Ich habe totale Angst seit mein Welpe da ist

Cindouy
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Hallo zusammen,

ich habe eine kleine Golden Retriever Hündin adoptiert, sie ist 3 Monate alt. Sie ist super süß, verspielt und verschmust, aber seit sie eingezogen ist, ist es echt nicht so einfach wie ich dachte... ich bin ständig total gestresst.

Alle lieben sie, ich ja auch, aber es ist echt hart. Es ist einfach sooo viel Arbeit und vor allem Stress. Besonders das mit der Stubenreinheit (beim Züchter konnte sie wohl immer direkt raus), also muss ich wirklich alle 2 Stunden mit ihr raus und die kleinen Malheure im Haus wegmachen. Außerdem habe ich seit 6 Jahren eine Katze und natürlich kümmere ich mich jetzt weniger um sie, was mir total fehlt. Das Zusammenleben klappt eigentlich ganz okay bisher, auch wenn die Kleine sie manchmal anspringt – ich achte aber drauf, dass sie bei der Katze ruhig bleibt.

Jedenfalls habe ich seit sie da ist so einen richtigen Kloß im Magen und gar keinen Appetit mehr. Ich habe solche Angst, was falsch zu machen, und merke jetzt erst, wie krass anstrengend so ein Welpe ist.

Dabei war das kein Spontankauf, ich liebe Tiere und hab immer davon geträumt, einen eigenen Hund zu haben. Ich habe ein Jahr gewartet und wusste auch, dass es viel Arbeit wird – enge Freunde haben das vor 6 Monaten erst erlebt! Aber im Moment habe ich das Gefühl, mich um sie zu kümmern, ohne sie wirklich zu lieben... das macht mich echt traurig. Wobei ich weiß, dass es bei meiner Katze am Anfang genauso war. Da hat es auch gedauert und heute liebe ich sie über alles!

Ich hoffe, ihr verurteilt mich nicht, es tut einfach gut, mal drüber zu reden, damit man sich nicht so allein fühlt und vielleicht ein bisschen beruhigt wird.

Danke euch, und wenn ihr Tipps habt – immer her damit!

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26 Antworten
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  • Solenneb
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    Ich würde da nur noch eine kleine Sache ergänzen. Wenn man sich schon seit Monaten oder sogar Jahren einen Hund wünscht, neigt man dazu, das Zusammenleben total zu idealisieren... Man sieht die anderen mit ihren Hunden und stellt sich vor, dass es bei einem selbst genauso sein wird, ohne zu bedenken, dass genau diese Leute auch erst mal zu kämpfen hatten oder vielleicht sogar immer noch zu kämpfen haben!! Kurz gesagt: Mach dir keinen Stress... Geh raus, nimm deine Hündin einfach mit, geh in die Stadt, in den Park usw.

    Aber Kopf hoch! Das wird schon wieder! Na ja, vielleicht nicht sofort, du musst ja erst noch die Flegelphase überstehen, aber in so 1 bis 2 Jahren sollte es besser laufen! XD

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    Cindouy
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    Hallo und danke an alle für eure Tipps, ich fühle mich weniger allein und es geht mir schon besser!

    Es geht mir auch besser, weil ich mit meinem Partner darüber gesprochen habe. Ich hatte mich erst nicht getraut, was zu sagen, weil ich ihn ein Jahr lang angebettelt habe, einen Hund zu bekommen, und er nicht so richtig Lust drauf hatte, aber schließlich nachgegeben hat.

    Ich bin dann vor ihm total zusammengebrochen und habe gesagt, dass es mir nicht gut geht, dass ich kaum noch was esse und wegen meiner Hündin total gestresst bin. Er hat mich dann wieder auf den Boden der Tatsachen geholt: Wir haben eigentlich einen super Hund, sie ist ziemlich gehorsam, sie ist lieb, ja, sie macht nachts noch ins Haus und es gab Unfälle, ja, es gibt noch viel zu lernen und sie macht nicht alles auf Anhieb perfekt, aber ich muss einfach geduldiger sein. Sie ist ja noch klein, die ganze Erziehung liegt noch vor uns und bisher schlägt sie sich eigentlich echt gut! Außerdem hätte ich mir das Zusammenleben zwischen meiner Katze und meinem Hund kaum besser vorstellen können, ich hatte mit viel Schlimmerem gerechnet, also habe ich echt Glück.

    Mir ist endlich klargeworden, dass er recht hat. Ich habe mich zu sehr auf das konzentriert, was nicht klappt, statt zu sehen, was sie schon gut macht. Er meinte auch, dass ich mir nicht genug Zeit für mich nehme und mich zu sehr auf den Hund fixiere. Er hat mir geraten, mal shoppen zu gehen, weil ich mich in meinem Urlaub ja nur um sie gekümmert habe. Das hab ich dann gemacht und es hat echt gutgetan. Als ich wiederkam, habe ich mich richtig gefreut, meine Hündin wiederzusehen.

    Jedenfalls danke an alle, es tut so gut, reden zu können, ohne verurteilt zu werden – besonders bei so schwierigen Sachen wie „Ich mag meinen Hund nicht“. Ich habe mir eure Ratschläge zu Herzen genommen und werde sie umsetzen. Bald arbeite ich wieder und mein Partner hat dann Urlaub und kümmert sich um sie. Ich glaube, das wird mir auch guttun, und ich werde mich darauf freuen, sie wiederzusehen, genau wie bei meiner Katze!

    Ich habe mir auch wieder Babyfotos von ihr und die Videos von der Züchterin angeschaut. Das tat gut und hat mich daran erinnert, wie ungeduldig ich damals auf Neuigkeiten, Fotos und Videos gewartet habe! Das war Balsam für die Seele!

    Und um die verschiedenen Fragen zu beantworten: Nein, ich hätte nicht mit so viel Arbeit gerechnet. Ich wusste zwar, dass man sich um einen Hund kümmern muss, und das wollte ich auch, aber ein erwachsener Hund ist was ganz anderes als ein Welpe, den man ständig im Auge behalten muss, für den man nachts raus muss, Leinenführigkeit üben, ans Auto gewöhnen und so weiter. Dabei haben enge Freunde von mir im November 2016 einen Welpen bekommen und echt viel durchgemacht, sogar mehr als ich, weil ihrer viel mehr Unsinn macht. Aber das hat mir damals überhaupt keine Angst gemacht!

    Auf jeden Fall danke an alle 🙂🙂

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    Tania28
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    Ja, das haben wir auch schon durch (und auch erwachsene Hunde machen manchmal noch Blödsinn, ich weiß, wovon ich rede, auch wenn ich keinen Golden habe), aber bleib ganz entspannt!! Und positiv! Mach dich bloß nicht fertig, denn sie merkt sofort, wenn du nicht so gut drauf bist.

    Was die Stubenreinheit angeht, brauchst du noch ein bisschen Geduld, sie wird wohl erst so mit 5/6 Monaten richtig sauber sein. Und ja, sozialisier sie gut, und zwar ihr ganzes Leben lang, nicht nur am Anfang; ein Hund muss immer wieder mitbekommen, was draußen in der Welt so passiert.

    Pass aber auch auf, dass du nicht ins Extrem rutschst und eine totale Abhängigkeit zum Tier entwickelst; damit tust du weder ihr noch dir einen Gefallen.

    👌 und viel Durchhaltevermögen

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    ?
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    Hallo,

    das kennen wir auch noch gut, als unsere Golden Retriever-Hündin zu uns kam. Dabei war das eine über Jahre hinweg reiflich überlegte Entscheidung, aber am Anfang waren wir trotzdem völlig überfordert. Das ist ganz normal, man braucht einfach Zeit, um sich gegenseitig zu verstehen und dem Hund einen Rahmen und klare Grenzen zu setzen. Am Anfang neigt man oft dazu, dem Kleinen viel zu sehr „auf der Pelle zu rücken“. Du darfst auf keinen Fall jedem Quatsch oder jeder Aufforderung nachgeben (einfach komplett ignorieren: nicht ansprechen, nicht anschauen, nicht anfassen). Du wirst sehen, sie kapiert dann ganz schnell, wo deine Grenzen liegen. Und naja, es ist halt ein Welpe, und Welpen stellen nun mal Blödsinn an. Unsere macht das mit 11 Monaten immer noch oft, obwohl wir täglich 2 Stunden Gassi gehen und viel spielen. Aber das ist normal und legt sich mit der Zeit.

    Geh ganz regelmäßig mit ihr raus (überall hin: Stadt, Trubel, Natur...), spiel viel mit ihr – so baut ihr eine richtige Bindung auf. Heute verstehen wir uns blind mit unserer Maus und sie kommt absolut überallhin mit (zu Freunden, in die Stadt, in Geschäfte, in den Urlaub...).

    Ich kann dir nur empfehlen, dich in einer Welpenschule anzumelden. Das ist eine super Möglichkeit, von Hundetrainern oder Verhaltensberatern angeleitet zu werden und gleichzeitig eine tolle Zeit mit deiner Süßen zu verbringen.

    Geh weiterhin alle 2 Stunden mit ihr raus, damit sie stubenrein wird, und lob sie richtig überschwänglich mit einer fröhlichen Stimme, wenn sie ihr Geschäft draußen macht. Unsere war mit dieser Methode mit 4 Monaten komplett stubenrein.

    Viel Erfolg, du wirst sehen, es ist (fast) nur noch pures Glück 😁

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    Jador
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    Ich verstehe deinen Stress total, das ist ganz normal. Das ist so eine Art Welpen-Blues und man kommt da wirklich gut wieder raus, keine Panik!!

    Ich hatte schon mehrere Hunde und mein Neuzugang kam zwei Monate nach dem Tod meiner vorherigen Hündin. Nach 14 Jahren mit einem Hund, den man in- und auswendig kannte, wo die Erziehung saß und alles in seinen letzten Jahren ganz entspannt ablief, plötzlich wieder mit so einer kleinen Verrückten anzufangen, bei der man wieder bei Null anfangen muss – das war echt ein Schock!!! Aber ein Leben ohne Hund? Unvorstellbar. Obwohl ich mir eigentlich schon lange sicher war, direkt wieder einen Hund zu holen, hatte ich genau wie du so ein flaues Gefühl im Magen, als ich meine kleine Nervensäge da ankommen sah!!

    Ja, das Pipi im Haus ist anstrengend. Ja, der ganze Blödsinn ist anstrengend. Das kann einen manchmal echt nerven, aber da wir ja eigentlich Bescheid wissen und das schon mal durchgemacht haben, kriegt man das hin. Man erinnert sich wieder an die richtigen Methoden und findet die Geduld, die man am Anfang einfach braucht.

    Ihr braucht einfach ein bisschen Zeit, um euch kennenzulernen. Aber fang trotzdem direkt mit der Erziehung an und setz die Grenzen, die dir wichtig sind. Und du wirst sehen, dein kleines Fellknäuel wird dich mit totaler Freude und vielen Schlabber-Küsschen begrüßen – und dann wirst du dir sagen: Geschafft, wir sind jetzt ein Team und bereit für einen langen gemeinsamen Weg.

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    Tityswood
    Tityswood Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Hallo,

    Beruhige dich, du bist damit absolut nicht allein!

    Wenn du dich vorher nicht so richtig darüber informiert hast, wie viel Arbeit das eigentlich ist, kann ich mir gut vorstellen, dass das erstmal ein ziemlicher Schlag für die Moral ist (besonders, wenn du allein für sie zuständig bist?).

    Ich weiß noch, dass ich damals auch überhaupt nicht vorbereitet war. Mit meiner Kleinen, die wirklich jeden erdenklichen Blödsinn angestellt hat, war es echt hart... Aber ich hab den Dreh dann schnell rausgehabt: Es ist wichtig, dass ihr Momente findet, in denen ihr eine Bindung aufbaut. Mach am besten etwas mit ihr, das euch beiden Spaß macht! :)

    So ist diese anstrengende Phase, in der man das Gefühl hat, sein ganzes Leben nur damit zu verbringen, die Hinterlassenschaften wegzuräumen, viel weniger belastend.

    Und falls es wie bei deiner Katze ist und du Zeit brauchst, um eine Beziehung aufzubauen, ist das die perfekte Gelegenheit, um daran zu arbeiten!

    Hast du andere Welpenbesitzer in deinem Bekanntenkreis? Sich mit Leuten auszutauschen, die das Gleiche jeden Tag durchmachen, tut bestimmt richtig gut!

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