3 Monate alter Welpe – aufsässig / aggressiv

Smaugie2022
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Hallo zusammen,

Ich schreibe hier, weil ich seit etwas mehr als einem Monat einen Australian-Shepherd-Welpen zu Hause habe.

Wir haben ihn mit meinem Partner mit etwa 2 Monaten (und ungefähr einer Woche) bekommen.

Seit einiger Zeit sträubt er sich total gegen mich, wenn ich ihn zurechtweiße:

Zum Beispiel wenn er aufs Sofa steigt und ich „Nein

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    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Welpen haben bei Hunden so eine Art Welpenschutz, man muss echt mal aufhören mit diesem ganzen Hierarchie-Quatsch, nur um sich Gehör zu verschaffen. Es liegt nicht daran, ob ein Hund vor oder nach uns frisst, ob er sich entscheidet zu hören oder nicht, und auch nicht daran, dass wir ihm Zuneigung zeigen.

    Und er fühlt sich wohl, na und? Ist doch super! Müsste er etwa Angst vor euch haben und sich bei jedem falschen Mucks flach auf den Boden legen?

    Ich hab nichts gegen Besitzer, die von Hierarchie reden, wenn sie wissen, was sie tun. Aber wenn ein Trainer so vage Konzepte in den Raum wirft wie „Oh, du behandelst ihn wie ein Familienmitglied“ (und worum geht’s da jetzt eigentlich genau?) – ja, und? Ein Welpe, der knabbert oder Futter klaut und damit wegrennt, um zu spielen, das ist doch kein Machtmissbrauch. Das ist einfach nur ein Welpe, ein Lebewesen. Was interessiert es ein Tier, ob das Futter jetzt dir gehört oder deinem Nachbarn? Der hat doch keinen Schimmer davon. Er wird das noch lernen, genau wie das mit dem Knabbern. Er wird lernen, dass Menschen diese Art zu spielen nicht mögen, dass ihre Haut dünner ist und dass seine Zähnchen wehtun.

    Sei einfach froh, dass du einen Welpen hast, der sich bei dir so wohlfühlt und dir so sehr vertraut, dass er völlig entspannt tief und fest schläft.

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    T
    Tessa2022 Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Hallo,

    mir geht’s fast genauso wie dir.

    Ich habe eine 3 Monate alte Aussie-Hündin, mit der es echt kompliziert ist, weil sie ständig beißt, sobald man nur einen Schritt macht (wahrscheinlich will sie nur spielen, aber ihre spitzen Zähnchen tun höllisch weh, ich will mir gar nicht ausmalen, wie das in ein paar Monaten ist!). Ich habe eine Verhaltensberatung bei einer Trainerin gemacht: Ergebnis war, dass unsere Hündin ordentlich Charakter hat (ist halt ein Hütehund!), sie ist nicht ängstlich genug (dass sie auf dem Rücken schläft, zeigt wohl, dass sie nie auf der Hut ist und keine Angst hat) und wir hätten sie wohl zu sehr wie ein Familienmitglied behandelt, obwohl Hunde in der Hierarchie ganz unten stehen müssten. Wegen des Beißens meinte sie, wir sollen sie permanent an der Leine lassen, sie sofort schnappen, wenn sie beißt, und kurz und kräftig daran rucken... was soll ich sagen, das hat ganze zwei Tage funktioniert und seitdem ist es für sie ein Spiel! Ich bin da echt skeptisch, was diese Methode angeht...

    Das Problem ist, dass für sie alles ein Spiel ist. Wenn wir sie mit den Händen wegdrücken, verstärkt das das Ganze nur noch, sie kommt schneller und doller zurück und mittlerweile springt sie auch.

    Was das Futter angeht, gewöhne ich meine daran, indem ich ihr zeige, dass es mein Futter ist. Wenn ich es ihr gebe, gehe ich mit der Hand daneben, nehme den Napf kurz weg und gebe ihn wieder, dasselbe beim Knochen... und sie sagt mittlerweile gar nichts mehr. Aber das muss man halt oft machen, wie eigentlich alles.

    Da meine im Moment noch null auf Kommandos hört (außer „Sitz“ und „Bleib“ vor dem Napf), hindere ich sie daran, aufs Sofa zu gehen, indem ich kurz mit einem Druckluftspray für den PC in die Luft sprühe, ohne dass sie es sieht (Achtung, niemals auf sie zielen!). Das „Pschitt“-Geräusch lässt sie sofort stoppen. Das ist eine Methode von der Trainerin – ich schätze, darüber lässt sich streiten, aber ich habe das Gefühl, es gibt so viele Methoden wie Trainer!! Das ist ja das Schwierige.

    Auf jeden Fall muss man sie extrem loben (mega Knuddeln, auch wenn man sich dabei total bekloppt vorkommt, oder eben Leckerlis), sobald sie was gut macht.

    Ich habe mich jetzt auch in einem Hundeverein angemeldet für Gehorsam und Sozialisierung mit anderen Hunden.

    Aber falls es dich beruhigt, ich fühle mich auch wie eine schlechte Hundemama. @Bangdji hat recht, sie ist noch total jung und das wird sich schon legen. Du scheinst ja wirklich alles zu geben, damit es klappt, also... das wird schon! 👌

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    Docline
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    Ich glaube ehrlich gesagt, dass es bei einem Aussie-Welpen völlig egal ist, wer der Hundetrainer ist – das wird immer kontraproduktiv sein.

    Wie wäre es mit der Idee, mal einen Verhaltensberater zu dir nach Hause zu holen, damit er euch beobachtet? Gar nicht mal wegen dem Hund, sondern um eure Beziehung zueinander zu bewerten (und umgekehrt natürlich auch).

    Ein Aussie liebt seine Menschen über alles und will ihnen eigentlich nur gefallen, sobald man erst mal sein Vertrauen gewonnen hat.

    Und wenn man seine Grundbedürfnisse respektiert (neben Fressen, Trinken, Schlafen) =

    Nr. 1 = SPIELEN mit Hundekumpels; der Aussie ist ein totaler Gefühlshund, da läuft gar nichts mehr, wenn er nicht seine tägliche Dosis Zeit mit Hunden bekommt, die er mag.

    (Du wirst sicher gut 18 Monate lang dafür sorgen müssen, dass er seine tägliche Portion Freundschaft und Hundespiele bekommt).

    Nr. 2 = SPIELEN mit seinen Menschen, mit Leuten, denen man begegnet, mit der Katze, egal mit wem, Hauptsache nicht alleine.

    Wenn das erst mal geklärt ist, kriegt man von einem Aussie eigentlich alles, was man will. Er ist so ziemlich der folgsamste Hund, den man treffen kann.

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    Kikaah
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    Schau mal auf Facebook in der Gruppe „la team cap dog“ vorbei und frag per PN nach Kontaktdaten von guten Hundetrainern in deiner Nähe 😉

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    Smaugie2022
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    Sorry für die Fehler, ich schreib am iPhone und die Autokorrektur klappt hier nicht.

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    Smaugie2022
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    Danke euch für die Antworten.

    Ich hasse es echt, ihm das anzutun 🥺🥺🥺 ich hab das Gefühl, ich quäl ihn total und verlier die ganze Bindung zu ihm.

    Ich werd's mal mit der Ignorieren-Methode versuchen, aber als ich das schon mal probiert hab, hat der kleine Drache mich direkt in den Rücken gezwickt 😂.

    Das mit dem Sofa geht voll auf meine Kappe, da sag ich gar nichts gegen, und ich bin die Erste, die zugibt, dass ich im Moment keine gute Hundemama für ihn bin.

    Dafür hat er das mit dem Essen-Klauen sofort kapiert – er wartet auch immer auf das „Ok“, bevor er an seinen Napf oder an seinen Knochen geht.

    Die Trainerin hab ich genommen, weil sie den Border Collie von meinem Bekannten echt gut im Griff hatte. Aber der war vom Charakter her auch viel einfacher.

    Wenn ich ihn unterwerfe, lass ich ihn immer direkt los, sobald er ruhig wird, aber er fängt halt nach einer Minute direkt wieder an, deshalb zieht sich das manchmal echt eine Stunde hin.

    Falls jemand einen Trainer kennt, der andere Methoden anbietet, bin ich für Tipps echt dankbar.

    Was das Gassi gehen angeht, sind wir viel draußen, aber er ist ein kleiner Schisser – er traut sich eigentlich nie von seinen bekannten Wegen rund ums Haus weg, außer wir sind im Park haha.

    Ich hab meinen Job als Kellnerin erst mal aufgegeben, um die Zeit zu haben, die Beziehung zu ihm wieder hinzukriegen. Ich werd also geduldig sein und die Sache ganz locker angehen.

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    Flip-Cockwood
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    Hi,

    es ist ganz normal, dass der Hund in dem Alter rebelliert. Das ist einfach nur ein Zeichen, dass er ein bisschen Charakter hat. Ich weiß gar nicht, wie oft mich mein Hund zwischen dem 2. und 4. Monat angebellt, angeknurrt oder nach mir geschnappt hat. Ich persönlich ignoriere so ein Verhalten einfach und ziehe meine Ansage durch, bis er macht, was er soll (natürlich nur bei sinnvollen Forderungen).

    Wenn er völlig am Rad dreht, hilft eine Auszeit, aber er muss das erst mal begreifen, damit er die Verknüpfung „Isolation = erwartetes Verhalten“ herstellt. Die Auszeit ist keine Strafe, die du bei Ungehorsam nutzt. Sie dient nur dazu, den Hund aus der Situation rauszunehmen, die ihn so stresst oder aufregt.

    PS:

    Den Hund auf den Boden zu drücken und mit Gewalt festzuhalten, bringt echt nicht viel... Viele machen das nach, weil sie denken, das wäre natürliches Hundeverhalten, aber das lässt sich nicht auf uns Menschen übertragen. Wenn Hunde das machen, spüren sie genau, wenn der angespannte Muskel im Nacken locker lässt – das können wir gar nicht fühlen. Diese Geste ist nicht dazu da, einen Hund zu unterwerfen, sondern um ihn wieder in einen entspannten Zustand zu bringen.

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    « Bei so einer Situation oder wenn Futter bei meinen Füßen lag, sollte ich den Hund zwicken, wenn er ran wollte »

    -> « Inzwischen knurrt er mich sogar an, wenn ich näher komme, während er an seinem Knochen kaut »

    Wenn er jetzt tolles Futter mit dem Zwicken verknüpft hat, ist es kein Wunder, dass er dir gegenüber misstrauisch geworden ist. Du musst ihm klarmachen, dass du keine Bedrohung für ihn bist.

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    Ein Knochen oder andere Leckerlis sind auch Privilegien.

    Du lässt ihn in Ruhe fressen, gehst einfach nur an ihm vorbei und er knurrt? Dann kommt ein klares "Wie bitte?". Wenn er aufhört: "So ist es brav". Macht er weiter, nimmst du den Knochen weg.

    Ende des Privilegs. Wenn er sich auflehnt oder versucht, nach dir zu schnappen: tiefe, ernste Stimme: "Wie bitte? Du knurrst? Du knurrst MICH an?". Gerade Körperhaltung, Knochen nehmen und weggehen. Ignorier ihn dann komplett (nicht für eine Stunde, aber eine Weile – erst mal schmoller lassen, bis er sich beruhigt hat, dann ist gut).

    Ich hatte mal eine Hündin, die ständig rumgekläfft hat. Sie war nicht aggressiv, aber eben eine richtige Kläfferin. Die beste Methode, um sie ruhig zu kriegen? Ignorieren. Total. Das hatte sich nach ein paar Tagen erledigt (sie war aber schon erwachsen, hab sie mit 2 Jahren aus dem Tierheim geholt).

    Danach dann das übliche Programm: Wenn der Welpe sich beruhigt hat, geht man wieder zu ihm. Willst du spielen? Willst du deinen Knochen? Kuscheln? Sorg für viele schöne Momente, um eine Bindung aufzubauen.

    Er knurrt wieder? Er markiert wieder den dicken Macker? Dann wieder empört schauen, tiefe Stimme, eine kleine Ansage mit unzufriedenem Ton (es geht nicht darum, ihn anzuschreien, sondern klarzumachen, dass man absolut nicht einverstanden ist).

    Und dann geht man weg und lässt ihn links liegen. Wenn er rumjault oder schmollt – tja, dann soll er halt. Er wird sich schon wieder einkriegen. Und dann geht man wieder auf ihn zu...

    Sobald er anfängt, es zu verstehen (z. B. wieder auf das Kommando fürs Sofa wartet oder keinen Ton sagt, wenn man vorbeiläuft, während er seinen Knochen kaut), zeig ihm deine Freude! Ein kurzes Lob, Streicheleinheiten, Kuscheln 🙂

    "Na siehst du, du kleiner Spinner, wenn du lieb bist, ist alles super" – und dann genießt man die Zeit mit seinem Welpen, spielt und hat Spaß.

    Er sollte ziemlich schnell kapieren, was für ihn am besten ist. Brav sein? Streicheleinheiten, Spiele, Kuscheln auf dem Sofa, Knochen.

    Welpe spielt den kleinen Terroristen? Kein Sofa, kein Knochen, keine Aufmerksamkeit.

    Natürlich ist das ein Lernprozess, der sich erst einspielen muss. Man darf das nicht nur zwei Tage lang machen und dann denken, dass es nicht funktioniert – oder glauben, es sei erledigt, nur weil er es fünf Tage später doch nochmal wissen will.

    Man muss da langfristig dranbleiben. Er muss wissen, dass du nicht nachgibst und dass ein kleiner Möchtegern-Chef durch Rumschreien gar nichts erreicht, während ein lieber Kerl alles bekommt 🙃

    Natürlich solltest du auch daran denken, ihn richtig auszulasten... Spaziergänge, neue Orte, Hundekumpels, die ihm auch Manieren beibringen, Spiele – volles Programm für den kleinen Teufel.

    Kopf hoch, er ist noch ganz jung, ihr kriegt das Ruder definitiv wieder rum, ganz sicher!

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    Ich sehe das wie docline, und mal abgesehen von einer ganz großen Ausnahme sehe ich bei einem 3 Monate alten Welpen nicht wirklich Aggressivität.

    Ich bin auch nicht für Unterwerfung oder Machtspielchen. Dein Welpe ist klein und schlau, er kann durch Lernen verstehen (auch, was Verbote angeht).

    Du sagst, du verbringst eine Stunde damit, dich mit ihm "rumzuschlagen". Geduld hast du also... aber vielleicht nicht die richtigen Methoden.

    Ich glaube nicht, dass er aufmuckt, nur weil du ihm das Sofa erlaubt hast. Vor allem nicht beim Kommando "Komm".

    Alle Babys testen ihre Grenzen aus. Die spielen sich gerne mal als kleiner Boss auf. Meine Hündin hatte als Welpe alle drei Monate so eine Art Teenie-Krise 😅 Ein Monat Stress, ein Monat, um die Sache wieder in den Griff zu kriegen, und ein Monat Ruhe, bevor... Überraschung! Die Rückkehr 😂

    Er ist noch klein. Auch ohne ihn zu unterwerfen, hast du trotzdem die Oberhand.

    Wenn er ohne Erlaubnis aufs Sofa springt, hop, schick ihn direkt wieder runter. Dass er dich dann "anmeckert", ist nicht dein Problem. Ignorier ihn einfach. Wenn er dann ganz ruhig wiederkommt, dann darf er hoch. Wenn er auf dem Sofa wieder knurrt, muss er runter. Das Sofa ist ein Privileg.

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