Biss von einem Staffy

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Hallo zusammen.

Vor ein paar Tagen war ich mit meiner Hündin (Parson Jack Russell, 12 Jahre alt) an der Leine spazieren, als sie plötzlich von einem Staffy (Staffordshire Bull Terrier) angegriffen wurde.

Ich habe gar nicht so schnell gecheckt, was da eigentlich los war. Der Staffy war nicht angeleint und hat uns von hinten attackiert. Die Szene war unfassbar gewalttätig. Er hat meine Hündin sekundenlang in den Nacken gebissen – es kam mir wie eine Ewigkeit vor. Er wollte sie ganz klar töten.

Der Besitzer vom Staffy kam dann angerannt und hat versucht, dass der Hund loslässt, indem er ihn angeschrien und getreten hat.

Wie durch ein Wunder hat er dann locker gelassen und meine Hündin konnte sich befreien. Sie lebt noch, ist aber total verängstigt.

Der Besitzer hat sich nicht mal entschuldigt. Als er gesehen hat, dass ich die Polizei anrufe, hat er seinen Hund schnell nach Hause gebracht und kam dann erst zurück, um mit mir zu reden.

In der Zwischenzeit bin ich zu einem Nachbarn geflüchtet, der meine Schreie gehört und mich reingelassen hatte.

Dann folgte ein völlig irres Gespräch mit dem Besitzer. Das ist ein 18-jähriger Typ, der keine Ahnung von der Rasse seines eigenen Hundes hat. Zuerst meinte er, es sei ein Staff (also ein Listenhund), er hätte ihn erst seit kurzem und das Tier sei früher für Hundekämpfe gezüchtet worden...

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57 Antworten
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    Stimmt schon, wenn ein Staffy richtig zubeißt, hinterlässt das Löcher... der Hund hat seine Beißkraft also kontrolliert. Dass du totale Angst hattest, ist absolut verständlich. Ein Streit unter Hunden ist immer heftig, auch wenn es nicht so schlimm ausgegangen ist. Falls ihr in einer Zone wart, in der Leinenpflicht gilt, kannst du das natürlich anbringen, aber für einen richtigen Angriff hast du keine Beweise. Ein Staffy ist kein Listenhund, daher gibt es keine generelle Maulkorb- oder Leinenpflicht für die Rasse an sich – das hängt nur vom Ort ab. An deiner Stelle würde ich nicht versuchen, die Tierarztkosten einzuklagen. Du musst mit dieser blöden Begegnung abschließen, damit dein Hund das auch kann.

    Das war kein normaler Hunde-Streit, da der Staffy meine Hündin völlig ohne Grund angegriffen hat. Auf deinen unnötigen Kommentar kann ich also verzichten.

    Genau weil man nichts tut, breitet sich diese Art von asozialem Verhalten in Frankreich so aus. Sorry, aber ich bin da absolut nicht deiner Meinung. Ich werde alles tun, um ein Drama zu verhindern (stell dir mal vor, der Hund geht auf ein Kind los).

    Deine Reaktion ist echt unfassbar, das macht mir richtig Angst.

    Weißt du, das Geld ist mir völlig egal, ich weiß sowieso, dass dieser Typ mir nie was zurückzahlen wird. Mir geht es darum, ein Unglück zu verhindern.

    Stell dir vor, dieser Hund beißt ein Kind, obwohl man wusste, dass er gefährlich ist, und man hat nichts dagegen getan? Denkst du eigentlich auch mal nach?

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    Emla
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    Stimmt schon, wenn ein Staffy richtig zubeißt, hinterlässt das Löcher... der Staffy hat seine Beißkraft also wohl noch kontrolliert.

    Du hattest echt Angst, und das ist absolut verständlich. So ein Hundestreit ist immer heftig, auch wenn er glimpflich ausgeht.

    Wenn du in einer Zone warst, in der Leinenpflicht gilt, kannst du das zwar anbringen, aber für den Angriff an sich hast du keine Beweise.

    Ein Staffy ist nicht kategorisiert, deshalb gibt es keine generelle Maulkorb- oder Leinenpflicht für den Hund an sich – nur der Ort könnte dir da recht geben, oder eben nicht.

    An deiner Stelle würde ich nicht darauf beharren, die Tierarztkosten zurückzubekommen. Du musst versuchen, mit dieser blöden Begegnung abzuschließen, damit dein Hund das Gleiche tun kann.

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    "Meine Hündin wurde von einem Staffy (Staffordshire Bull Terrier) angegriffen. Ich hab gar nicht so schnell kapiert, was da eigentlich los war – der Staffy (ohne Leine) hat uns von hinten attackiert. Die Szene war unglaublich gewalttätig. Der Staffy hat meine Hündin sekundenlang im Nacken gepackt, was sich für mich wie eine Ewigkeit angefühlt hat. Er wollte sie ganz klar töten." "Meine Hündin hat keine sichtbaren Verletzungen am Körper, nur ein paar Schrammen, aber keine Bissspuren." Das klingt trotzdem nach zwei völlig verschiedenen Geschichten. Einfach nur eine kleine Ansage, die dich wohl traumatisiert hat.

    Also NEIN, das sind keine zwei verschiedenen Geschichten. Das ist das, was ich erlebt habe. Meine Hündin wäre fast draufgegangen. Ich glaube, du vergisst die psychische Seite bei diesem „Vorfall“ und die Tatsache, dass der Besitzer nicht bestraft wird (das ist typisch für Frankreich und diesen laxen Umgang mit Straftätern). Du verteidigst hier schon wieder einen verantwortungslosen Halter, der sein Tier absolut nicht im Griff hat... aber gut, so ist Frankreich, da hat man eher Mitleid mit den Tätern.

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    Schick dem jungen Mann ein Einschreiben mit Rückschein und fordere ihn auf, die Tierarztkosten innerhalb einer Woche nach Erhalt des Briefes zu zahlen. Schreib ihm, dass du sonst wieder zur Polizei gehst und rechtliche Schritte einleitest. In solchen Fällen wirken Drohungen oft Wunder. Vielleicht ist es finanziell sogar interessanter, seine Versicherung in Anspruch zu nehmen (das dauert zwar etwas, aber neben der Kostenerstattung gibt es auch Schmerzensgeld. Frag dazu mal bei deiner Versicherung nach). Für die Zukunft: An deiner Stelle würde ich mir einen Wanderstock mitnehmen, um den Hund zu verscheuchen (ich hab sogar einen Elektroschocker lol! Aber bloß nicht am Hund oder an Menschen benutzen, die Dinger sind echt heftig. Den einfach nur in die Luft auszulösen reicht meistens schon, um einem Hund, der direkt auf einen zustürmt, den Wind aus den Segeln zu nehmen).

    Danke für deine Antwort, ich denke, ich werde das mit dem Einschreiben wirklich machen. Ich habe mir auch ein Pfefferspray gekauft, weil die Person ihren Hund immer noch ohne Leine laufen lässt. Aber was kann ich tun, damit der Bürgermeister oder die Polizei auf diese unhaltbare Situation reagieren? Der Hund muss doch mal begutachtet werden, oder?

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    Also, wenn ich das richtig verstehe, ist eigentlich gar nichts passiert? Ich kann dir sagen, wenn der Hund hätte töten wollen, hätte deiner Verletzungen. Wenn dein Hund gar keine Wunden hat, bist du also quasi umsonst zum Tierarzt gegangen? Nur um dich selbst zu beruhigen? Bist du dir sicher, dass der Besitzer vom Staffy (kleiner Hund) für so eine unnötige Abklärung bezahlen soll?

    Unglaublich, so eine Bemerkung zu hören! Ich hab das Gefühl, am Ende bin ich noch diejenige, die schuld ist!!!

    DER STAFFY war NICHT ANGELEINT, was ja wohl schon mal ein Fehler ist!!!! Ich bin nicht zum Tierarzt gegangen, um mich zu beruhigen, sondern um checken zu lassen, ob meine Hündin (die immerhin 12 Jahre alt ist) keine Hämatome oder Verletzungen an Muskeln oder Knochen hat.

    Aber zu sagen, es wäre nichts passiert??? Mit welchem Recht behauptest du das? Das war eine Attacke von einem Hund ohne Leine. Das Ziel von dem Staffy (der laut diesem Pseudo-Besitzer für Kämpfe gezüchtet wurde) war es, meine Hündin zu töten. MUSS MAN ETWA ERST WARTEN, BIS ES EINE TRAGÖDIE GIBT, BEVOR MAN REAGIERT???? Ist es das, was du sagen willst? Dass sein Staffy erst einen Hund oder ein Kind umbringen muss, bevor man Anzeige erstattet?

    Wenn du nur so was zu sagen hast, schweigst du lieber ganz.

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    Kikaah
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    Schick dem jungen Mann ein Einschreiben mit Rückschein und forder ihn auf, die Tierarztkosten innerhalb einer Woche nach Erhalt des Briefs zu zahlen. Schreib ihm direkt dazu, dass du sonst wieder zur Polizei gehst und rechtliche Schritte einleitest – oft helfen solche Drohungen in diesen Fällen schon weiter.

    Vielleicht finanziell sogar interessanter: Du kannst auch versuchen, seine Versicherung in Anspruch zu nehmen (das dauert zwar ein bisschen, aber neben dem Ersatz der Kosten gibt es manchmal auch Schmerzensgeld. Klär das am besten mal mit deiner eigenen Versicherung ab).

    Für die Zukunft: An deiner Stelle würde ich mir einen Wanderstock mitnehmen, um den Hund zu verscheuchen (ich hab sogar echt einen Taser lol! Aber benutz den bloß nicht am Hund oder an einem Menschen, die Dinger haben echt Power. Meistens reicht es schon, kurz in die Luft zu tasern, um einen Hund, der auf dich zugeschossen kommt, davon abzuhalten, weiterzulaufen).

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    Echt sauer hab ich ihn gefragt, was er da ohne Leine und Maulkorb macht und dass der Hund auch Kinder hätte angreifen können. Er antwortet mir nur, dass sein Hund nur andere Hunde beißt...

    Dann wurde es natürlich laut und ich hab ihm gesagt, dass ich ihn anzeigen will, weil Hunde nun mal an die Leine gehören.

    Obwohl er im Unrecht war, hat der Typ total aggressiv reagiert, gedroht und beleidigt. Zum Glück gab es Zeugen und zwischendurch kamen noch Freunde von mir dazu. Wir haben seine Daten notiert und ich bin sofort zum Tierarzt gefahren.

    Meine Hündin hat zum Glück keine sichtbaren Verletzungen am Körper, nur ein paar Schrammen, aber keine Bissspuren. Sie hat totale Angst, aber wir konnten sie langsam wieder beruhigen.

    Danach bin ich mit dem Bericht vom Tierarzt zur Polizei.

    Die haben mich da echt mies behandelt (scheinbar interessieren die sich nicht für Probleme von Leuten vom Land).

    Sie haben sich geweigert, meine Anzeige aufzunehmen. Der Grund: Meine Hündin hat nicht geblutet und der Staffy hat mich nicht gebissen (also kein Biss beim Menschen)...! Für den Polizisten hat der Hund den Biss quasi kontrolliert, also gäbe es keinen Grund für eine Anzeige.

    Ich bin dann trotzdem noch zum Ordnungsamt meiner Gemeinde gegangen, weil ich da noch gar nicht wusste, was für eine Rasse der Hund eigentlich war. Die haben den jungen Mann kontaktiert und ihn aufgefordert, mit den Papieren vom Hund vorbeizukommen.

    So kam raus, dass es kein Staff war, sondern ein Staffy, also kein Maulkorbzwang besteht. Der Typ hat der Polizei gegenüber versprochen, mir die Tierarztkosten zu erstatten.

    Bis jetzt hab ich aber noch keinen Cent gesehen. Ich hab versucht, ihn nochmal zu erreichen, aber er lässt mich jedes Mal voll abblitzen.

    Sein Verhalten ist echt widersprüchlich: Er meint, er will den Hund loswerden, behält ihn aber trotzdem. Er sagt, er will zahlen, antwortet dann aber nicht mehr.

    Der Typ ist total unreif und verantwortungslos, dazu noch richtig impulsiv und aggressiv...

    Wie auch immer, ich bin immer noch geschockt von dem Angriff und auch davon, dass mir keiner so richtig helfen wollte (Tierarzt, Polizei).

    Ich würde mir wünschen, dass der Bürgermeister vom Besitzer verlangt, den Staffy von einem Tierverhaltenstherapeuten checken zu lassen, um zu sehen, wie gefährlich der Hund wirklich ist.

    Deswegen brauche ich jetzt euren Rat. Was soll ich tun? Die Sache einfach auf sich beruhen lassen? Vor allem, weil ich den (gefährlichen) Hund immer noch ständig ohne Leine rumlaufen sehe.

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