Nachts aufstehen, um den Welpen rauszulassen: Ist das echt nötig?

F
Furania42 Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
Melden

Hallo zusammen,

hab vor ein paar Wochen einen Welpen adoptiert. Natürlich hab ich mich monatelang vorher überall schlau gemacht, um ihn unter den besten Bedingungen aufzunehmen! Überall hab ich gelesen, dass man nachts aufstehen muss, um mit ihm rauszugehen, damit er schneller stubenrein wird.

Heute wollte ich euch mal fragen, ob das wirklich so sinnvoll und ein absolutes Muss ist? Mein Kleiner (11 Wochen alt) hat scheinbar eine winzige Blase: Tagsüber muss er alle 45 Min. bis 1 Std. Pipi machen, und das Längste, was er nachts durchgehalten hat, waren 2 Stunden...

Ich stehe seit dem ersten Tag alle 2 Stunden auf, so wie es mir empfohlen wurde. Ich hab auch gelesen, dass Welpen nachts schnell länger einhalten können und das nächtliche Aufstehen deshalb nur für ein paar Tage oder Wochen nötig wäre.

Mein Welpe muss aber immer noch genauso oft, hält nachts maximal 2 Stunden durch, und meistens hat er sogar schon ins Wohnzimmer gemacht, wenn ich runterkomme (Häufchen auch...). Er versteht eigentlich schon sehr gut, dass er draußen machen soll, denn sobald ich ihn rausbringe (egal ob Tag oder Nacht), macht er sofort im Garten. Wir sind also auf dem richtigen Weg!

Langsam bin ich echt fertig, weil die Nächte so zerstückelt sind. Alle 2 Stunden aufzustehen ist kaum noch machbar für mich und meine Müdigkeit, und ich will gar nicht erst dran denken, wie das wird, wenn nächste Woche meine Kurse wieder anfangen!

Deshalb habe ich mich gefragt, ob ich wirklich weiter aufstehen muss, um es ihm beizubringen, oder ob das am Ende gar nicht so zwingend ist. Natürlich weiß ich, worauf ich mich bei der Adoption von meinem Schatz eingelassen habe, also wenn das wirklich nötig ist, damit er stubenrein wird, mache ich das natürlich ohne Murren weiter!

Danke schon mal für eure Antworten 🙂

Übersetzt Französisch
icon info

Die Inhalte des Forums werden teilweise aus anderen Sprachen übersetzt, und Beiträge können Länder mit unterschiedlichen Tierschutzgesetzen betreffen. Informieren Sie sich daher gründlich, bevor Sie Entscheidungen treffen.

Da das Forum automatisch von einer KI übersetzt wird, können die Übersetzungen Fehler enthalten.

Editor wird geladen

Schreibe deine Nachricht und lade anschließend, wenn du möchtest, ein Foto hoch. Wir bitten dich, im Austausch höflich zu bleiben.

Ihr Beitrag wird für alle Mitglieder des internationalen Wamiz-Forums sichtbar sein.

57 Antworten
Sortieren nach:
  • Vorherige Kommentare anzeigen
  • ?
    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Ganz genau so sehe ich das auch, ja. Man darf der Natur einfach nicht im Weg stehen. Aber diese ganze Sache mit dem Loben und Schimpfen, ganz ehrlich, das check ich nicht so ganz.

    Übersetzt Französisch
    Kainate
    Kainate Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Bei meinem ersten Hund hat es dagegen locker ein Jahr gedauert, bis er stubenrein war. Und ich glaube echt, dass das so lange gedauert hat, weil wir ihn nicht oft genug rausgelassen haben. Wir sind nur zu festen Zeiten mit ihm rausgegangen und haben ansonsten einfach die Missgeschicke weggemacht. Ich denke, wir haben es ihm dadurch echt schwer gemacht: Weil wir ihn nach festem Plan und nicht nach seinem eigentlichen Bedürfnis rausgebracht haben, haben wir ihm quasi „verlernt“, stubenrein zu sein. Später war es dann ein echter Kampf, ihm das wieder beizubringen. Ich weiß auch gar nicht, ob wir es waren, die es ihm neu beigebracht haben, oder ob das einfach die „zweite Instinktwelle“ war – so eine Art Nachholchance, die die Natur netterweise für uns Versager eingebaut hat, die wir den natürlichen Welpeninstinkt (nicht am eigenen Schlafplatz zu machen) nicht genutzt haben. Bei Junghunden kommt ja dann dieser Instinkt, draußen die Umgebung zu markieren, und das kann sie dazu bringen, doch lieber draußen zu machen, obwohl sie sich schon dran gewöhnt hatten, drinnen zu machen.

    Für mich ist der Rat, auch nachts aufzustehen, vor allem dazu da: dem Hund die besten Bedingungen zu geben, damit er seinen natürlichen Drang, draußen zu machen, beibehält. Dieser Impuls ist so wertvoll! Wenn man den erst mal kaputtgemacht hat und dem Hund das Saubersein total abgewöhnt hat – so dass er zum Beispiel aus Mangel an Gelegenheiten schon direkt unter sich in sein Körbchen macht – dann wird das Training viel komplizierter.

    Und leider ist es so, dass viele Hunde wegen ihrer Zuchtbedingungen diesen natürlichen Drang, draußen zu machen, gar nicht erst richtig entwickeln konnten. Das macht das Sauberwerden dann zu einem richtigen Lernprozess, der weit über das reine Problem der körperlichen Kontrolle (Blase halten) hinausgeht.

    Übersetzt Französisch
    Kainate
    Kainate Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Ich hab den Unterschied zwischen Léon und Basile echt krass gemerkt.

    Léon war ein kleiner Frühlings-/Sommerwelpe, der in so einer Art großen Scheune mit ständigem Zugang zu einem kleinen Stück Garten aufgewachsen ist, zusammen mit seiner Mama und seinen Geschwistern. Ich hab ihn erst mit 3 Monaten abgeholt.

    Eigentlich musste ich ihm gar nicht beibringen, stubenrein zu sein, er war es quasi schon. Er wollte von Natur aus lieber draußen als drinnen sein Geschäft machen, wenn die Bedingungen passten. Wir haben dann dafür gesorgt, dass er auch raus konnte: In den ersten Tagen haben wir bei offener Terrassentür geschlafen (es war ja Sommer), damit er sich draußen erleichtern konnte. Da er schon 3 Monate alt war und somit schon gut einhalten konnte, konnten wir die Tür nachts ziemlich schnell zumachen und ihn daran gewöhnen, bis zum Morgen und zu den regelmäßigen Zeiten zu warten. Wir haben ihm sogar ein kleines Glöckchen an die Tür gehängt, damit er lernt, sich zu melden.

    Basile hingegen war ein kleiner Winterwelpe. Er ist mit seiner Mutter, seiner Tante und den Geschwistern im Haus aufgewachsen, mit nur wenig Zugang nach draußen, weil die Züchterin Angst hatte, dass sie sich erkälten. Sie hat ihnen Pipi-Pads für ihre Geschäfte hingelegt. Ich hab ihn schon mit 2 Monaten bekommen. Da hat das Training länger gedauert, auch wenn es am Ende doch recht fix ging. Ich hab ihm anfangs noch die Unterlagen gelassen, an die er gewöhnt war, damit er darauf macht und nicht auf noch blödere Ideen kommt – was er auch ganz natürlich gemacht hat, falls er mal nicht raus konnte. Bei ihm hatte ich eher das Gefühl, dass ich ein richtiges Training aufbauen musste. Ich musste ihn super oft rausbringen (auch nachts), damit er lernt, draußen zu machen und nicht nur auf die Pads, und ihn dann ordentlich loben. Irgendwann hatten wir dann echt so einen Reflex drin: Wir haben „Pipi? Mach Pipi“ gesagt und er hat gemacht, während er schon die Hand mit dem Leckerli im Blick hatte. Durch diesen antrainierten Reflex hatten wir dann doch recht schnell einen stubenreinen Hund (mit 4 Monaten), obwohl die Sache mit den Pipi-Pads am Anfang dafür gesorgt hat, dass das Draußen-Machen für ihn nicht ganz so natürlich war.

    Übersetzt Französisch
    Kainate
    Kainate Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Das mit der Stubenreinheit (also dass das kein echtes „Lernen“ ist), da hast du recht, Lorna. Aber das gilt nur für Welpen oder Hunde, denen man das Saubersein nicht schon „aberzogen“ hat – oder besser gesagt: denen man beigebracht hat, unrein zu sein, wenn man davon ausgeht, dass es eigentlich ein Instinkt und kein Lernprozess ist.

    Bei einem Welpen, der in einer Box oder in der Wohnung ohne Zugang nach draußen aufgewachsen ist, kann das echt schwierig sein. Ich glaube, Welpen haben von Natur aus den Instinkt (oder zumindest ist es ein natürlicher Lernprozess, vielleicht durch die Mutter, falls es kein reiner Instinkt ist), sich von ihrem Schlafplatz zu entfernen, um ihr Geschäft zu machen. Aber wenn dieser Instinkt unterdrückt wird, lernen sie vielleicht sogar, direkt in ihr Körbchen zu machen! Und in so einem Fall muss man dann tatsächlich ein bisschen nachhelfen (zum Beispiel, indem man das richtige Verhalten lobt), um ihnen das wieder beizubringen, was eigentlich ganz natürlich sein sollte.

    Übersetzt Französisch
    ?
    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Nee... Meine Hündin hat nicht „gelernt“, dass es „gut“ ist, draußen zu machen. Das ist genau das große Missverständnis, von dem ich rede :-) Ein Hund macht instinktiv eher draußen als an seinem Schlafplatz, wenn er ganz einfach die Möglichkeit dazu hat. Ein Hund kann nicht normal funktionieren, wenn man ihn zwingt, sich selbst zu beschmutzen oder in seine Box zu machen, das ist sicher... Das liegt nicht daran, dass man es ihm nicht „beigebracht“ hat, sondern weil er es schlicht nicht konnte!
    Wie erklärst du dir dann, dass mein Hund am Anfang ständig drinnen gemacht hat, obwohl er eigentlich die Möglichkeit hatte, nach draußen zu gehen?

    Das erkläre ich ganz einfach mit seinem natürlichen Entwicklungsrhythmus.

    Bei einem ganz jungen Welpen gibt es quasi noch gar kein Zurückhalten... Das heißt, es reicht schon, wenn der Kleine sich ein bisschen bewegt oder sein System durch Fressen/Trinken aktiviert wird, damit es einfach rauskommt.

    Dann, von Woche zu Woche, klappt das mit dem Halten immer besser und der Welpe schafft es immer öfter nach draußen, um sein Geschäft zu erledigen (vorausgesetzt man macht die Tür auf, natürlich).

    Übersetzt Französisch
    F
    Furania42 Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Nee... Meine Hündin hat nicht „gelernt“, dass es „gut“ ist, draußen zu machen. Das ist genau das große Missverständnis, von dem ich spreche :-) Ein Hund macht von Natur aus eher draußen als in seinem direkten Lebensumfeld, wenn er ganz einfach die Möglichkeit dazu hat. Ein Hund kann nicht normal funktionieren, wenn man ihn zwingt, sich selbst zu beschmutzen oder in seine Box zu machen, das ist mal sicher... Das liegt nicht daran, dass man es ihm nicht „beigebracht“ hat, sondern daran, dass er es einfach nicht konnte!

    Wie erklärst du dir dann, dass mein Hund am Anfang ständig drinnen gemacht hat, obwohl er eigentlich die Möglichkeit hatte, draußen zu machen?

    Übersetzt Französisch
    ?
    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Mitten im australischen Outback machen sich die Aborigines nicht den Stress, ihre Hunde „stubenrein“ zu kriegen, und ich hab auch noch nie einen Hund gesehen, der lieber auf Fliesen macht als auf Gras oder Erde – es sei denn natürlich, man hat ihn durch das ständige Eingesperrtsein völlig verkorkst.

    Übersetzt Französisch
    Balista
    Balista Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Meine kleine Labrador-Hündin (3,5 Monate) ist schon stubenrein (auch nachts von 23:30 bis 6:45 Uhr).

    Bisher hatten wir auch kein Freudenpipi oder Angst-Pipi zu beklagen.

    Ich bin nachts nie aufgestanden, um mit ihr rauszugehen (aus purer Faulheit, ich geb’s zu… mit dem Job, meinen Mädels und dem ganzen Rest hätte ich das sonst nicht durchgehalten).

    Am Anfang, wenn mal ein Malheur passiert ist, haben wir es einfach wortlos weggemacht, kein Drama draus gemacht und fertig.

    Wir hatten aber auch echt Glück, dass sie schon fast stubenrein war, als sie mit 9 Wochen zu uns kam – die Züchterin hatte da schon super Vorarbeit geleistet. Wir haben ihr „Lernprogramm“ dann einfach fortgesetzt und sie regelmäßig rausgebracht.

    Ich denke, dass es für einen Hund eigentlich instinktiv ist, draußen zu machen, wenn er keine körperlichen oder psychischen Probleme hat.

    Das Einzige, was noch hakt, sind die Teppiche. Wir trauen uns noch nicht, unsere wieder auszurollen, weil die so flauschig sind, dass sie die wohl für Gras hält. Das wird dann die nächste (und letzte) Hürde!

    Übersetzt Französisch
    ?
    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Nee, eben nicht... Meine Hündin hat nicht „gelernt“, dass es „gut“ ist, draußen zu machen. Das ist genau das große Missverständnis, von dem ich spreche :-)

    Ein Hund macht natürlicherweise lieber draußen als an seinem Platz, wenn er ganz einfach die Möglichkeit dazu bekommt.

    Ein Hund kann nicht normal funktionieren, wenn man ihn zwingt, unter sich oder in seine Box zu machen, das ist mal sicher... Das liegt nicht daran, dass man es ihm nicht „beigebracht“ hat, sondern daran, dass er nicht anders konnte!

    Übersetzt Französisch
    F
    Furania42 Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Danke für eure Erfahrungen.

    Andererseits, auch wenn Stubenreinheit vielleicht kein „Lernen“ in dem Sinne ist, wie du es meinst – weil es ja vor allem physiologisch ist –, bleibt es für den Hund trotzdem eine Frage des Verstehens: Ich muss mal => die Tür ist offen => ich muss draußen machen. Erst seit ein paar Tagen hat mein Hund kapiert, dass er draußen machen muss, wenn er mal muss und die Möglichkeit dazu hat.

    Dabei geht es gar nicht darum, ob er einhalten kann oder nicht. Das ist ja auch der Grund, warum Tierheimhunde selten direkt stubenrein sind, wenn sie zu ihren neuen Familien kommen: Sie haben nicht gelernt, draußen zu machen, weil sie in ihrem Zwinger oft gezwungen waren, drinnen zu machen (selbst wenn sie schon erwachsen waren und eigentlich einhalten konnten).

    Ich werde das mit dem Wecken in der Nacht also nochmal überdenken, denn im Moment scheint das sowieso nicht viel zu bringen. Eure Berichte beruhigen mich wirklich sehr 👍

    Übersetzt Französisch
  • 40 Kommentare zu 57

    Mehr anzeigen
  • Du hast eine Frage oder möchtest etwas mitteilen? Los geht's!