Schlafen im Schlafzimmer: Schlechte Idee?

Mishouk
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Hallo!

Zuerst mal wollte ich sagen, dass ich die verschiedenen Themen hier im Forum mit großem Interesse lese. Ich bin echt beeindruckt, wie viel Zeit und Energie manche von euch investieren, um uns etwas ratlosen Hundebesitzern weiterzuhelfen.

Ich habe durch euch schon viel gelernt, danke dafür!

Aber kurzum, kommen wir zum Thema:

Ich habe schon einiges zu der Frage gelesen, aber die Meinungen gehen so weit auseinander, dass mich das echt verunsichert. Ich werde bald einen Weißen Schäferhund adoptieren, Ende Dezember zieht er bei uns ein, wenn alles gut geht.

Ich habe eine Frage zum Schlafen, was ja anscheinend ein Riesenthema ist!

Ist es für das Wohlbefinden des Hundes wirklich so wichtig, dass er nicht im Schlafzimmer schlafen darf? Ich dachte eigentlich daran, den Welpen mit in mein Zimmer zu nehmen, an einen Platz, den ich extra dafür herrichte. Wenn ich so auf Züchter-Seiten rumsurfe, sehe ich aber, dass manche davon abraten – vor allem im Sinne des Hundes.

Dass mal was kaputt geht oder ein Malheur passiert, darauf bin ich vorbereitet und das macht mir auch nicht so viel aus. Aber wenn es wirklich schlecht für den Hund ist, macht mir das schon eher Sorgen...

Danke schon mal für eure Antworten!

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25 Antworten
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    Caroline-eg Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Ich glaube eigentlich, dass wir es sind, die dem Hund unbedingt einen Schlafplatz zuweisen wollen. Ich habe zwei Hunde, die super allein bleiben können und trotzdem bei mir schlafen. Das Getrenntsein kann man ja auch zu anderen Zeiten am Tag üben. Aus meiner Erfahrung mit insgesamt sieben Hunden, seit ich klein bin, hatte ich nie das Gefühl, dass das die Angst beim Hund steigert – und wir hatten nie Hunde, die dafür bekannt waren, besonders gut allein bleiben zu können. Aber man muss halt Regeln aufstellen, gerade wenn du den Hund mit ins Bett lässt. Man schickt den Hund immer freundlich von seinem Platz runter, man schmeißt ihn nicht einfach raus. Nachts hab ich sowieso eher das Gefühl, dass die Hunde sich eher das aussuchen, was bequem ist, statt nur die Nähe zum Herrchen zu suchen. Am Ende sollte man einfach das machen, was einem gefällt. Ich hab so meine Probleme mit diesen ganzen neuen Regeln, die Hund und Halter unter irgendwelchen Vorwänden manchmal nur frustrieren. Für mich ist es nicht überlebenswichtig, mit meinen Hunden zu schlafen, aber manche lieben es einfach und es beruhigt sie – also mach es ruhig (wenn der Hund das auch will, natürlich; mein Iago entscheidet sich manchmal für den Flur, dann lasse ich ihn auch). Was man aber nicht machen sollte, ist, den Hund einem in jedes Zimmer folgen zu lassen. Lass deinen Hund nicht mit ins Bad, auf die Toilette oder direkt neben dich, wenn du gerade kochst.
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    Mishouk
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    Vielen Dank für eure Antworten.

    Ich bin mit verschiedenen Hunden aufgewachsen und die meisten durften auch in die Schlafzimmer, aber wie bei dir, Ulthia, haben sie dort nicht unbedingt die Nacht verbracht. Kann es also das Training zum Alleinebleiben beeinträchtigen, wenn man den Hund bei sich schlafen lässt?

    Die Hunde, mit denen ich zusammengelebt habe (hauptsächlich als Pflegestelle), hatten alle mehrere Schlafplätze – für tagsüber, für nachts, im Wohnzimmer, im Schlafzimmer, im Garten... und sie haben immer abgewechselt. Das ist dann wohl eher die Ausnahme :/

    (Was Partner angeht, ist das in diesem Fall kein Problem, aber man muss natürlich aufpassen, dass man keine Gewohnheiten festigt, die man später bereut!)

    Das Problem ist auch, dass aktuell noch jemand im Wohnzimmer schläft. Der Hund wäre also, zumindest im Moment, sowieso immer bei jemandem. Vielleicht ist es trotzdem besser, ihn an einen festen Ort zu gewöhnen, besonders den Wohnbereich...

    Wir haben geplant, ihn langsam daran zu gewöhnen, ein paar Stunden am Tag alleine zu sein, erst mal ganz schrittweise nach den klassischen Methoden (5 Min raus, dann 10, usw.). Ich hab nur Sorge, ihn zu stressen oder zu verunsichern.

    Danke nochmal, ich muss mir das alles erst mal durch den Kopf gehen lassen.

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    ?
    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Hallo, also ich bin da wohl ein schlechtes Vorbild, weil meine Hunde schon immer bei mir geschlafen haben. Natürlich im Körbchen, aber sie dürfen mit ins Schlafzimmer (nur nachts und wenn ich auch da bin). Nachts kommen und gehen sie dann, wie sie wollen – manchmal fangen sie die Nacht bei mir an und schlafen dann im Wohnzimmer zu Ende... Sie sind also nicht total abhängig, aber das mussten wir erst mal trainieren. Es kommt halt echt darauf an, was du erlauben willst oder nicht, und auch darauf, was ein aktueller oder zukünftiger Partner akzeptieren würde – man will den Hund ja später nicht unnötig verwirren... Das musst du wirklich selbst wissen, auch je nach Hund. Mein Fall lässt sich nicht auf alle übertragen (manche könnten damit vielleicht gar nicht gut klarkommen).

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    Chien Ludique
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    Hallo!

    Eigentlich gibt es da alle möglichen Ansätze und was bei dem einen klappt, funktioniert beim anderen vielleicht gar nicht. Meine Hunde haben nie bei mir im Schlafzimmer geschlafen, weil ich einfach meinen eigenen Bereich brauche. Manche sagen, dass es dem Welpen bei der Eingewöhnung hilft, wenn er mit im Zimmer ist. Ich finde es aber einfacher, direkt von Anfang an die richtigen Gewohnheiten zu etablieren: Der Hund sollte seinen eigenen Schlafplatz haben (nicht auf dem Sofa oder im Bett), am besten schon genau dort, wo er auch als ausgewachsener Hund schlafen soll. Zum Beispiel ein Körbchen im Wohnzimmer.

    Wenn der Hund zu Hause ständig an dir klebt, kann ihn das total ängstlich machen, sobald du mal "verschwindest". Er muss lernen, dass er ab und zu alleine sein muss, dass sein Herrchen oder Frauchen nicht unbedingt weit weg ist und dass die Situation für ihn nicht gefährlich ist.

    Ein Schlafplatz im Wohnzimmer ist ein fester Bezugspunkt, zu dem er jederzeit kann. Da Hunde ja sowieso anders schlafen als wir, brauchen sie über den Tag verteilt viele lange Nickerchen. Wenn er dann immer am selben Ort pennen kann, stärkt das dieses "das ist meine Ecke, hier fühl ich mich wohl"-Gefühl.

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    Was ich bei einem Weißen Schäferhund echt befürchten würde, ist, dass man da eine ungesunde Abhängigkeit fördert.

    Die neigen ja sowieso schon dazu, Stress zu bekommen, wenn du mal nicht da bist. Deshalb finde ich es total wichtig, ihnen zu helfen, sich ein Stück weit abzunabeln – vor allem für ihr eigenes Wohlbefinden.

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