Erster Hund... Ist ein Beagle eine gute Idee?

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Hallo zusammen,

ich bin ein 21-jähriges Mädel.

Seit ein paar Jahren überlegen meine Eltern, mein kleiner Bruder und ich schon, uns einen Hund zuzulegen. Da meine Eltern beide mit Hunden aufgewachsen sind, hatten sie immer so ihre Bedenken, ob wir auch wirklich konsequent genug dabei bleiben.

Dieses Jahr haben sie endlich ihr Okay gegeben: Ich darf meinen ersten eigenen Hund adoptieren! Den müsste ich dann natürlich mitnehmen, wenn ich irgendwann ausziehe.

Deshalb hab ich jetzt echt viele Fragen!

Wäre ein Beagle – in die Rasse hab ich mich total schockverliebt – eine gute Wahl als Ersthund?

Ist es eine gute Idee, ihn jetzt schon zu holen, wenn sich seine Umgebung in ca. 1 bis 1,5 Jahren wahrscheinlich ändern wird?

Sollte ich lieber ein Rüde oder eine Hündin nehmen (oder ist das reine Geschmackssache)?

Kann er mit zwei Meerschweinchen zusammenleben?

Ich hab mich natürlich schon über die Rasse schlau gemacht. Ich weiß, dass er viel Auslauf braucht und theoretisch auch in einer Wohnung leben könnte (momentan wohne ich noch in einem Haus mit Garten, nur zur Info). Aber ich hätte gern mal eure echten Erfahrungswerte dazu ^^

Danke schon mal im Voraus! 0/

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35 Antworten
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    Pico85

     

    Die 21-jährige Frau, das ist ein Thema von Februar 2018.

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    Loustick
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    Nein, weil der Beagle ein Rudelhund ist, der mindestens einen Artgenossen braucht. 

    Weil der Beagle ein Jagdhund ist, der extrem viel Auslauf im Rudel für die Jagd braucht. 

    Weil man einen Hund nicht nach dem Aussehen adoptiert, sondern passend zum eigenen Lebensstil und der Wohnlage. 

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    Nein.

    was meinst du mit nein @loustick ?

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    Andererseits sind 1500 m² Garten natürlich super zum Spielen oder um mal in der Sonne einen Aperitif zu trinken.

    Aber was bedeutet das schon für einen Beagle oder irgendeine andere Hunderasse? Nicht viel, eigentlich nur ein weiteres großes, nettes Zimmer vom Haus für seine verrückten fünf Minuten oder um mal andere Hunde zu Besuch zu haben.  

     

    Gehst du denn ansonsten mit ihm Gassi?

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    Mel37
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    Holt euch bloß keinen Beagle als Ersthund! Wir hatten 12 Jahre lang einen Labrador an unserer Seite und haben Rotz und Wasser geheult, als er gestorben ist. Nach einem Jahr ohne Hund wollten wir dann wieder einen, aber etwas kleiner. Wir dachten, so ein Beagle – verschmust, verspielt und handlich – wäre perfekt. Was für ein Fehler, lol. Nala ist jetzt ein Jahr alt und ein absolutes Energiebündel. Kuscheln ist nur abends angesagt, wenn sie schläft lol – und sie schnarcht dabei wie ein Weltmeister. Sie hat 1500 m² Garten zur Verfügung, büxt aber trotzdem ständig aus. Sie frisst einfach alles, egal ob Stifte oder Schuhe. Man darf nichts rumliegen lassen, sonst wird es sofort zerlegt. Dabei bekommt sie eigentlich genug zu fressen, sie ist einfach eine krasse Diebin. Wir müssen die Küche immer abschließen, weil sie sonst auf den Esstisch springt. Andere Hunde liebt sie zwar, aber sie jagt unsere arme Katze, die schon viel länger bei uns wohnt. Die Arme ist total im Stress, seit Nala da ist, weil die Kleine sie ständig anspringt und erdrückt. Deswegen mussten wir sogar schon ein paar Mal zum Notdienst beim Tierarzt. Kurz gesagt: Sie ist hübsch und kann auch lieb sein, aber sie ist so was von stur! Die Erziehung ist echt hart, sie kapiert einfach gar nichts. Sie ist jetzt über ein Jahr alt, aber stubenrein ist sie nur, wenn Madame mal Lust hat – also vielleicht jedes sechste Mal. Ein Wohnungshund ist sie definitiv nicht. Wir lassen sie auch nie allein im Haus; das haben wir einmal gemacht und sie hat die komplette Bude auf den Kopf gestellt (Vorhänge ruiniert, Spielzeug der Kinder gefressen, obwohl sie massenweise eigenes Zeug hat, in die Kinderzimmer gemacht...). Manchmal bereuen wir es echt, uns für einen Beagle entschieden zu haben. Unser Labrador war so viel sanfter und hat viel besser gehört... Wir hoffen jetzt einfach, dass Nala mit dem Alter etwas ruhiger wird 🤞🤞🤞.
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    Das kann ich so nur bestätigen. Ich habe eine 3-jährige Elizabeth-Beagle-Hündin. Sie hat bei uns zu Hause noch nie was kaputt gemacht, aber ich glaube, das liegt an den Spaziergängen, bei denen sie sich so richtig auspowert. Es ist echt Wahnsinn, sie ist draußen ständig in Action, gönnt sich keine Pause und schlägt so laut an, dass die ganze Nachbarschaft Bescheid weiß, sobald sie Wild wittert. Ich gehe jeden Morgen 3 Stunden mit ihr raus und abends nochmal so 1,5 Stunden. Mein Partner und ich teilen uns die Runden auf.

    Kurz gesagt: Du brauchst echt viel Geduld mit einem Beagle. Wir lassen sie ohne Leine laufen, deshalb habe ich einen Tracker gekauft, weil sie doch regelmäßig ausbüxt. Am Anfang habe ich manchmal über eine Stunde auf sie gewartet, weil ich nicht sicher war, ob sie mich wiederfindet. Mittlerweile weiß ich es besser. Sie hat eine Wahnsinnsnase und weiß instinktiv, wo ich bin. Für den Notfall habe ich auch eine Ultraschallpfeife dabei. Natürlich kommt sie nicht, wenn man sie ruft – ist halt ein Beagle! Ich war echt schon oft kurz davor, die Nerven zu verlieren.

    Inzwischen warte ich nicht mehr. Ich laufe einfach weiter und sie holt mich über Abkürzungen wieder ein. Sie geht kein unnötiges Risiko ein, ihre Wege sind total präzise.

    Es würde mir in der Seele weh tun, sie anzuleinen, wenn ich sehe, wie viel Spaß sie bei unseren Touren hat. Sie ist ein super sozialer Hund, lieb zu Menschen und anderen Hunden und immer gut drauf. Aber man braucht eben massig Geduld und muss ihr viel Freiheit lassen, damit sie sich rundum wohlfühlt. Dadurch hat sie auch eine top Figur, denn Beagles an der Leine haben ja oft Übergewicht. Nach den Spaziergängen schläft sie dann erst mal wie ein Stein.

    Ich habe sie noch nie verloren, im schlimmsten Fall hat sie einfach am Auto auf mich gewartet.

    So sieht der Alltag mit einem Beagle aus. Ich weiß, dass ich damit Risiken eingehe, aber entweder so oder ich müsste sie einem Jäger überlassen.

    Es ist wieder Zeit für die Gassirunde. Los geht's für 2 oder 3 Stunden! Das Gute ist, dass es einen selbst fit hält und man so viele neue Wanderwege entdeckt.

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    Das kann ich so nur bestätigen. Ich habe eine 3-jährige Elizabeth-Beagle-Hündin. Sie hat bei uns zu Hause noch nie was kaputt gemacht, aber ich glaube, das liegt an den Spaziergängen, bei denen sie sich so richtig auspowert. Es ist echt Wahnsinn, sie ist draußen ständig in Action, gönnt sich keine Pause und schlägt so laut an, dass die ganze Nachbarschaft Bescheid weiß, sobald sie Wild wittert. Ich gehe jeden Morgen 3 Stunden mit ihr raus und abends nochmal so 1,5 Stunden. Mein Partner und ich teilen uns die Runden auf.

    Kurz gesagt: Du brauchst echt viel Geduld mit einem Beagle. Wir lassen sie ohne Leine laufen, deshalb habe ich einen Tracker gekauft, weil sie doch regelmäßig ausbüxt. Am Anfang habe ich manchmal über eine Stunde auf sie gewartet, weil ich nicht sicher war, ob sie mich wiederfindet. Mittlerweile weiß ich es besser. Sie hat eine Wahnsinnsnase und weiß instinktiv, wo ich bin. Für den Notfall habe ich auch eine Ultraschallpfeife dabei. Natürlich kommt sie nicht, wenn man sie ruft – ist halt ein Beagle! Ich war echt schon oft kurz davor, die Nerven zu verlieren.

    Inzwischen warte ich nicht mehr. Ich laufe einfach weiter und sie holt mich über Abkürzungen wieder ein. Sie geht kein unnötiges Risiko ein, ihre Wege sind total präzise.

    Es würde mir in der Seele weh tun, sie anzuleinen, wenn ich sehe, wie viel Spaß sie bei unseren Touren hat. Sie ist ein super sozialer Hund, lieb zu Menschen und anderen Hunden und immer gut drauf. Aber man braucht eben massig Geduld und muss ihr viel Freiheit lassen, damit sie sich rundum wohlfühlt. Dadurch hat sie auch eine top Figur, denn Beagles an der Leine haben ja oft Übergewicht. Nach den Spaziergängen schläft sie dann erst mal wie ein Stein.

    Ich habe sie noch nie verloren, im schlimmsten Fall hat sie einfach am Auto auf mich gewartet.

    So sieht der Alltag mit einem Beagle aus. Ich weiß, dass ich damit Risiken eingehe, aber entweder so oder ich müsste sie einem Jäger überlassen.

    Es ist wieder Zeit für die Gassirunde. Los geht's für 2 oder 3 Stunden! Das Gute ist, dass es einen selbst fit hält und man so viele neue Wanderwege entdeckt.

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    Energiesolaire
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    Ich liebe das Video, genau so ist es: der Beagle, der bellt oder eher sein „Wouuuuuuuuh“ ohne Grund rausheult und zu Hause absolut nie bellt. Bei mir ist es genau dasselbe. Die Leute sagen mir immer, wie cool es ist, dass er nicht bellt – aber das sagen sie nur, bis sie ihn abends draußen erleben, denn bei mir bellt er fast nur abends so, beim Gassi gehen dagegen nie... Ich mag auch den Beagle-Mix an der Leine, man sieht richtig, wie er wie ein Irrer zieht. Gleichzeitig sieht der, der frei läuft, noch ziemlich jung aus – fast zu jung, um auszubüxen, und eine Stunde ist für einen jungen Hund ja auch schon ordentlich, oder? Er ist mega beschäftigt mit Schnüffeln, eben ein Beagle in seiner ganzen Pracht. Ich finde solche Videos super, um mal mit den ganzen Mythen aufzuräumen, bin schon gespannt auf weitere. Aber sorry @énergie solaire, ich finde, dass diese Beagles hier die typischen Eigenschaften der Rasse eigentlich ziemlich gut repräsentieren.

    Tja, wir versuchen's, aber das ist noch lange nicht gewonnen LOL

    Übrigens, der, der frei läuft, ist mindestens 4 Jahre alt, ich würde aus der Erinnerung eher auf 5 tippen, ich hatte damals mal nachgefragt. Ziemlich unglaublich, oder?

    Ganz ehrlich, ich habe bisher 8 Stück getroffen, mit denen ich genug zu tun hatte, um mir ein echtes Bild zu machen. Drei davon – Neptune, Elvis und der hier (dessen Namen ich vergessen habe) – habe ich in Summit getroffen, also alle ohne Leine. Von denen habe ich die Besitzer von Neptune und Elvis interviewt (zusätzlich zu der Dame).

    Elvis hat sein Frauchen echt Nerven gekostet, aber es war ein bisschen so, als hätte ihr nie jemand erklärt, dass dieser Hund das einfach nicht kann. Also ist sie drangeblieben. Er ist jetzt etwas über 3 Jahre alt und benimmt sich ohne Leine super. Typisch Pudel. Neptune gehört einem Mann in den 50ern, der total tiefenentspannt ist. Er hat einen Teil seines Lebens in Südafrika verbracht. Da ist es genau das Gleiche. Er bewegt sich ein bisschen mehr, entfernt sich auch mal weiter. Aber sein Herrchen hatte kein Problem damit, ihn abends im Dunkeln rauszulassen.

    Von den Hunden, die unseren eingezäunten Hundepark besuchen, bin ich bei keinem so richtig überzeugt. Und der, der ganz in der Nähe wohnt, drei Häuser weiter, der bellt zu Hause, das ist sicher. Aber sein Frauchen kümmert sich nicht gut um ihn, er ist ein bisschen neurotisch. Der letzte ist dann der hier:

    [youtube=https://www.youtube.com/watch?v=utufF3FlQek]

    Und meine Güte, hat der an der Leine gezogen (da war er gerade 6 Monate alt). Aber er zieht jetzt bestimmt nicht mehr, weil die Besitzer weiter fleißig beim Training waren. Die sind da an der richtigen Adresse. Meiner Meinung nach ist das Thema erledigt. Aber es ist eben ein Haufen Arbeit.

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    Man hat ja eigentlich genug Infos über Beagles und sieht sie oft genug beim Gassi gehen, um sich ein Bild zu machen. An der Leine: Mission Impossible. Ohne Leine: echt kompliziert. Ist das der perfekte Hund für eine 21-jährige Studentin, wenn sie das Nest verlässt und in ihre erste eigene Wohnung zieht? Ganz sicher nicht.

    Wenn es einen Mythos gibt, den man aus der Welt schaffen muss, @Énergie, dann ist es meiner Meinung nach der vom mittelgroßen Hund mit dem süßen Gesicht, den man sich nur deswegen holt und für sonst nichts. Denn die ganzen Beagles in den Tierheimen sind nicht die, die wegen ihrer tollen Jagdfähigkeiten ausgesucht wurden, glaub mir.

    Der Mythos, das sind diese „Beagle-Augen“, dieses dämliche Gerede, das man in so vielen Rassebeschreibungen findet: „Natürlich kann der Beagle in einer Wohnung leben, wenn er jeden Tag rauskommt“, „er wird dich mit seinem Hundeblick um den Finger wickeln, damit du ihm seinen Blödsinn verzeihst“ und so ein Quatsch.

    Eigentlich hab ich gemerkt, dass die meisten Leute, die auf den Beagle abfahren, einfach noch nie wirklich Zeit mit einem verbracht haben. Ich sag nur: Schau es dir am besten mal selbst an!

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