen, meine Hand abgeschleckt und ihr Köpfchen dagegen gedrückt, als ich sie gestreichelt habe... kurz gesagt, sie hat mir endlich gezeigt, dass sie ihre Umgebung doch gar nicht so doof findet ^^

    Man hört sie jetzt nachts mit dem kleinen Katzenminze-Plüschtier spielen, das ich ihr bei ihrer Ankunft auf den Baum gelegt habe, also alles nur positiv ++ !

    Vielen lieben Dank für eure ganzen Berichte und Tipps !!

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    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Da ich letztes Jahr in einer ähnlichen Situation war wie du, kann ich dir nur sagen: Du brauchst echt jede Menge Geduld. Mein Mann und ich sind im Dezember 2017 aufs Land gezogen. Als wir ankamen, stand plötzlich eine kleine, verhungerte und total abgemagerte Katze vor dem Haus. Offensichtlich hat sie Futter gesucht, aber sie hat überhaupt nicht gemiaut und ist immer so 8 bis 10 Meter auf Abstand geblieben. Wir haben ihr einen Teller hingestellt, aber sie hat erst gefressen, als wir ganz weit weg waren. Das haben wir wochenlang so gemacht und nach und nach ist der Abstand immer kleiner geworden. Nach 3 Monaten durften wir sie dann das erste Mal ein bisschen streicheln. Wir haben dann rausgefunden, dass sie ihr Versteck in einem Holzstapel hatte, so etwa 50 Meter vom Haus entfernt. Von sich aus kam sie dann immer öfter vors Haus, aber halt immer noch mit Sicherheitsabstand. Im April haben wir angefangen, ihr den Teller in der Küche hinzustellen – die Tür ließen wir sperrangelweit offen, damit sie keine Panik bekommt. Dann gab's eine Decke auf der Terrasse und im Juni ein Körbchen in der Küche, immer noch bei offener Tür. Sobald es dunkel wurde, ist sie aber jedes Mal wieder konsequent in ihren Holzstapel abgehauen. Im Februar war sie dann ausgewachsen. Ich schätze, im Dezember davor war sie so 9 oder 10 Monate alt. Sie hatte sichtlich panische Angst vor Menschen, Lärm und eigentlich allem – die kleinste Kleinigkeit hat sie völlig fertiggemacht. Ich glaube, sie muss früher geschlagen worden sein, weil sie ein Problem am Kiefer hatte und ein Stück vom Ohr fehlte. Und eben kein einziges Miauen. Und im August hat sie dann plötzlich angefangen zu kommunizieren... und mittlerweile ist sie eine richtige Quasselstrippe! Im November hat sie uns dann klargemacht, dass sie nachts im Haus bleiben will. Wir haben es ausprobiert, obwohl sie das Katzenklo, das wir seit August stehen hatten, keines Blickes gewürdigt hat... ich dachte schon, ich muss nachts extra aufstehen und ihr die Tür aufmachen, wenn sie mal muss. Das hab ich dann einen Monat lang gemacht, und... eines Morgens im Dezember war das Klo tatsächlich benutzt worden... Seitdem lebt sie bei uns, hält aber immer noch ein bisschen Abstand. Sie reibt sich an uns, und das nicht nur, wenn es Futter gibt. Sie lässt sich auch streicheln, aber nicht zu viel, und sie sucht ständig unsere Nähe. Sie ist total lieb, ruhig und einfach nur zuckersüß. Sie gehört jetzt voll dazu, ist aber immer noch schüchtern, wenn Besuch kommt. Dann verkrümelt sie sich unter die Treppe, aber wenigstens nicht mehr in den Holzstapel... Was aber gar nicht geht: Sie auf den Arm nehmen, hochheben oder auf den Schoß setzen... da kriegt sie die totale Panik... Sie kratzt nicht und faucht auch nicht, aber sie schreit dann richtig, als hätte sie Schmerzen. In den anderthalb Jahren hat sie riesige Fortschritte gemacht und ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass da noch mehr kommt. Also sei wirklich geduldig, denn es dauert eben, aber es lohnt sich total. Ich hoffe, meine Geschichte hilft dir und macht dir Mut, dass sich bei deiner Katze auch noch viel tun wird.
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    Hallo!

    Kleines Update nach 2 Monaten seit der Adoption…

    Sie scheint sich mittlerweile in ihrem Revier wohlzufühlen, aber sie kommt mit der menschlichen Anwesenheit echt noch nicht klar und miaut immer noch jede Nacht. Es ist für sie immer noch unmöglich, aus ihrem Versteck zu kommen, wenn wir da sind, aber mittlerweile putzt sie sich manchmal, wenn wir im Raum sind. Ich nehme also an, dass sie uns nicht als Gefahr sieht, solange wir einen gewissen Abstand halten und keinen Lärm machen. Nachts kommt sie aus ihrem Versteck, um ganz oben auf dem Kratzbaum zu schlafen. Manchmal überraschen wir sie dabei, aber sie haut dann nicht mehr direkt ab. Sobald es aber hell wird, verzieht sie sich wieder in ihr Versteck.

    Inzwischen faucht sie sehr regelmäßig, wenn man ihr zu nahe kommt. Sie scheint echt keinerlei Interaktion mit uns zu wollen und interessiert sich auch immer noch nicht für das Spielzeug, das wir ihr anbieten.

    Seit anderthalb Wochen teste ich Bachblüten als Spray im Wasser und im Nassfutter. Sie scheint weniger Angst vor Geräuschen zu haben, aber außer der Sache mit dem Putzen habe ich bisher keine weiteren Veränderungen bemerkt. Vielleicht wäre die Version als Tropfen effektiver!

    Was die Idee mit dem Löffel angeht: Ich habe ihr mehrmals Nassfutter angeboten und versucht, damit vorsichtig ihr Gesicht zu berühren, aber sie weicht jedes Mal zurück und scheint total verängstigt zu sein, wenn ihr etwas zu nahe kommt. Einmal habe ich es geschafft, ihr ein bisschen Futter ans Mäulchen zu schmieren, aber sie hat sich vor lauter Angst nicht mal getraut, sich die Schnute abzulecken :/

    Im Moment wissen wir also nicht so recht, was wir noch tun sollen, außer sie in Ruhe zu lassen und zu warten, bis sie irgendwann von selbst rauskommt oder auf uns zukommt... ^^

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    Kirikiri
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    Du musst einfach dranbleiben und dich über jeden klitzekleinen Fortschritt freuen!

    Sie sieht echt total hübsch aus!

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