Erster Hund... Ist ein Beagle eine gute Idee?

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Hallo zusammen,

ich bin ein 21-jähriges Mädel.

Seit ein paar Jahren überlegen meine Eltern, mein kleiner Bruder und ich schon, uns einen Hund zuzulegen. Da meine Eltern beide mit Hunden aufgewachsen sind, hatten sie immer so ihre Bedenken, ob wir auch wirklich konsequent genug dabei bleiben.

Dieses Jahr haben sie endlich ihr Okay gegeben: Ich darf meinen ersten eigenen Hund adoptieren! Den müsste ich dann natürlich mitnehmen, wenn ich irgendwann ausziehe.

Deshalb hab ich jetzt echt viele Fragen!

Wäre ein Beagle – in die Rasse hab ich mich total schockverliebt – eine gute Wahl als Ersthund?

Ist es eine gute Idee, ihn jetzt schon zu holen, wenn sich seine Umgebung in ca. 1 bis 1,5 Jahren wahrscheinlich ändern wird?

Sollte ich lieber ein Rüde oder eine Hündin nehmen (oder ist das reine Geschmackssache)?

Kann er mit zwei Meerschweinchen zusammenleben?

Ich hab mich natürlich schon über die Rasse schlau gemacht. Ich weiß, dass er viel Auslauf braucht und theoretisch auch in einer Wohnung leben könnte (momentan wohne ich noch in einem Haus mit Garten, nur zur Info). Aber ich hätte gern mal eure echten Erfahrungswerte dazu ^^

Danke schon mal im Voraus! 0/

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  • Enicia
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    Keine Frage, du wärst sicher ein super Herrchen für so ein Beagle-Energiebündel, wenn man sieht, wie toll du dich um deine hübsche Sana kümmerst und wie viel Zeit du in ihr Wohlbefinden steckst.

    Stimmt schon, Beagles bellen echt viel und oft auch ohne Grund. Jeden Abend im Garten krieg ich das volle Programm, ein Konzert aus „wuff wuff wuff wuuuuuuuh“. Das ist total schräg, wie so ein Sammelruf, und alle anderen Hunde in der Nachbarschaft stimmen im Chor mit ein – sogar die, die sonst eigentlich kaum bellen. Die Leute verfluchen mich schon, weil die ganzen Meckerfritzen total sauer ihre Fenster aufreißen: „Können diese Köter nicht endlich mal die Fresse halten?“ Manche haben ihren Hunden wegen diesem abendlichen Konzert sogar schon Antibell-Halsbänder gekauft. Ich muss ja zugeben, ich lass ihn einfach machen. Wir wohnen hier auf dem Land und es ist ja noch eine humane Uhrzeit, man kann's auch übertreiben, er muss sich doch auch mal mitteilen dürfen... während die Nachbarn dann völlig abgehen: „Halt die Klappe, Bello!“ Ich bin echt eine furchtbare Nachbarin...

    😁

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    Bobkat
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    Hi,

    ich seh das wie die anderen, ich glaube auch, dass ein Beagle nicht so gut passen würde, das Thema hatten wir ja schon in einem anderen Post.

    Was die Energie angeht, könnte das zwar schon hinhauen, aber wenn man einfach „nur“ einen Begleithund sucht, sollte man die Finger vom Beagle lassen. Außer man kann ihm wirklich oft Fährtenarbeit oder sowas anbieten. Das ist eben der Knackpunkt: nicht nur einmal die Woche, sondern eigentlich fast jeden Tag...

    Ich find die Gesichter von den Fellnasen ja echt zuckersüß, aber ich würde mir so einen Hund nicht zulegen. Genauso wie bei Malinois, die find ich auch super, aber lass mal stecken – ich könnte dem einfach nicht gerecht werden und das muss man sich dann auch ehrlich eingestehen. Es ist ja kein Drama, wenn man nicht die Kapazitäten hat, 4-5 Stunden am Tag mit dem Hund rauszugehen, man muss dann eben nur den passenden Hund adoptieren.

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    Energiesolaire
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    Nee, echt keine gute Idee.

    Du findest hier jede Menge Themen zum Beagle und warum er als Begleithund echt schwierig sein kann. Das Hauptproblem wurde erst heute Morgen wieder angesprochen: Ein Hund mit einem riesigen Bewegungsdrang, den man aber fast nie von der Leine lassen kann, weil er beim Rückruf einfach nicht hört, sobald er eine Fährte in der Nase hat...

    Das Ende vom Lied: Entweder reißt dir der Hund den Arm aus, weil er so an der Leine zieht (und nebenbei auch nicht wirklich glücklich ist), oder er haut einfach in die Natur ab und ignoriert dein Rufen komplett. Außer einem Jäger würde ich den Beagle niemandem empfehlen.

    Ich stimme dir da nicht ganz zu, aber es ist eine Rasse, die viel Arbeit und ein gewisses Fingerspitzengefühl braucht. Idealerweise sollte man – damit es für beide Seiten eine tolle Erfahrung wird – eine echte Leidenschaft für Spürhunde und Fährtenarbeit haben.

    Ich fände einen Beagle toll. *Ich* würde das voll genießen, weil ich es liebe, einem Hund beim Schnüffeln zuzusehen. Wie er sich zu 100 % in seine Aufgabe reinhängt.

    Einen Beagle frei laufen lassen? Da habe ich keine Zweifel, dass das geht, wenn man direkt mit 10 Wochen bei der Adoption damit anfängt. Wir haben hier in unserer kleinen Community ein paar Beagles, und die können das genauso wie alle anderen. Die, die ich kenne, sind (so ab 3 Jahren) sogar richtige Kletten. Viel einfacher als meine Hündin Sana.

    Aber.

    Der größte Makel beim Beagle... selbst ich als absoluter Hundefan weiß nicht, ob ich das Bellen in den Griff kriegen würde. Wenn du ihn also oft allein lässt und dein Job dich mal dazu zwingt, früh rauszumüssen – ups, keine Zeit mehr für den Beagle am Morgen, ups, muss bis heute Abend warten – dann entwickelt er irgendwann Neurosen. Und wenn der bellt, dann BELLT er. Das ist überhaupt nicht süß, sondern echt heftig. Dafür wurde er schließlich gezüchtet. Er ist nicht nur ein Spürhund; sein Job ist es, wenn er beim Bären, Warzenschwein oder was auch immer ankommt, nicht zu nah heranzugehen, sondern extrem laut zu bellen. Die anderen brauchen nämlich eine Weile, bis sie da sind, weil ihm keiner folgen kann. Schon verrückt.

    Und es ist ja bekannt: Sozial sind sie ganz okay, aber dieses ganze Rudel-Ding ist nicht so ihrs. Die wollen einfach nur schnüffeln. Deshalb verhalten sie sich anderen Hunden gegenüber oft komisch. Die denken nur an Sex und ans Schnüffeln. Vielleicht macht ihr krasser Geruchssinn sie ja zu richtigen „Kennern“, was Pheromone angeht, keine Ahnung. Meine Sana versteht sich aber ganz gut mit ein paar Beagles, besonders mit Elvis und Neptune. Die sind echt nett und versuchen nie, sie zu besteigen.

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    Docline
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    Es gibt echt viele süße Rassen, die dir den Spaß an Hunden sicher nicht für den Rest deines Lebens vermiesen lol. Den Mops finde ich persönlich zwar total hässlich, aber er ist einfach mega goldig, wenn er dich so verliebt anschaut.

    Ich mag den Tibet Terrier total gerne, ich liebe Corgis, bei Cavalieren schmelze ich einfach dahin und ich steh auch total auf den Chinesischen Schopfhund. Ach, es gibt einfach so viele Rassen ...

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    Gabyn
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    Ich würde nicht sagen, dass der Shiba als Ersthund nicht zu empfehlen ist, meiner ist auch mein erster, aber es ist ein Hund, der viel Selbstbeherrschung und Selbstreflexion erfordert, wenn man einen gehorsamen und folgsamen Hund will (im vernünftigen Rahmen ^^). Wie misanthrope schon sagt: Wenn du dir mit deinem zukünftigen Hund keinen Stress machen willst, nimm lieber einen Mops, das ist einfacher ^^

    Ohhh, stimmt ja, du hast einen Shiba! Ich wollte auch unbedingt einen als Ersthund haben. Hast du ein aktuelles Foto von ihr? (Auf deinem Profil ist sie ja schon so richtig goldig)

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    Kikaah
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    Ich würde nicht sagen, dass der Shiba als Ersthund ungeeignet ist, meiner ist auch mein erster. Aber es ist ein Hund, der einem viel Selbstbeherrschung und Selbstreflexion abverlangt, wenn man einen gehorsamen und folgsamen Hund will (im Rahmen des Möglichen natürlich ^^). Wie misanthrope schon meinte: Wenn du dir keinen Stress mit deinem zukünftigen Hund machen willst, nimm lieber einen Mops, das ist einfacher ^^
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    Ein Shiba Inu für Anfänger? Ganz ehrlich, lieber nicht! Der ist für jemanden ohne Erfahrung viel zu schwer zu erziehen. Ein Mops hingegen ist ein kleiner Hund, der echt perfekt passen würde. Er ist total unkompliziert und macht viel weniger Arbeit als ein Jagdhund oder ein Hund vom Urtyp. Ich würde dir den beigen Mops mit schwarzer Maske empfehlen – der sieht nicht nur super aus, sondern hat meistens auch die wenigsten gesundheitlichen Probleme. Da gibt’s sicher weniger Inzucht als bei den anderen. Sein größtes Manko ist der Hang zum Übergewicht, aber wenn du das von Anfang an im Auge behältst, ist er eine echt gute Wahl!
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    Vielen Dank für all deine wertvollen Tipps!

    Stimmt schon, davon hatte ich echt keine Ahnung. Ich dachte eigentlich, ich hätte mich gut informiert. War wohl doch nicht genug, aber ich will die Idee mit dem Hund als Begleiter deswegen auf keinen Fall aufgeben!

    Vielleicht könntest du mir da mal eine Einschätzung geben? Bei den Rassen, die mir gefallen, dachte ich an den Shiba Inu (wie vorhin schon erwähnt) oder vielleicht an einen Mops – der passt vielleicht besser zu meinem Lebensstil?

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    Ich denke, du solltest es lieber gar nicht erst versuchen. Ein Beagle als Ersthund ist echt eine Nummer für sich, da dreht man schnell mal durch! Nicht umsonst sind die Tierheime so überfüllt. Es gibt genug nette kleine Hunde, die viel besser zu deiner Situation passen. Schließlich sollen ja alle damit glücklich werden!
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    Enicia
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    Hallo, also ich hab einen Beagle und wie die anderen schon sagen, ist das nicht gerade der einfachste Hund. Er ist leider ein absoluter Modehund wegen seinem süßen Gesicht, aber die Tierheime sind voll von ihnen – meiner kommt übrigens auch aus dem Tierschutz. Ich versuche den Beagle mal in ein paar Zeilen zu beschreiben: sehr sehr sehr sehr sehr lieb, brav, null aggressiv, total fröhlich, immer gut drauf, sehr sehr sehr sehr sozial, sowohl mit Menschen als auch mit anderen Hunden. Aber er ist auch ein sehr sehr sehr sehr sehr großer Dickkopf, wenn er gerade keine Lust auf was hat. Er ist extremst verfressen (er klaut ständig Essen, sobald man ihm den Rücken zudreht, er hat einen unersättlichen Appetit) und ein kleiner Schauspieler (er bringt dich mit seinem traurigen Beagle-Blick zum Schmelzen, um was zu kriegen, und man fällt echt leicht drauf rein...). Er kann absolut nicht allein sein, man muss also oft da sein, sonst wird die Bude zerlegt, wenn er sich langweilt. Und vor allem ist er ein sehr sehr sehr sehr sehr sportlicher Hund. Ich hab meinen mit 10 Jahren adoptiert, also schon als Senior, und wir gehen 1,5 Stunden am Tag raus – und das ist für seinen Geschmack noch lange nicht genug. Ein junger Beagle braucht so 4 Stunden Bewegung am Tag, und zwar nicht nur gemütliches Gassi gehen, sondern Joggen, Radfahren usw. Wenn man diesen Bewegungsdrang nicht erfüllt, wird der Beagle zum Zerstörer und zum Ausbrecher (selbst im eingezäunten Garten buddelt er Löcher unterm Zaun und haut ab, alles schon erlebt). Fazit: Ein Hund, der in allem ein bisschen extrem ist, sowohl bei den positiven als auch bei den negativen Seiten. Ein Hund, der zu einem sehr sportlichen Herrchen oder Frauchen passen würde, die wenig oder im Homeoffice arbeiten, damit sie viel Zeit mit dem Hund verbringen können. Für Rentner, die nur gemütlich zu Hause sind, ist das gar nichts, die würde er nach 10 Minuten Gassi umhauen, er ist einfach zu aktiv... Höchstens vielleicht ein noch fitter Jäger, der gerade erst in Rente ist. Kurz gesagt: Wenn dieser Hund lange Zeit nur als Jagdhund gehalten wurde, dann hatte das seinen Grund. Ich sage nicht, dass er keine Nicht-Jäger-Familie verdient hat, aber nur unter bestimmten Bedingungen, sonst wird das Leben echt zur Hölle. Aber solche jungen, ultra-sportlichen Leute, die auch noch oft zu Hause sind, gibt es halt nicht wie Sand am Meer. Daher kommen auch die vielen Abgaben – die Beagles werden einfach missverstanden von Besitzern, die es trotz bestem Willen nicht schaffen, sie glücklich zu machen. Wer hat schon Zeit für 4 Stunden Action mit dem Hund? Ich bin oft froh, einen alten Beagle zu haben, weil das schon nicht immer einfach ist. Mit einem jungen wäre ich wohl wahnsinnig geworden. Langweilig wird einem mit so einem Hund jedenfalls nie. Wenn meiner irgendwann mal gehen muss, werde ich wohl eine ganze Weile völlig fertig sein... 🙂 Wenn die Kriterien bei dir passen, kannst du das Abenteuer wagen. Und denk bitte an Beagles aus dem Tierheim oder aus dem Labor (der Beagle ist leider einer der wenigen Hunde, die wegen ihrer Sanftmut immer noch häufig und traurigerweise für Versuche im Labor genutzt werden).
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