Hallo zusammen,
ich schreibe euch, weil ich gerade echt ein bisschen ratlos bin. Ich habe meinen Shiba Inu jetzt seit anderthalb Jahren und er ist wirklich extrem ängstlich.
Ich weiß echt nicht mehr weiter. Ich hab versucht, ihn an belebte Orte mitzunehmen (beim Schulausgang, am Bahnhof, vor Einkaufszentren...), um ihn an die Geräusche zu gewöhnen. Ich hatte sogar eine Hundetrainerin da, aber außer dass mich das 85 € für 45 Minuten gekostet hat, habe ich nichts Neues gelernt und es hat sich absolut gar nichts geändert.
Ich hab im Internet gelesen, dass es Medikamente oder homöopathische Mittel gibt (Bachblüten -> Rescue) oder auch Pheromon-Halsbänder, um dem Hund beim Entspannen zu helfen. Aber ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll... Was ratet ihr mir?
Ich wünsche mir wirklich, dass mein Hund lernt, seine Angst in den Griff zu bekommen. Es ist stressig für ihn, für mich und manchmal sogar gefährlich (Letzte Woche hat sich sein Geschirr gelöst, weil er so krass rückwärts gezogen hat – er hatte Angst vor einer leeren Dose, die der Wind über den Boden gerollt hat. Er wusste gar nicht mehr, was er tut, ist auf die Straße gerannt und wurde fast überfahren...).
Wenn er eine Panikattacke bekommt (oft wegen Mülltonnen auf der Straße, Kinderwagen, Fahrrädern oder plötzlichen lauten Geräuschen), verliert er völlig den Kopf. Er rennt kopflos in alle Richtungen und lässt sich erst beruhigen, wenn wir wieder im Hausflur oder in der Wohnung sind.
Ansonsten ist er stubenrein, lieb, wenn er alleine zu Hause ist, und macht auch nichts mehr kaputt, seit er ausgewachsen ist. Er spielt gern, ist super lieb, verschmust und ein echter Vielfraß. Alles wird erst kompliziert, wenn ich mit ihm rausgehe – da hab ich das Gefühl, einen ganz anderen Hund vor mir zu haben. Dabei habe ich ihn nie geschlagen, ausgeschimpft oder mit irgendwas traumatisiert. Egal ob ein Gegenstand sich bewegt oder nicht – wenn er davor Angst hat, blockiert er völlig und will nicht mal in die Nähe.
Ich hab ihn auch nie großartig getröstet oder in den Arm genommen, um ihm Sicherheit zu geben. Mir wurde nämlich mal gesagt, man soll den Hund in solchen Momenten nicht bestätigen, damit er lernt, sich seiner Angst selbst zu stellen und sie zu überwinden.
Danke schon mal für eure Antworten!
Viele Grüße, Mathieu.