Meine Hündin nimmt die Köpfe der Kitten ins Maul

Alysszen
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Hallo zusammen! Ich habe eine 9 Monate alte Akita-Inu-Hündin, die momentan super sozialisiert ist (sie spielt mit Hunden, Katzen und Frettchen und akzeptiert sie alle...). Sie ist total entspannt und eine echte Seele von Hund.

Vor zwei Monaten haben wir einen Wurf von 4 Kätzchen gefunden, die ausgesetzt wurden (die Kleinen waren total verschmust, obwohl sie uns nicht kannten, sind nicht weggelaufen, haben sofort Trockenfutter gefressen und waren stubenrein, ohne dass man es ihnen zeigen musste... und am Tag davor gab es ein Unwetter, aber sie waren komplett trocken...), sie waren hinter einem riesigen Busch versteckt... Ohne das Miauen hätten wir sie nie entdeckt.

Wir haben sie aufgenommen, behandelt und geimpft (sie waren voller Flöhe und Würmer, hatten überall Krusten und rote Pusteln). Zwei konnten wir vermitteln, den dritten aber nicht, wobei wir ja sowieso eines behalten wollten.

Jetzt haben wir also zwei Kätzchen und einen Akita Inu! Beides sind Kater. Wir haben die beiden so ins Herz geschlossen, dass wir das Angebot, den dritten Kater doch noch abzugeben, abgelehnt haben – wir haben ihn also ganz bewusst behalten. Wir haben die Kitten Schritt für Schritt eingewöhnt (wenn wir nicht da waren, waren sie zur Sicherheit in einem anderen Raum, auch wenn meine Hündin echt toll mit ihnen umgeht).

Seit die Kätzchen da sind, ist meine Hündin viel entspannter, wenn wir mal nicht da sind (vorher hat sie ihren Napf nicht angerührt, wenn wir weg waren, jetzt frisst sie ohne Probleme). Sie schlafen zusammen, putzen sich gegenseitig und jeden Abend vor dem Schlafengehen gibt es eine Kuschelrunde mit den beiden Kätzchen und meiner Hündin. Sie teilen sich Spielzeug, Leckerlis und den Wassernapf.

Das Problem ist: Wenn sie spielen, passiert es regelmäßig, dass meine Hündin – nachdem sie zusammen durch die Wohnung geflitzt sind – den Kopf der Kätzchen in ihr Maul nimmt. Am Anfang sagen die Kleinen nichts, aber dann fangen sie an, ziemlich laut zu miauen und schließlich zu fauchen, wenn man nicht dazwischengeht.

Wie soll ich dieses Verhalten deuten? Ich greife ein, weil sie ja körperlich nicht in der gleichen Liga spielen (meine Hündin wiegt 30 kg, die Kitten gerade mal 3 kg...), aber ist das wirklich der richtige Weg? Wir haben ihr das Kommando "Aus" beigebracht, sie lässt dann auch los, aber es ist auf Dauer echt anstrengend, das jeden Tag sagen zu müssen...

Was ratet ihr mir? Danke für eure Antworten 😉

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  • Tania28
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    Das wird schon gut gehen 👌 du bist dir ja bewusst, dass du deine Hündin forderst

    Gibt's ein kleines Foto von den 3 Flitzern? 😁

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    Alysszen
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    Ich mache schon so einige Übungen zur Impulskontrolle: ruhig bleiben für Leckerlis, ruhig bleiben für den Napf, ruhig bleiben für das Spielzeug in meiner Hand oder was zum Kauen, ruhig bleiben, bevor er zu anderen Hunden darf und so weiter. Aber ich glaube, an der Ruhe zu arbeiten, wenn die Kätzchen überall rumflitzen, ist echt eine super Idee!

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    Alysszen
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    Hallo, am Anfang finden die Kätzchen es lustig, weil meine Hündin überall herumrennt (ich weniger, wegen der Möbel, die sie dabei verschiebt xD). Und sie lieben es, sich erhöht hinzusetzen, um mit ihrer Ringelrute zu spielen oder ihr Pfotenhiebe gegen den Kopf zu geben, ohne die Krallen auszufahren. Meistens rennen sie überall rum, sobald sie ihre Aufmerksamkeit haben, und kommen wieder an, wenn sie sie nicht jagt. Ich hab echt Glück, eine Akita-Hündin zu haben, die super auf Wortkommandos hört. Ich muss ihr nur sagen, dass sie loslassen soll, und sie lässt das Kätzchen sofort los. Vorhin saßen die Kleinen wieder oben auf der Couch und haben ihr Pfotenhiebe auf den Kopf und die Rute gegeben. Ich hab meiner Hündin gesagt, sie soll mit mir in die Küche kommen, und jetzt schlafen alle in einer Ecke in der Küche (egal wo ich hingehe, meine Hündin und die Kätzchen folgen mir ...). Ich werde versuchen, mehr an der Impulskontrolle meiner Hündin zu arbeiten, weil ich weiß, dass sie ab einem gewissen Erregungslevel nur schwer wieder runterkommt. Sie hört zwar auf meine Kommandos, bleibt aber total aufgedreht und springt überall rum, außer ich sage ihr, sie soll sich hinlegen – das beruhigt sie dann. Sie steht nicht so auf Bälle, aber ich werde es trotzdem mal damit probieren und sie loben, sobald sie mit den Kätzchen spielt, ohne deren Köpfe ins Maul zu nehmen. Meine Hündin ist 9 Monate alt und die Kätzchen laut Tierärztin viereinhalb Monate. Da sie ausgesetzt wurden, wissen wir das genaue Datum nicht. Ich hab meiner Hündin beigebracht, nicht mehr zu beißen, und sie hat das tatsächlich den Kätzchen beigebracht, die jetzt auch nicht mehr beißen (sie machen es wie sie: wir können die Finger an ihr Mäulchen halten, ohne dass sie beißen oder zwicken). 😌 Wäre es also am besten, sie das unter sich ausmachen zu lassen, natürlich unter Aufsicht, um einzugreifen, falls die Kätzchen fauchen? Oder sind die Kleinen dafür noch zu klein?
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    Dundeemaya,

    deshalb hab ich auch ganz lieb gemeint angefangen, weil ich mir bei dir schon gedacht hab, dass das nur so eine Redewendung war! 😁

    Aber ich dachte, du antwortest auf den User vor dir, was dem Anfang deines Posts eine ganz andere Bedeutung gibt..

    Alysszen,

    also so wie du das jetzt erzählst, klingt das wirklich erst mal nur nach Spiel.

    Ein bisschen so, wie wenn ich mit meinen Kitten spiele und ihnen manchmal mit der Hand das Gesicht zuhalte und sie dann wieder wegnehme – das mögen sie auch nicht immer...

    Ich glaube nicht, dass dein Hund deinen Kleinen wehtun will, genauso wenig wie ich meinen.

    Aber weil du in deinem ersten Post meintest, dass sie „nachdem sie mit den Kitten durch die Wohnung gerannt sind, am Ende den Kopf in sein Maul stecken“, hab ich mir die Szene irgendwie anders vorgestellt.

    Ich weiß zwar nicht, wie alt deine Kitten sind, aber ich denke, als sie noch ganz klein waren, war das so eine Art freiwillige Unterwerfung, und je älter sie werden, desto weniger unterwerfen sie sich.

    Ich sehe darin eine Riesenchance für die Kleinen (und auch für dich), weil ich glaube, dass ein Hund viel besser als ein Mensch die Erziehung von Kitten übernehmen kann, die keine Mutter mehr haben – zumindest was die Beißhemmung angeht. Das ist echt ein Glücksgriff.

    Also, solange du ein Auge drauf behältst, kann man ein Unfallrisiko oder eine plötzliche Laune deines Hundes wohl ausschließen. An deiner Stelle würde ich die Kitten sich spielerisch mit dem Hund messen lassen, weil das für sie fast schon notwendig ist und später auch ein Sicherheitsaspekt sein kann.

    Nur wenn die Kleinen anfangen zu fauchen, sollte man sie lieber trennen – auch deinem Hund zuliebe, denn ein Hieb mit der Kralle auf die Nase passiert schnell. Aber im Großen und Ganzen denke ich, da du ja für die Sicherheit sorgst, kannst du die Tiere ruhig ihre Grenzen untereinander austesten lassen.

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    Leeleebijou
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    Das kriegst du über viele kleine Übungen hin: zum Beispiel, dass er dich erst mal angucken muss, bevor er was bekommt. Oder dass die Haus- oder Autotür erst mal zu bleibt und der Napf nicht direkt auf den Boden kommt, wenn der Hund schon total in den Startlöchern steht usw. Im Grunde musst du warten, bis er wirklich entspannt abwartet, und ihn dann belohnen, indem du ihm gibst, was er wollte (Freiraum, Futter etc.).

    Bis hin zum „Bleib“ vor einem starken Reiz, wie zum Beispiel einem Ball...

    All diese Übungen sorgen dafür, dass der Hund erst mal nachdenkt und lernt, sich selbst zu beherrschen – nach dem Motto: Man bekommt nicht immer alles sofort.

    Um ihn wieder runterzubringen: Wenn du merkst, dass dein Hund bei den Kätzchen schon „in seinem Film“ ist, ist er eigentlich schon zu aufgedreht. In dem Moment musst du die Aktivität wechseln, irgendwas Ruhigeres machen und das Spiel unterbrechen, bevor das Ganze in ein Jagdverhalten umschlägt und sie anfangen, sich gegenseitig zu jagen.

    Versuch dabei, seine Aufmerksamkeit zu bekommen und zu halten, während die Kätzchen daneben rumrennen. Belohne es direkt, wenn sie nicht hinterherflitzt: also fleißig Leckerlis verteilen.

    Dass du „nur“ verbal eingreifen musst, um deine Hündin zu stoppen, zeigt ja, dass sie noch „einen klaren Kopf“ hat und nicht völlig abschaltet. Das ist noch kein krasser Jagdtrieb. Nach deinen weiteren Infos denke ich echt, dass ihr das hinkriegt – vor allem, weil du in deinem ersten Post ja schon meintest, dass ihr ein ziemlich gutes Team seid.

    Du brauchst einfach nur noch ein bisschen Geduld. Deine Hündin wird ja auch noch reifer und lernt, sich besser zu kontrollieren. Und die Katzen werden mit der Zeit auch deutlicher zeigen, wenn ihnen was nicht passt. Das spielt sich alles mit der Zeit ein.

    Wie alt sind sie eigentlich?

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    Bei uns trainieren wir das mit Bällen. Da sie die unbedingt schnappen will, ist das Ziel, dass sie lernt zu warten und ruhig zu bleiben, während ich den Ball schüttle, werfe oder direkt an ihr vorbeikullern lasse. Ich arbeite dabei am liebsten aus dem „Platz“ heraus, damit sie wirklich versteht, dass sie trotz des Reizes entspannt bleiben soll.

    Du kannst ganz langsam anfangen, indem du ihr den Ball erst mal nur zeigst oder ihn vorsichtig vor ihren Augen hin- und herrollst.

    Es gibt natürlich noch massenhaft andere Übungen zur Impulskontrolle, die anderen hier haben sicher auch noch ein paar Tipps für dich. (Ich bleib auf jeden Fall am Thema dran, falls noch Übungen auftauchen, die ich selbst noch nicht kenne!)

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    "Falls sie überleben" – das klingt echt gar nicht gut. Ich rate dir, sie abzugeben, wenn du das Verhalten deines Hundes nicht sofort komplett unter Kontrolle kriegst. Wenn sie jetzt schon fauchen, bedeutet das Stress für sie, und das könnte später echt böse enden.

    Hallo,

    Genau das ist ja mein Ziel: ihr schnell beizubringen, sich nicht mehr so zu verhalten. Eins der Kitten hat bisher nur ein einziges Mal gefaucht. Den Rest der Zeit sag ich ihr, sie soll ablassen, und dann macht sie das auch und lässt sie in Ruhe, da die Spielrunden eh nur unter Aufsicht stattfinden. Das hält die Kleinen aber nicht davon ab, immer wieder bei ihr anzukommen, um zu spielen. Ich möchte ihr nur beibringen, wie sie anders mit ihnen spielen kann.

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    Hallo, meine Hündin hat das bei einer meiner beiden Katzen auch gemacht. Wenn es nicht gerade beim gemeinsamen Spielen war, bin ich dazwischengegangen, aber bloß nicht mit Schreien oder so (wenn die Katze schon im Maul vom Hund ist, wäre es echt kontraproduktiv, die Aufregung durch Rumschreien noch zu steigern). Ich hab sie einfach mit was anderem abgelenkt (aber bloß kein wildes Spiel in dem Moment). Mittlerweile macht sie es nur noch selten und nur beim Spielen. Die Katze zeigt ihr dann schon, wenn sie zu fest zupackt (durch Miauen), ansonsten wehrt sie sich auch gut. Der Unterschied ist: Als die Katze einzog, war meine Hündin schon über ein Jahr alt. Dein Akita ist ja noch jung, und wenn man die Aufregung da nicht im Griff hat, kann das schnell mal eskalieren. Problematisch ist vielleicht, dass du jedes Mal eingreifst. So kann die Hündin eventuell gar nicht einschätzen, ob sie wehtut, und man weiß nicht, ob sie von alleine aufhören würde. Wenn deine Katzen das überstehen, sollte sich das geben, wenn sie erwachsen ist. Bis dahin würde ich aber voll auf Impulskontrolle und das Runterfahren der Aufregung setzen, damit sie lernt, sich selbst zu regulieren. Hallo, wie würdest du das mit der Impulskontrolle/dem Runterfahren der Aufregung genau angehen?
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    🙂 Nichts für ungut, ein Kätzchen ist ziemlich zerbrechlich, aber vor allem ist es eben ein Lebewesen. Ein Porzellanservice ist auch zerbrechlich, aber wenn jemand seinen Hund damit spielen lässt, sag ich: Pech gehabt, wenn's kaputt ist! Aber wenn er den Hund mit einem Kätzchen spielen lässt, dann reagier ich ganz anders.

    Nein, aber es ist vor allem ein Lebewesen, das viel zerbrechlicher ist als ein ausgewachsenes Tier, echt jetzt! Ich lasse meine Hündin mit meinem tollen großen Kater spielen, weil er ein gestandener Kerl ist, der weiß, wie er damit umgehen muss und was einstecken kann.

    Ein Kätzchen eher weniger, es ist viel „zerbrechlicher“, eben weil es LEBENDIG ist 😝

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    Hallo,

    Danke für eure Antworten!

    Ich möchte ein paar Dinge klarstellen: Meine Hündin benutzt dabei überhaupt keine Kraft, sie liegt auf dem Boden und die Kätzchen können ihren Kopf jederzeit rausziehen, wann sie wollen. Was sie nervt, ist dass sie es immer wieder macht, sobald sie den Kopf rausziehen – das wird ihnen auf Dauer zu viel. Für die Kleinen ist es erstmal lustig, weil sie sich gegenseitig sowieso putzen und sich das deshalb erst mal gefallen lassen, aber irgendwann haben sie die Nase voll. Ich möchte auch noch sagen, dass sie sofort loslässt, wenn ich es ihr sage, und dass ich immer eingreife, bevor die Kätzchen anfangen zu fauchen. Die Spielsituationen werden ständig beaufsichtigt.

    Sie hätte sie töten können, wenn sie gewollt hätte: Sie kann Türen öffnen und hätte das jederzeit in unserer Abwesenheit tun können – aber sie hat die Tür nie aufgemacht, wenn wir nicht da waren. Und wenn ich die Kleinen danach anschaue, ist außer dem Speichel meiner Hündin nichts zu sehen.

    Außerdem sind es immer die Kätzchen, die meine Hündin zum Spielen auffordern. Ich glaube, wenn sie wirklich leiden würden, würden sie keinen Kontakt zu ihr suchen, sie nicht putzen oder mit ihr schlafen.

    Ich stimme absolut zu, dass ein Unfall sehr schnell passieren kann und man sehr aufpassen muss. Genau deshalb habe ich hier geschrieben – ich wollte Tipps bekommen, um meiner Hündin beizubringen, dieses „Spiel" mit ihnen zu lassen. Die Kätzchen haben Verstecke und erhöhte Plätze, wo sie hingehen können, wenn sie keinen Kontakt wollen. Aber wie gesagt, meistens suchen sie den Kontakt selbst, also nutzen sie diese Rückzugsorte kaum.

    Ich werde die Technik ausprobieren, sie abzulenken – mein Ziel ist es, ihr schnell beizubringen, das nicht mehr zu machen. Danke für den Tipp, ich hoffe es klappt!

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