Hallo zusammen,
ich habe vor etwas mehr als einem Monat eine kleine Golden-Retriever-Hündin adoptiert. Jetzt ist sie 4 Monate alt. Vorher hatten mein Partner und ich abwechselnd Urlaub, aber seit dieser Woche arbeiten wir beide wieder. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht genug für meine Kleine tue, aber gleichzeitig ist es für mich körperlich echt anstrengend. Es ist erst Mittwoch und ich bin völlig ko, habe aber das Gefühl, den ganzen Tag nichts geschafft zu haben...
So sieht mein Tagesablauf aus:
- Morgens stehe ich um 6:30 Uhr auf und lasse sie sofort in den Garten. Ich bleibe 10 Min bei ihr, dann gehe ich hoch und mache mich fertig. Sie kann in der Zeit frei zwischen drinnen und draußen wählen, wobei sie meistens im Wohnzimmer bleibt... Ich brauche etwa 40 Min im Bad, danach gehe ich 30 Minuten mit ihr Gassi – wir spielen, sie erkundet alles usw. Dann gehen wir heim, ich richte mich für die Arbeit, beachte sie 10 Min lang nicht mehr und fahre los.
- Mittags bin ich nur 30 Min zu Hause, also darf sie so viel wie möglich nach draußen, auch wenn sie lieber bei mir wäre und mich total abfeiert.
- Abends bin ich um 18 Uhr zurück, kurze Pipi-Runde, dann bekommt sie ihr Fressen. Danach gehen wir 30 Min spazieren. Wenn wir zurück sind, bleibt sie entweder noch kurz allein draußen oder kommt mit rein. Gegen 20 Uhr essen wir dann (endlich mal) was und um 21 Uhr gibt es noch eine Runde (diesmal mit meinem Freund) von etwa 45 Min. Danach bin ich mit ihr im Wohnzimmer und um 22:30 Uhr geht’s zum letzten Mal kurz Pipi machen. Dann darf sie schlafen! Erst ab 22:30 Uhr kann ich mal kurz verschnaufen, muss dann aber noch den Haushalt und Alltagskram machen, sodass ich erst um Mitternacht im Bett komme! Und am nächsten Tag das Gleiche von vorn!
Aber ich habe das Gefühl, dass ich zu viel mache. Es ist erst Mittwoch und ich bin schon fix und fertig... Ich mache mir total den Kopf, weil sie den ganzen Tag allein ist und ich so wenig Zeit mit ihr habe. Wenn ich dann da bin, will ich unbedingt, dass sie spielt und Action hat. Sobald ich mich mal 15 Min auf die Couch setze oder fernsehe, plagt mich das schlechte Gewissen... Was sagt ihr dazu?
Ich wusste genau, dass ein Hund mein Leben verändert und viel Zeit braucht, aber ich dachte, ich hätte noch ein paar Momente zum Durchatmen... Im Moment ist das nur zwischen Mitternacht und 6:30 Uhr, und selbst im Bett denke ich noch an sie ^^
Ich habe nicht den Eindruck, dass sich andere Hundebesitzer so krass reinhängen. Ich lebe gefühlt nur noch für den Hund, hab keine Zeit mehr für meinen Mann und keine Zeit mehr für meine Katze 😔
Danke!
