Ich habe totale Angst seit mein Welpe da ist

Cindouy
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Hallo zusammen,

ich habe eine kleine Golden Retriever Hündin adoptiert, sie ist 3 Monate alt. Sie ist super süß, verspielt und verschmust, aber seit sie eingezogen ist, ist es echt nicht so einfach wie ich dachte... ich bin ständig total gestresst.

Alle lieben sie, ich ja auch, aber es ist echt hart. Es ist einfach sooo viel Arbeit und vor allem Stress. Besonders das mit der Stubenreinheit (beim Züchter konnte sie wohl immer direkt raus), also muss ich wirklich alle 2 Stunden mit ihr raus und die kleinen Malheure im Haus wegmachen. Außerdem habe ich seit 6 Jahren eine Katze und natürlich kümmere ich mich jetzt weniger um sie, was mir total fehlt. Das Zusammenleben klappt eigentlich ganz okay bisher, auch wenn die Kleine sie manchmal anspringt – ich achte aber drauf, dass sie bei der Katze ruhig bleibt.

Jedenfalls habe ich seit sie da ist so einen richtigen Kloß im Magen und gar keinen Appetit mehr. Ich habe solche Angst, was falsch zu machen, und merke jetzt erst, wie krass anstrengend so ein Welpe ist.

Dabei war das kein Spontankauf, ich liebe Tiere und hab immer davon geträumt, einen eigenen Hund zu haben. Ich habe ein Jahr gewartet und wusste auch, dass es viel Arbeit wird – enge Freunde haben das vor 6 Monaten erst erlebt! Aber im Moment habe ich das Gefühl, mich um sie zu kümmern, ohne sie wirklich zu lieben... das macht mich echt traurig. Wobei ich weiß, dass es bei meiner Katze am Anfang genauso war. Da hat es auch gedauert und heute liebe ich sie über alles!

Ich hoffe, ihr verurteilt mich nicht, es tut einfach gut, mal drüber zu reden, damit man sich nicht so allein fühlt und vielleicht ein bisschen beruhigt wird.

Danke euch, und wenn ihr Tipps habt – immer her damit!

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  • Tania28
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    Ja, Jador nimmt mir echt die Worte aus dem Mund, danke für den kleinen Bericht! Und alles Gute weiterhin 🙂
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    Jador
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    Echt schön, mal wieder was von dir zu hören. Jetzt geht das richtige Abenteuer also endlich los. Ihr kennt euch jetzt besser, du hast ein bisschen Abstand gewonnen und siehst alles entspannter... Genial. Es wird jetzt immer mehr gute und richtig tolle Momente geben und du kannst das Glück, einen Hund zu haben, jetzt so richtig genießen. Alles Gute für euren weiteren Weg!!

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    Cindouy
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    (Fortsetzung) Heute hab ich endlich wieder richtig Freude an meinem Hund und ich hab sie immer lieber. Mein wichtigster Tipp ist: Nimm dir Zeit für dich selbst, geh raus, triff Freunde, geh ins Kino, ins Restaurant oder was auch immer. Zögere nicht, darüber zu reden, schäm dich nicht und lass dich nicht von anderen verurteilen, die behaupten, du wärst ein schrecklicher Mensch. Ich war echt überrascht, wie viele Leute den Puppy Blues haben – das ist gar nicht so selten! Man muss einfach schöne Dinge mit seinem Hund machen. Ich persönlich hab meine in einer Hundeschule angemeldet und wir hatten echt mega Spaß! Auch wenn sie die ganze Stunde lang überhaupt nicht auf mich gehört hat! Es war cool, sich mit anderen frischgebackenen Besitzern auszutauschen und zu sehen, wie meine Kleine mit den anderen Hunden spielt! Klar gab es auch Momente, in denen ich wieder dachte, dass ich sie nicht mehr will. Vor allem, wenn sie ihr Geschäft im Haus verrichtet hat, obwohl wir erst 5 Minuten vorher draußen waren..... Es gab Tage, da wollte ich diese verflixte Hündin gar nicht mehr sehen, mein Haus hat nach Pipi und Kacka gestunken – das sind echt harte Phasen und ich muss zugeben, dass mir das vorher nicht so wirklich bewusst war! Wie schon erwähnt wurde: Leute, die den Puppy Blues kriegen, sind oft (so wie ich) Personen, die sich vorher einen Riesenkopf gemacht haben, ewig gewartet und davon geträumt haben, was sie alles mit ihrem Hund machen werden – und dann ist die Realität da und nichts läuft wie geplant! Das ist meine Geschichte, falls es jemandem hilft! Viel Erfolg mit euren Fellnasen, manchmal ist es echt hart, aber am Ende ist es doch das pure Glück!
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    Hallo zusammen,

    ich wollte mal ein Update zu meinem Post vor 2 Monaten geben, um allen zu helfen, denen es vielleicht gerade genauso geht. Diese kleine Depression nennt man „Puppy Blues“ und das kommt viel häufiger vor, als man denkt – man muss sich echt nicht dafür schämen!

    Bei mir ging das eine Woche lang so, aber ich weiß, dass es bei anderen auch viel länger dauern kann. Sogar meine Freunde (die selbst einen Hund haben) haben mich nicht verstanden. Ich hab ihnen gesagt, dass ich einen Fehler gemacht habe und die Kleine am liebsten wieder abgeben wollte, damit sie woanders glücklicher wird – und ich auch.

    Kurz gesagt: Ich war noch nie in so einem Zustand. Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie Depressionen, deshalb war das echt heftig für mich. Ich hab jeden Tag nur geheult und hatte null Appetit (hab in einer Woche 2 kg abgenommen). Ich war völlig am Ende davon, mich ständig um sie zu kümmern. Ich bin nachts um 3 Uhr aufgestanden, um mit ihr rauszugehen, damit bloß kein Malheur im Haus passiert. Und wenn es dann doch passiert ist, bin ich total in Panik geraten und meine Laune war im Keller.

    Ich glaube, für mich kam die Wende am Wochenende. Mein Freund arbeitet unter der Woche immer bis sehr spät, aber am Wochenende hat er sich dann mehr um den Hund gekümmert – und auch um mich. Er hat mich gezwungen, mal rauszugehen (ich war die ganze erste Woche quasi gar nicht vor der Tür), und das hat so unglaublich gutgetan! Wir waren nachmittags 4 Stunden unterwegs, waren abends bei der Familie essen, sind dann kurz heim, um mit ihr Gassi zu gehen, und danach noch ins Kino! Ich war zwar total k.o., aber ich konnte endlich mal richtig schlafen und mich vom ganzen Stress erholen!

    Und vor allem habe ich gemerkt, dass meine Hündin überhaupt nicht unglücklich war, während ich weg war. Sie hat keinen Blödsinn gemacht, sondern einfach geschlafen. Es gab zwar ein kleines Pipi-Unglück im Haus, aber das ist ja völlig normal, wenn man so lange weg ist!

    Seitdem bin ich viel entspannter. Vorher hat mich jedes Pipi im Haus total gestresst und ich hab sie viel zu sehr unter Druck gesetzt, was die Stubenreinheit, das Laufen an der Leine usw. angeht... (Nachricht zu lang)

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    Hallo,

    da stimme ich euch absolut zu.

    Ich habe meine kleine Chihuahua-Hündin jetzt seit 10 Tagen.

    Man stellt sich ja immer einen ruhigen Hund vor, aber von wegen! Ich glaube, eigentlich schlage ich mich ganz gut, weil sie immer ruhiger und umgänglicher wird, aber ich stecke gerade voll im Welpenblues...

    Ich mache mir total viele Sorgen und zerbreche mir über alles den Kopf, obwohl es eigentlich echt gut läuft. Naja, ich weiß ja, dass das vorbeigeht... :)

    Bin echt froh zu sehen, dass ich mit diesem Gefühl nicht alleine bin...

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    Ich hab mir all eure Beiträge durchgelesen und das hat bei mir echt Erinnerungen geweckt :-)

    Eine Zeit lang hab ich mich mit meinem Welpen auch total überfordert gefühlt.

    Man muss nur mal nach „Puppy Blues“ suchen, um zu sehen, wie oft das vorkommt. Es ist echt interessant, dass es da so viele Gemeinsamkeiten gibt: Man hat ewig gewartet, sich den Kopf zerbrochen, die Erwartungen extrem hoch geschraubt... und wenn der Kleine dann da ist, steckt man seine ganze Zeit und Energie rein. Im Grunde ist das so ein Ding von Perfektionisten. Aber ja, das geht zum Glück ziemlich schnell vorbei!

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    Abend Cindouy,

    Wenn er erst mal erwachsen oder sogar ein kleiner Opi ist, wirst du bestimmt über seinen ganzen Blödsinn von früher lachen :D Wenn ich an meinen denke, den ich mit 18 verloren habe, erinnere ich mich mit einem Lächeln an all den Quatsch und die Zerstörungen, die er als Jungspund angestellt hat. Meiner hat sogar mal ein Auto komplett zerlegt lol, kein Dachhimmel und keine Sonnenblenden mehr.

    Hab Geduld und bleib tapfer, bald wird sie eine super Hündin sein und du wirst dir dein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen können ;)

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    Cindouy
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    Ich würde da nur noch eine Kleinigkeit ergänzen. Wenn man sich schon seit Monaten oder sogar Jahren einen Hund wünscht, neigt man dazu, das Zusammenleben total zu idealisieren... Man sieht die anderen mit ihren Fellnasen und stellt sich vor, dass es bei einem selbst auch so sein wird, ohne daran zu denken, dass genau diese Leute vielleicht auch total am Kämpfen waren oder es immer noch sind!! Kurz gesagt: Mach dir keinen Stress... Geh raus, nimm deine Hündin mit, geh in die Stadt, in den Park usw...

    Aber Kopf hoch! Das wird schon! Na ja, nicht direkt sofort, du hast ja noch die Pubertät vor dir, aber so in 1 bis 2 Jahren sollte es besser werden! XD

    Oh ja, das ist so wahr! Wenn man sieht, wie die Leute mit ihren Hunden spazieren gehen, wird man echt neidisch. Man ahnt gar nicht, wie viel Erziehung da drinsteckt, wie viel Zeit das gekostet hat und was für einen Blödsinn die vorher gemacht haben!

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    Aber nur Mut! Das wird schon wieder! Also... vielleicht nicht sofort, du hast ja noch die Flegelphase vor dir, aber so in 1 oder 2 Jahren sollte es besser werden! XD

    @SolenneB, du erinnerst mich an meine Oma (äh... also ohne dich beleidigen zu wollen, ne? ^^), die mal zu meiner Tante meinte, als die wegen eines Welpen total am Ende war, den mein Onkel ohne Absprache angeschleppt hatte (war so eine Last-Minute-Rettungsaktion): "Ach, mach dir keine Sorgen, das mit dem Reinmachen und dem Kaputtmachen ist in 6 oder 8 Monaten vorbei"... Der Gesichtsausdruck meiner Tante, ich dachte echt, sie klappt gleich zusammen

    😁

    @Cindouy : Vor dieser Phase ist man nie sicher. Mein Partner und ich, obwohl wir echt katzenerfahren sind, hatten auch so einen Durchhänger, als wir unsere zwei Kitten bekommen haben. Dadurch, dass wir gar nicht an sie ran kamen, weil sie so ängstlich waren, und sie dann jede Nacht zwischen 4 und 6 Uhr morgens Party gemacht haben, hatten wir echt schwere Momente. Ich dachte mir auch, dass es nicht normal ist, dass ich keine richtige Bindung zu ihnen aufbaue... Aber dann entwickeln sich die Interaktionen Stück für Stück, das Tier wächst, der Charakter festigt sich, man fängt an, sich gegenseitig zu verstehen und kennenzulernen, und die Beziehung spielt sich ein. Ich finde sie sogar umso stärker, gerade weil sie erst mit der Zeit gewachsen ist.

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