Wie ich schon woanders gesagt habe: Ein Antibell-Halsband zu benutzen, bedeutet nur, das Symptom zu bekämpfen, ohne sich um die eigentliche Ursache zu kümmern. Das ist echt zu einfach...
Und ja, natürlich funktioniert das. Der Hund ist ja nicht blöd.
Trotzdem zeigen all diese Zwangsmittel und aversiven Methoden, um ein Verhalten zu unterdrücken, vor allem eins: einen krassen Mangel an Respekt und Verständnis gegenüber dem eigenen Hund. Ich verurteile den Einsatz solcher Dinger absolut.
LoOcie66,
du sagst uns, du hättest alles versucht. Das fällt mir ehrlich gesagt schwer zu glauben, denn das würde ja bedeuten, dass in manchen Fällen das Antibell-Halsband der einzige Ausweg ist. Und aus Erfahrung weiß ich, dass das schlichtweg falsch ist.
Du sagst, du hättest keine Wahl gehabt. Auch da kann ich kaum glauben, dass dir jemand das Messer an die Kehle gesetzt hat, damit du deinem Hund dieses Teil umlegst.
Dann behauptest du, dass es gar nicht weh tut. Hast du das Halsband mal an dir selbst ausprobiert? Weißt du wirklich, was diese ständigen Vibrationen im Nerven- und Muskelsystem des Hundes auslösen? Ich bezweifle das. Aber vor allem: Wie erklärst du dir, dass dein Hund aufgehört hat zu bellen, wenn es für ihn nicht zumindest extrem unangenehm war?
Wo ich dir hingegen voll und ganz glaube, ist der Punkt, dass du keine Zeit hattest und deshalb den bequemen Weg gewählt hast.
Sich richtig um einen Hund zu kümmern, ist nicht nur nicht einfach, sondern kostet eben auch viel Zeit. Denk mal drüber nach!
Hallo Paline,
der beste Rat, den man dir geben kann, ist tatsächlich, einen Verhaltenstherapeuten aufzusuchen. Vielleicht wäre es gut, wenn du deinen Nachbarn sagst, dass du bereits dabei bist, dir professionelle Hilfe zu holen, um eine Lösung zu finden. Das zeigt ihnen, dass du die Situation ernst nimmst und verstehst, dass es sie nervt. Oft beruhigt das die Gemüter und man gewinnt etwas Zeit.
Mach dir aber keine Illusionen: Das Bellen wird nicht von heute auf morgen aufhören. Bei manchen Hunden ist das Warnbellen ein so tief verankertes Verhaltensmuster, dass man es gar nicht komplett abstellen kann. Du musst da eher mit deinem Hund arbeiten und ihm zeigen, dass du seine Warnungen registriert hast.
Dafür kannst du Folgendes probieren: Sobald dein Hund anfängt zu bellen, steh sofort auf, geh zur Haustür und tu so, als würdest du prüfen, ob alles okay ist. Fordere deinen Hund dann ruhig auf, sich zu beruhigen und dir zu folgen. Das zeigt ihm, dass er seinen Job gemacht hat und er sich jetzt wieder anderem widmen kann.
Das ist nur ein Rat von vielen. Ich kenne die Situation nicht gut genug, um zu behaupten, dass das garantiert funktioniert oder ausreicht. Aber probier es auf jeden Fall mal aus, bis einer meiner Kollegen bei dir vorbeischaut.