Stubenreinheit + Hund tagsüber draußen lassen, wenn wir weg sind

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Hallo zusammen!

Ich schreibe mal einen kleinen Post, um meine Erfahrungen mit meiner Hündin zu teilen und vielleicht anderen zu helfen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Also, ich habe eine süße kleine Golden-Retriever-Hündin namens Népal adoptiert. Als ich sie bekam, war sie 3 Monate alt. Ich hatte damals 15 Tage Urlaub und konnte mich voll um sie kümmern, danach hat mein Freund den ganzen August übernommen und war für sie da. Népal wurde größer und immer stubenreiner, nachts gab es keine Unfälle mehr. Dann kam der September und wir mussten beide wieder arbeiten. Am Anfang konnte ich mittags noch nach Hause fahren, aber leider war es dann so: Wenn ich mittags oder abends heimkam, war alles im Haus vollgepinkelt und vollgeschissen... Klar, jetzt sagen mir alle: 'Das ist normal, sie ist noch klein, du musst geduldig sein, bloß nicht schimpfen'. Seh ich ja auch so, ich hab mich echt zusammengerissen, aber mal ehrlich: Wer hat schon Bock, seine Mittagspause und den Feierabend auf allen Vieren zu verbringen und alles aufzuwischen (und bei der Größe des Hundes war das ordentlich)? Vor allem lief es oft unter die Möbel, ein totaler Albtraum... Das ganze Haus hat nach Urin und Scheiße gestunken, echt nicht gerade einladend...

Die Wochen vergingen, sie wurde älter, aber bei der Stubenreinheit gab es keine Besserung. Schlimmer noch, es gab Rückschritte, weil sie plötzlich nachts wieder anfing (obwohl das eigentlich schon klappte, sogar als wir wieder angefangen haben zu arbeiten). Wir haben versucht, ruhig zu bleiben, aber machen wir uns nichts vor: Innerlich waren wir einfach nur noch genervt, und ich denke, das hat sie auch gespürt. Dazu kommt, dass man ja nicht vor ihren Augen putzen soll, also hab ich sie rausgestellt, und dann hat sie angefangen zu jaulen. Morgens um 6 Uhr gibt’s definitiv schöneres zum Wachwerden! Kurz gesagt: Morgens, mittags und abends nur am Putzen, ich hatte echt die Nase voll...

Dann hat sich mir die Chance auf einen neuen Job geboten. Kleines Problem: Ich konnte mittags nicht mehr heim und für meinen Partner war es auch unmöglich. Was also tun mit Népal? Sie den ganzen Tag im Haus lassen, obwohl sie schon nicht stubenrein war, als wir noch mittags kamen? Sollte sie in 4 Haufen Kacke und 4 Pfützen Pipi sitzen? Oder sie lieber in den Garten lassen, ihr dort eine Ecke einrichten, damit sie draußen ihr Geschäft machen kann und kommen und gehen kann, wie sie will?

Ich hab versucht, hier im Forum Antworten zu finden. Viele haben mir gesagt, es sei besser, sie im Haus zu lassen. Andere meinten, ich solle einen Dogsitter nehmen (bei circa 10 € am Tag konnte ich mir das absolut nicht leisten), oder sie sogar weggeben, um ihr ein besseres Leben zu ermöglichen. Eigentlich habe ich vor allem nach Berichten von Leuten gesucht, die ihren Hund auch draußen lassen, aber alle Antworten waren sich einig: LASS SIE AUF GAR KEINEN FALL DRAUSSEN. Ich hab das nicht so ganz verstanden, weil ich viele Hunde kenne, die draußen leben und nicht unglücklich wirken, und sogar bei meinen Nachbarn leben manche Hunde draußen. (Beitrag zu lang)

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6 Antworten
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    Hallo zusammen, wir stecken in der gleichen Situation: Wir haben einen 6-jährigen Golden und haben gerade einen zwei Monate alten Aussie-Welpen bekommen. Seit unser Golden groß ist, ist er tagsüber draußen und kommt erst abends mit uns ins Haus. Wir würden das mit dem Aussie gerne genauso machen, weil er im Vergleich zu unserem Golden im selben Alter viel aufgedrehter ist – liegt wohl an der Rasse – und er den Platz draußen echt genießt, mal ganz abgesehen von dem ganzen Pipi und Kacka... Ich hab aber total Angst, dass er uns geklaut wird! Der Garten ist zwar eingezäunt und unser Großer passt auch super auf, und wir wohnen in einer alten Siedlung in einem ruhigen kleinen Dorf, aber ich zögere trotzdem noch. Danke schon mal im Voraus für eure Erfahrungen.
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    Hallo zusammen,

    Ich bekomme bald einen Welpen. Ich kann zwar mittags kurz nach Hause, aber ich bin noch am Überlegen, ob ich ihn draußen lassen soll, da er ja erst 2 Monate alt ist. Unseren alten Opi haben wir tagsüber draußen, abends darf er dann in sein Körbchen oder sogar zu uns ins Bett lol! Ich fände es irgendwie komisch, den Kleinen drinnen zu lassen und den Senior draußen, was meint ihr dazu? Meint ihr, das könnte Spannungen zwischen den beiden geben? Wir wohnen im Süden und es wird ja jetzt langsam richtig schön warm. Danke schon mal für eure Meinungen.

    PS: Die Hütte von unserem Schatz haben wir übrigens mit Korkplatten isoliert.

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    Pass auf wegen Diebstahl :x

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    Guten Abend,

    so wie ich das verstanden habe, hast du eine Wärmelampe installiert, was echt eine gute Idee ist. Am besten wäre es, die Hütte mit Styropor zu isolieren, das hält die Wärme richtig gut. Stroh ist auch super! Außerdem kannst du ihr zusätzlich zur Wärmelampe noch ein paar Fleecedecken mit in die Hütte legen. Es gibt auch Mäntel für große Hunde, aber da musst du aufpassen, ob das nicht gefährlich ist, wenn du mal nicht da bist (nicht dass sie versucht, ihn auszuziehen und irgendwo hängen bleibt usw.).

    Ansonsten wäre eine Hundeklappe in ihrer Größe ideal, damit die Tür nicht offen stehen bleiben muss und keine kalte Luft mehr reinkommt. Ich denke, das sollte reichen! Vor allem, wenn du sie abends mit ins Haus nimmst. Mein früherer Jagdhund hat auch draußen gelebt und wir haben das genau so gemacht, besonders mit viel Stroh. In seiner Hütte war es dann richtig gemütlich. Das A und O ist einfach EINE GUTE ISOLIERUNG 👌

    PS: Die Hütte sollte auf jeden Fall etwas erhöht stehen und nicht direkt auf dem Boden, das ist besser.

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    Cindouy
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    (Fortsetzung) Ich kann euch heute sagen, dass ich diese Entscheidung überhaupt nicht bereue, weder für meinen Hund noch für mich. Als sie noch im Haus bleiben musste, war ich ständig gestresst, hatte es eilig nach Hause zu kommen und war genervt vom Putzen. Ich hab sie dann rausgelassen, obwohl sie eigentlich nur bei mir sein wollte.

    Heute ist es genau umgekehrt: Wenn ich nach Hause komme, freue ich mich total, sie wiederzusehen. Ich bin total entspannt, sie ist bei mir im Haus, wir spielen, kuscheln und sie verteilt Küsschen – was für ein Glück! Und was meine Hündin angeht, sie wirkt überhaupt nicht unglücklich, im Gegenteil. Sie freut sich riesig, uns wiederzusehen, begrüßt uns stürmisch, spielt genauso viel wie früher und kuschelt noch mehr. Sie ist happy, dass sie draußen sein kann, alles beobachten kann, auf ihren Stöckchen rumkaut, spielt und ihr Geschäft machen kann, wann immer sie will. Mir ist übrigens aufgefallen, dass es weniger Häufchen gibt. Ich glaube, es hat sie gestresst, eingesperrt zu sein und nicht so zu können, wie sie wollte, und deshalb hat sie dann reingemacht.

    Und dadurch hat sich auch das Problem mit der Stubenreinheit nachts erledigt. Weil sie tagsüber mehr Action hat, ist sie nachts müder und wacht gar nicht mehr auf, um mal zu müssen!

    Also an alle, die ihre Hunde lieben, sie aber draußen lassen wollen: Es ist machbar, wenn es ein warmes Plätzchen gibt, der Hund dafür geeignet ist und das Grundstück gut eingezäunt ist. Denkt nicht, dass ich kein schlechtes Gewissen habe, sie allein draußen zu lassen, aber ich denke, ich habe die beste Entscheidung getroffen und bin deshalb keine schreckliche Hundemama. Es ist ein Unterschied, ob man den Hund tagsüber draußen lässt und sich um ihn kümmert, wenn man da ist, Gassi geht usw., oder ob man seinen Hund einfach am Ende des Gartens abschiebt, ohne sich zu kümmern. Ich hab aber auch noch ein paar Fragen, vielleicht kann mir jemand helfen: Bis zu welcher Temperatur kann sie draußen bleiben? Was kann ich nehmen, um die Hütte (und den Unterschlupf) besser gegen Wind und Kälte zu isolieren, wenn der Winter kommt?

    Das war's mit meiner Geschichte, liebe Grüße an alle Tierfreunde.

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    (Fortsetzung) Ich hab mich also über all diese Meinungen hinweggesetzt. Für mich war es einfach unvorstellbar, meinen Hund den ganzen Tag in seinem Pipi und Kot sitzen zu lassen, während er sich langweilt und nur im Kreis läuft. Und dann denke ich auch an mein Zuhause – hallo Hygiene und der Geruch, der sich überall festsetzt...

    Es war also echt keine leichte Entscheidung, sie draußen zu lassen. Wir haben ein 5 m² großes Holzgartenhaus, das wir komplett leergeräumt haben, nur für unsere Hündin. Wir haben ihr darin eine richtig kuschelige und gemütliche Ecke eingerichtet, mit Memory-Foam-Kissen, Decken und einer Wärmelampe. Ich glaube, bei dem Ganzen kann echt keiner sagen, dass ich ein schlechtes Frauchen bin. Außerdem sind Hunde ja dafür gemacht, draußen zu leben, man muss nur mal diese Artikel hier lesen: https://www.wanimo.com/veterinaire/problemes-saisonniers-chez-le-chien/precautions-pour-le-chien-vivant-dehors-en-hiver.html

    https://ouafmag.com/chien-froid-hiver/

    Ich hab sie also schrittweise daran gewöhnt, allein draußen zu bleiben. Angefangen am Wochenende mit 1 Std., dann 2, dann 3, dann nur nachmittags und schließlich den ganzen Tag. Erst bin ich noch mittags heimgekommen (solange es ging), dann irgendwann an manchen Mittagen nicht mehr, usw. Bevor ich gehe, lass ich ihr Spielzeug da, Leckerlis, einen Kong, Holzstöcke usw. Ich gehe immer noch genauso viel mit ihr spazieren wie früher. Und wenn wir da sind, darf sie natürlich rein, und nachts schläft sie sowieso immer im Haus. (Beitrag zu lang)

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