Nee, echt keine gute Idee.
Hier findest du jede Menge Threads über den Beagle und die Schwierigkeiten, die er als Begleithund so macht. Das Hauptproblem wurde erst heute Morgen wieder angesprochen: Ein Hund mit einem riesigen Bewegungsdrang, den man aber so gut wie nie von der Leine lassen kann, weil er beim Abrufen einfach nicht hört, sobald er eine Fährte in der Nase hat...
Das Ende vom Lied: Entweder reißt er dir den Arm aus, weil er so an der Leine zieht (und ist nebenbei auch nicht gerade glücklich), oder er macht sich einfach in der Natur aus dem Staub und ignoriert dein Rufen. Außer für Jäger würde ich den Beagle niemandem empfehlen.
Ich seh das nicht ganz so wie du, aber es ist eine Rasse, die Arbeit und ein gewisses Händchen braucht – und idealerweise (damit die Erfahrung für beide Seiten richtig toll wird) eine Leidenschaft für Fährten- und Suchhunde.
Ich fände es toll, einen Beagle zu haben. *Ich* würde das voll genießen, weil ich es liebe, einem Hund beim Schnüffeln zuzusehen. Wie er sich zu 100 % in das reinhängt, was er gerade tut.
Einen Beagle frei laufen lassen? Da hab ich gar keine Zweifel, wenn man direkt mit 10 Wochen anfängt, sobald man ihn zu sich holt. Wir haben hier in unserer kleinen Community ein paar Beagles und die können das genauso wie alle anderen auch. Die, die ich kenne, sind sogar richtige Kletten (so ab 3 Jahren). Viel einfacher als meine Hündin Sana.
Aber.
Der größte Makel beim Beagle: Selbst ich, die total vernarrt in Hunde ist, weiß nicht, ob ich es hinkriegen würde, ihm das Bellen abzugewöhnen. Wenn du ihn also oft alleine lässt und dein Arbeitsplan dich mal zwingt, früh rausmüssen – ups, keine Zeit mehr, sich morgens um den Beagle zu kümmern, ooops, das muss bis heute Abend warten, ooops, er entwickelt irgendwann Neurosen... und wenn der bellt, dann BELLT er. Das ist absolut nicht süß. Das ist beeindruckend. Dafür wurde er gezüchtet. Er ist nicht nur ein Spürhund, sondern sein Job ist es, wenn er nah am Bären, am Wildschwein oder was auch immer ist, bloß nicht zu nah ranzugehen, sondern extrem laut zu bellen. Weil die anderen eine Weile brauchen, bis sie da sind; keiner kommt ihm hinterher. Wahnsinn.
Und es ist ja bekannt: Sozialverträglichkeit ist okay, aber Rudel-Sachen sind nicht so ihr Ding. Die wollen einfach nur schnüffeln. Deswegen sind sie unter Hunden oft ein bisschen schräg. Die denken nur an Sex und ans Schnüffeln. Vielleicht macht ihr krasser Geruchssinn sie zu echten „Feinschmeckern“, was Pheromon-Gerüche angeht, keine Ahnung. Sana versteht sich aber ganz gut mit ein paar Beagles, besonders mit Elvis und Neptune. Die sind nett und versuchen nie, sie zu besteigen.
Du bist bereit, dich viel mehr reinzuhängen als die meisten Leute, die einfach nur einen Begleithund suchen, das ist ja wohl klar.