Wildtierknochen

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Hallöchen zusammen,

Also folgendes: Padja ist eine richtige Knochen-Finderin. Aber kann ich sie wirklich damit spielen lassen? Bei Wildschwein bin ich wegen der Aujeszky-Krankheit extrem vorsichtig, aber wie sieht es bei anderem Getier aus?

Wie steht es da mit Krankheiten oder der Gefahr beim Zerkauen?

Nur zur Info: Ich lass sie nicht an die Knochen, wenn da noch richtig Fleisch dran ist, egal ob frisch oder schon am Gammeln. Wenn sie aber komplett sauber sind, dürfen sie normalerweise...

Aber was ist mit den Sachen dazwischen? Heute Abend kam Padja stolz wie Oskar mit einem Rehbein an. Es war kaum noch was dran, aber die Gelenke hielten durch ein paar Sehnen noch zusammen und der Huf war auch noch dran. Da war ich mir echt unsicher. Nicht wirklich fleischig, aber eben noch Reste, und der Huf ist ja noch da (beim Reh ist der ja klein, besteht da Gefahr, dass er verschluckt wird?). Ich hab mal dran geschnuppert, es hat nicht mehr nach Verwesung gerochen.

Eigentlich sind meine im Umgang mit Knochen recht geschickt. Ich sag deshalb immer ‘sie’, weil Padja die Teile zwar anschleppt, aber nur damit spielt und sie nicht frisst. Irgendwann lässt sie sie liegen und die zwei Großen übernehmen dann. Die haben ordentlich Kieferpower und wollen die Dinger definitiv komplett verputzen.

Also? Wie sieht’s mit der Krankheitsgefahr aus? Und bei so feinen Knochen wie vom Reh oder so – ist das gefährlich, wenn sie kleine Stücke davon fressen?

Und was, wenn noch ein minimaler Rest Fleisch dran ist? Gefährlich?

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8 Antworten
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    Oje, das klingt ja echt gruselig, was du da geschrieben hast 😬

    Aber ich sehe schon, dass vor allem Aas, frische Kadaver oder eben noch fleischige Reste die Probleme machen.

    Was nackte Knochen angeht, also Splitter, die sind echt gefährlich ... Da sollte man feine Knochen am besten direkt aus dem Maul nehmen.

    Was das Zerlegen von frischem Rehwild angeht, darauf verzichte ich lieber 😅 das überlasse ich den Jägern 🙃

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    Sorry wegen dem Doppelpost ...

    Eines ist sicher: Wenn es hart auf hart kommt oder wir vor einem verrottenden Kadaver stehen, wird garantiert keiner meiner Hunde seine Nase reinstecken. Ich hab heute Abend eine total skurrile Szene erlebt (das erinnert mich an die Angst, die @Mel1 neulich erwähnt hat).

    Einer meiner kleinen Idioten hat angefangen, ein Wildschwein vor Angst anzubellen. Verständlich, werdet ihr jetzt sagen ... Ja, wäre es auch, wenn es nicht ein präparierter Wildschweinkopf wäre, der seit über 4 Jahren in meinem Treppenhaus hängt (und den man eigentlich nur sieht, wenn man oben im Stockwerk ist). Jetzt bin ich beruhigt: Falls wir mal auf ein Wildschwein treffen, das von einem Jäger erlegt wurde oder an Aujeszky (puh, die Schreibweise nervt mich auch gerade) gestorben ist, hab ich wenigstens einen Dussel, der vorsichtig genug ist, da nicht seine Zähne reinzuhauen.

    Ende vom Off-Topic. Ich musste so lachen und hab direkt an den Thread von @Bandjy gedacht, aber wenn ich so drüber nachdenke: „Gott, ist dieser Hund bescheuert“.

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    @Newdailycat beim kleinsten Dachsschrei siehst du mich schon angerannt kommen, mit Handschuhen und Messer bewaffnet, um mir den heißbegehrten Schädel zu holen!

    @Doudou229 danke für die Erklärungen! Ich hab die ganzen Krankheiten leider nicht alle im Kopf (hab schon genug anderes Zeug in meiner Birne, das ich mir merken muss!). Aber da du sie parat hast, hilft uns das, die nächsten ekligen Fundstücke unserer Hunde besser einzuschätzen! 😁

    @Bandji was Rehgarnituren angeht: die sind echt schwer zu finden, das kann ich nur bestätigen! Mein früherer Dobermann hat mal ganz allein eins gefunden. Was für eine Freude! Aber es ihm wieder aus dem Maul zu nehmen, war eine echte Herausforderung.

    Ich hab selbst mehrere zu Hause (entweder Abwurfstangen oder als Trophäe, sogar welche im Bast). Mein Ding wäre es, mal so richtige "Abnormitäten" zu finden, also mit Wachstumsfehlern (krumm, verformt usw.).

    Ach, ich hatte ganz vergessen: Einmal sind die Hunde und ich im Waldgraben auf... einen Pansen gestoßen, an dem die ganzen Innereien noch so richtig schön hinterherhingen (sorry, ich mag das Bild irgendwie). Das war garantiert ein Tier, das ein Jäger ausgenommen hat und das ein Raubtier dann wohl weggeschleppt hat. Echt nicht schön anzusehen. Ich musste den Hunden gar nicht erst "Nein" sagen, sie haben nur kurz geschnuppert und sind dann einfach weitergelaufen, als wäre nichts gewesen.

    An Würmer hatte ich gar nicht gedacht, weil ich mich eher für die Maden interessiere, die das Ganze sauber machen... Ändert aber nichts an meiner Einstellung: "Es wird nicht jeder Mist gefressen, verdammt noch mal!"

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    Doudou229
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    Hallöchen

    Das mag jetzt vielleicht überraschend klingen von einer "BARF-Mama"...

    Wenn ich die Zeit habe einzugreifen, lasse ich meine Hunde keine "nackten Knochen" (also ohne Fleisch dran) oder Aas aufheben...

    Und erst recht nicht, wenn ich nicht weiß, woher das Gerippe kommt (Wild etc.)!

    Für mich sind nackte Knochen gefährlich (Gefahr von Perforationen bei bestimmten Knochen, wenn kein Fleisch als Puffer drumherum ist).

    Und selbst wenn noch Fleisch dran ist – mal ganz abgesehen von Krankheiten wie der Aujeszkyschen Krankheit. Das ist eine Viruserkrankung, die Fleischfresser, Wiederkäuer und Pferde befällt (Ansteckung durch Aas, verseuchte Erde, Kot oder Wasser, das von infizierten Tieren verunreinigt wurde... oder eben über unsere Schuhe oder die Pfoten unserer Tiere). In Frankreich gab es 2019 zwei gemeldete Fälle in Schweinezuchten.

    Das ist eine echte Gefahr!

    Nach dem Einkaufen kommt Schweinefleisch bei uns in eine geschlossene Glasschüssel in eine extra Ecke im Kühlschrank. Die wische ich jeden Tag mit einem Hygienetuch ab (solange das Fleisch dort lagert) und ich gare es so schnell wie möglich durch.

    Tatsächlich kann man in Aas auch Rundwürmer finden... Trichinen. Das sind Würmer, die sich in den Muskeln von Hund oder Katze einnisten.

    Der Leberegel bei Rehen (wenn man sicher ist, dass es frisches Reh ist: ab in die Plastiktüte, waschen und gut einfrieren. Eventuell zerlegen, um nur das Fleisch zu nehmen und zu kochen, aber auf keinen Fall die Knochen geben!).

    Damit man wirklich nur das Fleisch füttert (viele Jäger machen das so).

    Tularämie (bei Kaninchen und Hasen), auch Hasenpest genannt.

    Kann Fieber und Geschwüre im Maul verursachen, den Rest weiß ich gerade nicht mehr...

    Vor einer Weile hat Oxane am Straßenrand eine hübsche Taube aufgestöbert, die gerade im Sterben lag...

    Sie durfte sie absolut nicht erlegen! Und vor allem durfte sie auf dem Rückweg nicht wieder hin... sie hatte sich die Stelle nämlich genau gemerkt!! Da war die Taube schon tot.

    Wir haben sie nicht mitgenommen.

    Hufe (keine wirkliche Gefahr, wenn sie gut gereinigt sind) von Pferd, Rind, Kalb... Vorausgesetzt, der Hund knabbert geduldig dran... ansonsten kann es splittern.

    Ixia, mein Golden, hatte mal einen Rehlauf gefunden. Den haben wir ihr weggenommen und entsorgt.

    Fidji, meine Jugoslawische Schäferhündin, hat früher Kaninchen, Hasen, Igel und Maulwürfe gejagt. Sie hatte nie Probleme... vielleicht war es einfach nur Glück?

    Oxane jagt und frisst ihre Feldmäuse (da habe ich immer Angst wegen Rattengift).

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    Hey, bei dir gibt’s ja auch echt tolle Funde 😁

    Mein Traum wäre es ja, Padja darauf zu trainieren, mir Abwurfstangen von Rehen oder Hirschen zu bringen (ich trau mich nicht, die von frischen Kadavern abzuschneiden – erstens finde ich das total eklig und zweitens weiß man ja nie, woran die Viecher gestorben sind!). Aber da ich gerade versuche, ihr beizubringen, nicht mehr so weit wegzulaufen, wäre das wohl kein guter Plan, glaube ich. Mal sehen, vielleicht eher später irgendwann. Und ihr beizubringen, Rehe aufzuspüren... am Ende stehe ich dann wahrscheinlich eher vor quicklebendigen Rehen!

    Ja, mal abwarten, was die anderen dazu sagen... ich gehe jetzt erst mal schlafen und schau mir das morgen an!

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    Im Großen und Ganzen glaube ich nicht, dass ein gut abgenagter Knochen ein Gesundheitsrisiko darstellt. Ein Band oder eine Sehne, das ist ja nichts, an einem Kadaver oder einem Rehbein. Wenn da jetzt noch Fleisch dran wäre, okay, das wäre was anderes!

    Es bleibt natürlich das Risiko mit den Knochensplittern, die sich im Maul festsetzen oder innere Verletzungen verursachen können. Aber da meine Hunde dieses Verbot eigentlich immer brav befolgen, hab ich mich nie so richtig mit dem Thema befasst.

    Ich bin schon echt gespannt auf die Meinungen der anderen, da kommen bestimmt ein paar krasse Storys über die Wild-Mahlzeiten unserer Fellnasen zusammen (übrigens, vorgestern haben wir einen – frischen – Hasenlauf gefunden und gestern ein Stück frische Taube... Haben wir aber alles liegen lassen und nicht angefasst...)

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    Ah wiegeths, ich dachte mir schon, dass du hier vorbeischaust 😁

    Aas, also Kadaver – egal ob vergammelt oder frisch – sind absolut tabu. Aus den gleichen Gründen wie bei dir, ich traue der Sache nicht (Todesursache?)

    Ich meine so richtig von der Zeit "saubergeputzte" Knochen, so wie heute Abend. Kein Fitzelchen Muskel mehr dran, die Knochen liegen komplett frei, aber halt doch noch mit diesem einen kleinen Band, das den Huf und die beiden Beinknochen (kenne die Namen nicht) zusammengehalten hat.

    Padja hat neulich auch eine schicke Rinderklaue gefunden. Was für ein Fund! Aber? Sind Hufe gefährlich? Ein Huf, der richtig sauber ist, ohne Fleisch?

    Und ich hab vor allem Angst vor Splittern, wenn sie Knochen von so "filigranen" Tieren fressen, ähnlich wie man bei Kaninchen- oder Entenknochen Angst hat, dass sie ersticken.

    Wobei sie die ja nicht ganz auffressen. Padja spielt eher damit, und die beiden Großen haben gar keine Zeit, sie fertig zu kauen, weil wir beim Gassi ja in Bewegung bleiben. Und sobald wir zu Hause oder im Auto sind, kommt das Knöchelchen weg. Es geht also nur um kleine Stücke.

    Aber das überhaupt ins Maul zu nehmen, ich weiß ja nicht so recht.

    Bei dem Reh von heute Abend glaube ich zu wissen, von welchem Kadaver das stammt – einer vom Sommer. So 3 oder 4 Monate her. Im Sommer war's tabu, weil noch ganz frisch. Aber jetzt, diese kleine Pfote im "Mister Jack"-Style... da kamen mir Zweifel.

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    Huhu,

    Ich bin ja selbst ein großer Kadaver-Fan, aber ich achte eigentlich darauf, dass meine Hunde sich nichts von dem krallen, was man so im Wald findet (das behalte ich schön für mich, also wirklich!). Ich weiß ja nicht, woran das Tier gestorben ist, ob es eine Krankheit hatte, ob die übertragbar ist usw. ... und naja, wenn die Sache schon voller Maden wimmelt, ist das nicht gerade appetitlich, aber das ist eben die menschliche Sichtweise.

    Wegen der Verdauung mache ich mir weniger Sorgen, unsere Hunde können den größten Mist fressen und das so verdauen, als wäre es das ausgewogenste Menü der Welt.

    Aber Vorsicht bei „frischen“ Fuchskadavern, auch wenn Hunde sie normalerweise nicht fressen wollen. Die können für unsere Hunde genauso gefährlich sein wie für uns (Echinokokkose ... ach Mensch, ich kann mir die Schreibweise nie merken, sorry! 😁). Wenn ich mal an einem rumhantiere, dürfen die Hunde da absolut nicht ran und ich trage Handschuhe.

    Im Grunde bin ich da wohl einen Tick paranoid, aber man weiß ja nie. Warte mal noch andere Meinungen ab 😁

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