Erster Hund... Ist ein Beagle eine gute Idee?

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Hallo zusammen,

ich bin ein 21-jähriges Mädel.

Seit ein paar Jahren überlegen meine Eltern, mein kleiner Bruder und ich schon, uns einen Hund zuzulegen. Da meine Eltern beide mit Hunden aufgewachsen sind, hatten sie immer so ihre Bedenken, ob wir auch wirklich konsequent genug dabei bleiben.

Dieses Jahr haben sie endlich ihr Okay gegeben: Ich darf meinen ersten eigenen Hund adoptieren! Den müsste ich dann natürlich mitnehmen, wenn ich irgendwann ausziehe.

Deshalb hab ich jetzt echt viele Fragen!

Wäre ein Beagle – in die Rasse hab ich mich total schockverliebt – eine gute Wahl als Ersthund?

Ist es eine gute Idee, ihn jetzt schon zu holen, wenn sich seine Umgebung in ca. 1 bis 1,5 Jahren wahrscheinlich ändern wird?

Sollte ich lieber ein Rüde oder eine Hündin nehmen (oder ist das reine Geschmackssache)?

Kann er mit zwei Meerschweinchen zusammenleben?

Ich hab mich natürlich schon über die Rasse schlau gemacht. Ich weiß, dass er viel Auslauf braucht und theoretisch auch in einer Wohnung leben könnte (momentan wohne ich noch in einem Haus mit Garten, nur zur Info). Aber ich hätte gern mal eure echten Erfahrungswerte dazu ^^

Danke schon mal im Voraus! 0/

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35 Antworten
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  • Enicia
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    Ich liebe das Video, das trifft es einfach voll! Dieser Beagle, der ohne Grund bellt oder eher sein Wuuuuuuuh rausheult und zu Hause nie einen Mucks macht – bei mir ist das exakt das Gleiche. Die Leute sagen mir immer: „Echt cool, dass der nicht bellt.“ Aber das sagen sie auch nur, bis sie ihn abends draußen sehen, denn bei mir bellt er fast nur abends auf diese Weise, beim Gassigehen eigentlich nie... Den Beagle-Mix an der Leine finde ich auch super, man sieht richtig, wie er zieht wie ein Irrer. Gleichzeitig sieht der, der frei läuft, noch recht jung aus, vielleicht zu jung, um abzuhauen. Und eine Stunde ist für einen jungen Hund doch schon ganz ordentlich, oder? Er ist voll und ganz mit Schnüffeln beschäftigt, eben ein Beagle in seiner ganzen Pracht. Ich finde solche Videos zum „Mythen-Check“ echt interessant und freue mich schon auf mehr davon. Aber sorry, énergie solaire, ich finde, dass diese Beagles hier die typischen Merkmale eigentlich ziemlich gut widerspiegeln.

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    Energiesolaire
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    Weißt du, ich philosophiere in letzter Zeit so ein bisschen über das Ganze hier...

    Man kann wohl ohne Zweifel sagen, dass dieser Trend, sich über unzuverlässige Quellen wie Foren oder Wamiz zu informieren, schon seit einer ganzen Weile echt fest verwurzelt ist. Wir hier sind dagegen gar nichts. Die breite Masse zieht sich immer mehr Infos auf Facebook rein, also angebliche „echte“ Nachrichten. Die TV-Sender mit ihren News und die eher traditionellen Medien (selbst die Online-Versionen) kriegen richtig eins auf den Deckel. Die verlieren Werbekohle und Facebook kassiert ordentlich ab.

    Dabei haut Facebook Infos raus, die kein Stück geprüft sind. Aber die Leute gewöhnen sich dran. Die Info wird oft viral weitergetragen, und die Viren, das sind wir. Das ist zumindest so ein Gedanke von mir, der nur meine eigene Meinung widerspiegelt. Aber es motiviert mich zum Beispiel, die Beiträge von Leuten, die hier Rat suchen, genauer zu lesen. Oft überfliege ich das Ganze nur, bin dann voll auf dem Holzweg und führe die Leute vielleicht in die Irre. Bitte versteh diese Gedanken nicht falsch.

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    Ich glaube, da steckt noch ein bisschen mehr dahinter. Und ich verbreite das ja auch selbst, oder na ja, man hat ja eigentlich keine Wahl.

    Weil wir einfach informierte Leute sind. Wir wissen, was in einem Hund stecken kann. Und wir neigen dazu, ihn so darzustellen, wie er sein kann, oder – okay, ich geb’s euch zu – wie er wohl „im Durchschnitt“ wäre.

    Gleichzeitig versuche ich mich dazu zu zwingen, an diese untypischen Fälle zu glauben – Shiba, Beagle – in Familien, die ihren Hund eigentlich nie verstehen werden, wo es aber trotzdem irgendwie klappt. Ist das die Mehrheit der Leute? Vielleicht, wer weiß...

    Wie stehen die Chancen auf Harmonie, wenn man nur eine Stunde am Tag rausgeht (dafür aber wirklich konsequent), mit einem Beagle, einem Husky oder einem Border? Ich finde, die Frage muss man sich mal stellen.

    Eigentlich fände ich es gut, wenn die Wissenschaft sich mal damit beschäftigen würde. Dass sie uns mal ein Bild im großen Stil liefert, um einen verlässlichen Durchschnittswert zu bekommen.

    Ich kann mir Sana NICHT mit weniger als 2 Stunden am Tag vorstellen, aber vielleicht habe ich da ein Wahrnehmungsproblem?

    Bisher kenne ich insgesamt nur wenige Leute, die 3 Stunden oder länger unterwegs sind. Eine davon hat das mit ihrem Dobi gemacht. 4 Stunden, manchmal 5, nie weniger als 3. Sein Herz hat mit fünfeinhalb Jahren schlapp gemacht. ICH weiß, dass das nicht unbedingt zusammenhängt, aber nun ja, es ist halt so passiert.

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    Docline
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    Ich frag die Besitzer eigentlich immer nach dem Verhalten ihrer Hunde. Die „Mythen“ sind im Grunde nur die Zusammenfassung der häufigsten Antworten, weißt du.

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    Beagles im Freilauf, in ihrer ganzen Pracht lol. Dieses kurze Interview widerspricht dem, was ich immer sage, und bestätigt deine Sichtweise – naja, zumindest zur Hälfte:

    [youtube=https://www.youtube.com/watch?v=XaA7pEb_G8Q]

    Huch, das Interview ist auf Englisch. Ich übersetz euch das mal kurz:

    Bellt er viel?

    -- Ja, ja

    Zuhause?

    -- Nein

    Gar nicht im Haus?

    -- Nein, da ist er sehr ruhig

    Hattest du schon mal Probleme ohne Leine?

    -- Ohhh ja. Da muss man echt höllisch aufpassen

    Aber du bist trotzdem drangeblieben, oder?

    -- Ja, hier zumindest. Oben im Norden im Ferienhaus lassen wir ihn nicht frei laufen

    Wie lange gehst du jeden Tag mit ihm Gassi?

    -- Ungefähr eine Stunde, am Wochenende auch mal länger

    Das ist alles? Reicht ihm das?

    -- Ja, ja, er ist damit zufrieden

    Tja, so kann's gehen...

    Ich schätze mal, dass sie im Freilauf nur Probleme hat, weil sie das nicht richtig trainiert hat. Wenn sie daran gearbeitet hätte, hätte sie einen glücklichen Beagle mit nur 1 Stunde Gassi am Tag, der überall ohne Leine laufen kann, zu Hause nie bellt, sich aber draußen beim Spaziergang richtig austobt. Kurz gesagt: ein perfekter Hund.

    Tja, wie man sieht...

    Ich werd mir mal den Spaß machen und öfter Leute so interviewen, nur um ein paar Mythen zu zerstören.

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    Nee, echt keine gute Idee.

    Hier findest du jede Menge Threads über den Beagle und die Schwierigkeiten, die er als Begleithund so macht. Das Hauptproblem wurde erst heute Morgen wieder angesprochen: Ein Hund mit einem riesigen Bewegungsdrang, den man aber so gut wie nie von der Leine lassen kann, weil er beim Abrufen einfach nicht hört, sobald er eine Fährte in der Nase hat...

    Das Ende vom Lied: Entweder reißt er dir den Arm aus, weil er so an der Leine zieht (und ist nebenbei auch nicht gerade glücklich), oder er macht sich einfach in der Natur aus dem Staub und ignoriert dein Rufen. Außer für Jäger würde ich den Beagle niemandem empfehlen.

    Ich seh das nicht ganz so wie du, aber es ist eine Rasse, die Arbeit und ein gewisses Händchen braucht – und idealerweise (damit die Erfahrung für beide Seiten richtig toll wird) eine Leidenschaft für Fährten- und Suchhunde.

    Ich fände es toll, einen Beagle zu haben. *Ich* würde das voll genießen, weil ich es liebe, einem Hund beim Schnüffeln zuzusehen. Wie er sich zu 100 % in das reinhängt, was er gerade tut.

    Einen Beagle frei laufen lassen? Da hab ich gar keine Zweifel, wenn man direkt mit 10 Wochen anfängt, sobald man ihn zu sich holt. Wir haben hier in unserer kleinen Community ein paar Beagles und die können das genauso wie alle anderen auch. Die, die ich kenne, sind sogar richtige Kletten (so ab 3 Jahren). Viel einfacher als meine Hündin Sana.

    Aber.

    Der größte Makel beim Beagle: Selbst ich, die total vernarrt in Hunde ist, weiß nicht, ob ich es hinkriegen würde, ihm das Bellen abzugewöhnen. Wenn du ihn also oft alleine lässt und dein Arbeitsplan dich mal zwingt, früh rausmüssen – ups, keine Zeit mehr, sich morgens um den Beagle zu kümmern, ooops, das muss bis heute Abend warten, ooops, er entwickelt irgendwann Neurosen... und wenn der bellt, dann BELLT er. Das ist absolut nicht süß. Das ist beeindruckend. Dafür wurde er gezüchtet. Er ist nicht nur ein Spürhund, sondern sein Job ist es, wenn er nah am Bären, am Wildschwein oder was auch immer ist, bloß nicht zu nah ranzugehen, sondern extrem laut zu bellen. Weil die anderen eine Weile brauchen, bis sie da sind; keiner kommt ihm hinterher. Wahnsinn.

    Und es ist ja bekannt: Sozialverträglichkeit ist okay, aber Rudel-Sachen sind nicht so ihr Ding. Die wollen einfach nur schnüffeln. Deswegen sind sie unter Hunden oft ein bisschen schräg. Die denken nur an Sex und ans Schnüffeln. Vielleicht macht ihr krasser Geruchssinn sie zu echten „Feinschmeckern“, was Pheromon-Gerüche angeht, keine Ahnung. Sana versteht sich aber ganz gut mit ein paar Beagles, besonders mit Elvis und Neptune. Die sind nett und versuchen nie, sie zu besteigen.

    Ja, aber du bist ja auch nicht gerade der 08/15-Halter ;-)

    Du bist bereit, dich viel mehr reinzuhängen als die meisten Leute, die einfach nur einen Begleithund suchen, das ist ja wohl klar.

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    Energiesolaire
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    Für Atila ist das kein Problem, er lebt auf dem total ruhigen Land, da kommt nur alle 5-6 km mal ein Haus oder zwei...

    In einer Wohnung oder auch in einer Siedlung bin ich mir aber nicht sicher, ob die Nachbarn das so toll finden würden.

    Dieses Bellen gehört beim Beagle quasi zu seinen Bedürfnissen, genau wie das Fährtenlesen usw. Einen Beagle zu holen, nur um ihn dann zum Schweigen zu zwingen, ist für den Armen ja auch nicht gerade toll.

    Genau. Und in so einem Fall liegt es in der Verantwortung des Halters, für das psychische Gleichgewicht des Hundes zu sorgen, um den Drang, unnötig zu bellen, einzuschränken.

    Bei einem Goldendoodle kann man das Bellen vielleicht unterdrücken. Nicht schön, aber er bellt wenigstens nicht aus Instinkt. Aber ein Beagle, puh... Das ist meiner Meinung nach das größte Risiko, wenn man sich einen Beagle in die Wohnung holt: Dass man über kurz oder lang vor die Tür gesetzt wird.

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    Bobkat
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    Gar kein Ding für Atila, er lebt ja total ruhig auf dem Land, wo man nur alle 5-6 km mal ein oder zwei Häuser findet...

    Aber in einer Wohnung oder auch in einer Siedlung bin ich mir nicht sicher, ob die Nachbarn das so toll finden würden.

    Dieses Bellen gehört beim Beagle ja quasi zu seinen Grundbedürfnissen, genau wie das Schnüffeln usw. Einen Beagle zu holen und ihn dann zum Schweigen zu zwingen, fände ich dem Armen gegenüber auch nicht gerade toll.

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    Du wärst bestimmt ein super Herrchen für so ein Energiebündel von Beagle, wenn man sieht, wie toll du dich um deine hübsche Sana kümmerst und wie viel Zeit du in sie investierst, damit es ihr gut geht.

    Tja, stimmt schon, dass Beagles ziemlich viel bellen und das oft ohne Grund. Jeden Abend im Garten krieg ich das volle Konzert aus Wuff Wuff Wuff Wuuuuuuh zu hören. Das ist echt schräg, fast wie ein Sammelruf, und alle anderen Hunde im Viertel stimmen im Chor mit ein – sogar die, die sonst kaum bellen. Die Leute verfluchen mich schon, weil dann die ganzen Nervensägen stinksauer ihre Fenster aufreißen: „Können diese Köter nicht mal die Fresse halten?“ Manche haben ihren Hunden wegen diesem Abendkonzert sogar schon Antibell-Halsbänder gekauft. Ich geb’s zu, ich lass ihn einfach machen. Wir sind hier auf dem Land und es ist noch eine humane Uhrzeit, man kann’s auch übertreiben, er darf sich doch mal ein bisschen mitteilen... während die Nachbarn rumschreien: „Halt die Klappe, Bello!“. Ich bin echt eine schreckliche Nachbarin......

    😁

    Ha lol, genau das macht Atila auch, der Beagle, von dem ich dir gestern erzählt hab – Bell-Konzert mit allen anderen Hunden aus der Umgebung.

    Das Schlimmste ist, dass er das WILL. Das ist der ganze Sinn dahinter. Der Beagle fängt an, heult rum und er WILL, dass die anderen auch loslegen. Mich persönlich würde es nicht stören, solange es die Nachbarn nicht zu sehr nervt. Wir haben einen Beagle in der Nachbarschaft, das stört uns nicht besonders. Er übertreibt es nicht zu sehr.

    Deiner scheint es ja auch nicht zu übertreiben, Encia

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    Keine Frage, du wärst bestimmt ein super Herrchen für so ein Beagle-Energiebündel, wenn man sieht, wie toll du dich um deine hübsche Sana kümmerst und wie viel Zeit du in ihre Entwicklung steckst.

    Tja, es stimmt schon, dass der Beagle ganz schön viel bellt und das oft ohne Grund. Jeden Abend im Garten kriege ich das volle Programm mit diesem Wuff-Wuff-Wuff-Wuuuuuuh-Konzert zu hören. Das ist echt schräg, wie ein Sammelruf, und alle anderen Hunde aus der Nachbarschaft antworten im Chor, sogar die, die sonst eigentlich kaum bellen. Die Leute verfluchen mich schon, weil die ganzen Meckerfritzen stinksauer ihre Fenster aufreißen: „Halten diese Köter nicht mal endlich die Fresse?“ Manche haben ihren Hunden wegen diesem abendlichen Konzert sogar Antibell-Halsbänder gekauft. Ich gebe zu, ich lasse ihn einfach machen. Wir sind hier auf dem Land und es ist noch eine humane Uhrzeit, man kann es auch übertreiben, er muss sich ja wohl mal mitteilen dürfen... während die Nachbarn völlig verbissen „Halt die Klappe, Bello!“ brüllen. Ich bin echt eine furchtbare Nachbarin......

    😁

    Ha lol, genau das macht Atila auch, der Beagle, von dem ich dir gestern erzählt habe – Bellkonzert mit den anderen Hunden aus der Gegend.

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