Nachts aufstehen, um den Welpen rauszulassen: Ist das echt nötig?

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Hallo zusammen,

hab vor ein paar Wochen einen Welpen adoptiert. Natürlich hab ich mich monatelang vorher überall schlau gemacht, um ihn unter den besten Bedingungen aufzunehmen! Überall hab ich gelesen, dass man nachts aufstehen muss, um mit ihm rauszugehen, damit er schneller stubenrein wird.

Heute wollte ich euch mal fragen, ob das wirklich so sinnvoll und ein absolutes Muss ist? Mein Kleiner (11 Wochen alt) hat scheinbar eine winzige Blase: Tagsüber muss er alle 45 Min. bis 1 Std. Pipi machen, und das Längste, was er nachts durchgehalten hat, waren 2 Stunden...

Ich stehe seit dem ersten Tag alle 2 Stunden auf, so wie es mir empfohlen wurde. Ich hab auch gelesen, dass Welpen nachts schnell länger einhalten können und das nächtliche Aufstehen deshalb nur für ein paar Tage oder Wochen nötig wäre.

Mein Welpe muss aber immer noch genauso oft, hält nachts maximal 2 Stunden durch, und meistens hat er sogar schon ins Wohnzimmer gemacht, wenn ich runterkomme (Häufchen auch...). Er versteht eigentlich schon sehr gut, dass er draußen machen soll, denn sobald ich ihn rausbringe (egal ob Tag oder Nacht), macht er sofort im Garten. Wir sind also auf dem richtigen Weg!

Langsam bin ich echt fertig, weil die Nächte so zerstückelt sind. Alle 2 Stunden aufzustehen ist kaum noch machbar für mich und meine Müdigkeit, und ich will gar nicht erst dran denken, wie das wird, wenn nächste Woche meine Kurse wieder anfangen!

Deshalb habe ich mich gefragt, ob ich wirklich weiter aufstehen muss, um es ihm beizubringen, oder ob das am Ende gar nicht so zwingend ist. Natürlich weiß ich, worauf ich mich bei der Adoption von meinem Schatz eingelassen habe, also wenn das wirklich nötig ist, damit er stubenrein wird, mache ich das natürlich ohne Murren weiter!

Danke schon mal für eure Antworten 🙂

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    Furania42 Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Alle, die ich kenne, haben das so gemacht, und auch alle, mit denen ich in Foren und auf Social Media schreibe. Ich dachte also echt, das wäre völlig normal.

    Aber beim Wasser, ne, das werden wir ihm sicher nicht vorenthalten, nur damit er nicht pinkeln muss.. 🤪

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    Kainate
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    Ob das viele machen, weiß ich nicht, aber ich hab’s bei Basile so gemacht und bin nachts zweimal aufgestanden. Da ich einen Garten hab, musste ich ja nur kurz im Schlafanzug raus.

    Ich finde das eigentlich gar nicht so krass, es ist ja wie bei einem Baby, das noch nicht durchschläft. Wenn man sich einen Welpen holt, kann man sich schon denken, dass man die ersten Wochen nicht besonders viel Schlaf bekommt ^^

    Letztendlich ist das Typsache. Mir war es lieber aufzustehen, als Pipi und Kacke wegzuwischen, die überall verteilt ist (habe zwei Hunde und wohne auf eher kleinem Raum, da treten die schnell mal rein und schmieren alles voll). Außerdem werden sie so auch schneller stubenrein.

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    Tania28
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    Glaubst du echt, dass wirklich so viele Leute nachts aufstehen, um mit ihrem Welpen rauszugehen?

    Versuch, ihm nicht zu spät was zu fressen zu geben, genau wie beim Wasser.

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    Danke euch allen für eure Erklärungen und Nachrichten, das hilft mir echt total weiter beim Thema „Stubenreinheit“ mit meinem Welpen!

    Ich glaube, ich werde ab jetzt nachts nicht mehr extra aufstehen, sondern mir den Wecker auf 6 Uhr stellen, um mit ihm rauszugehen – in der Hoffnung, dass das vor seinem großen Geschäft ist ;)

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    Nee... Meine Hündin hat nicht „gelernt“, dass es „gut“ ist, draußen zu machen, das ist genau das große Missverständnis, von dem ich spreche :-) Ein Hund macht von Natur aus lieber draußen als an seinem Schlafplatz, wenn er ganz einfach die Möglichkeit dazu hat. Ein Hund kann nicht normal funktionieren, wenn man ihn dazu zwingt, sich einzumachen oder in seine Box zu machen, das ist sicher... Das liegt nicht daran, dass man es ihm nicht „beigebracht“ hat, sondern daran, dass er es nicht konnte!
    Wie erklärst du dir dann, dass mein Hund am Anfang ständig drinnen gemacht hat, obwohl er eigentlich die Möglichkeit hatte, draußen zu machen?
    Das erkläre ich ganz einfach mit seinem natürlichen Entwicklungsrhythmus. Bei einem sehr jungen Welpen gibt es quasi noch kein „Einhalten“... Das heißt, es reicht schon, wenn der Welpe sich ein bisschen bewegt oder sein System durch Trinken/Essen anregt, damit es einfach rauskommt. Dann, von Woche zu Woche, kommt das Einhalten und der Welpe schafft es immer öfter nach draußen, um sein Geschäft zu machen (vorausgesetzt natürlich, man macht die Tür auf).

    Okay, jetzt verstehe ich es besser!

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    Ich finde, dass Kainate den Prozess echt gut zusammengefasst hat. Lorna auch mit ihrem Ansatz – das sind im Grunde zwei verschiedene Herangehensweisen, die aber auf dasselbe Ziel hinauslaufen. Was mich angeht, konnte ich sozusagen zwei Stufen beim Stubenreinwerden beobachten: eine Phase, in der der Welpe kapiert, dass es besser ist, im Garten zu machen (und dann auch so nah wie möglich dorthin geht), und die Phase, in der er einhalten kann und sich meldet, wenn er raus muss. Ulthia war nach dreieinhalb Monaten stubenrein, also mit etwa 5,5 Monaten, aber sie hat in einer Wohnung gelebt. Koda dagegen hat das alles super schnell gelernt; mit 3 Monaten hatte er es schon voll verstanden, natürlich im Rahmen seiner Möglichkeiten. Der Shih Tzu meiner Eltern genauso, 3 Monate, um das Ganze wirklich zu meistern. Wie schon gesagt wurde, ist das Ideal eigentlich, die Erfolgschancen zu maximieren. Aber am Ende musst du selbst sehen, was bei euch funktioniert und was zu deinem Team passt, denn darauf kommt es schließlich an. Wir könnten dir zwar alle möglichen Tipps geben, die für uns funktioniert haben, die aber bei dir vielleicht gar nicht passen...

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    Kainate
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    Also, zur Frage, ob man nachts aufstehen muss...

    Ich würde sagen, das kommt ganz darauf an, wie weit dein Welpe bei den „natürlichen Abläufen“ ist, die ich oben erwähnt habe.

    Wenn du das Gefühl hast, dass für ihn alles klar ist... dass er weiß... es geht nach draußen und nicht drinnen, und er es meistens schafft, einzuhalten, um draußen zu machen... dann finde ich es kein Drama, wenn man nachts mal nicht aufsteht und der Hund mangels Alternative ab und zu mal reingemacht hat. Das wird ihn nicht gleich „verlernen“ lassen, stubenrein zu sein.

    Wenn man aber merkt, dass der Hund noch total unsicher ist... so nach dem Motto, er pinkelt direkt nach dem Gassigehen in sein Körbchen oder sucht sich versteckte Ecken im Haus, oder macht lieber auf den Teppich als auf die Erde... dann sollte man ihn meiner Meinung nach lieber super regelmäßig rausbringen, damit er sich gar keine schlechten Angewohnheiten zulegt. Das kann echt schnell gehen! Und ganz ehrlich, ich bin lieber ein oder zwei Monate lang völlig k.o., als ein ganzes Jahr lang die Pisse von meinem Hund aufzuwischen, so wie ich das bei meinem Ersten durchgemacht habe ^^

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    Kainate
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    Komischerweise bin ich nicht davon überzeugt, dass Hunde von Natur aus den Drang haben, lieber draußen als drinnen zu machen. Mein Hund hebt, wenn ich nicht aufpasse, ohne Probleme das Bein im U-Bahnhof oder in einem Laden. Aber er würde niemals in der Wohnung von Freunden pinkeln. Ich glaube, Hunde machen nicht drinnen, weil sie durch passives Lernen mit der Zeit checken, was ein Wohnbereich ist. Er versteht dann zum Beispiel, dass ein Teppich keine Saugmatte zum Pinkeln ist, sondern ein Schlafplatz. Egal, ob der Teppich bei uns zu Hause oder bei Freunden liegt.

    Trotzdem ist dieser Drang, auf saugfähigem Untergrund sein Geschäft zu machen, bei manchen Hunden echt hartnäckig. Es kam schon mal vor, zum Glück selten, dass es Unfälle gab – wegen extremem Blitz-Durchfall. Und da setzt Léon seinen Haufen wirklich jedes Mal direkt aufs Sofa!! (Zum Glück lag ein Plaid drüber). Dabei ist das eigentlich einer seiner Schlafplätze.

    Sogar zum Kotzen sucht er sich saugfähige Oberflächen aus. Es ist immer wieder "herrlich", morgens von einem Hund geweckt zu werden, der gebarft wird und seine noch frischen und fast ganzen Sardinen auf den Kopfkissenbezug bricht...

    Und wenn er sich das einmal in den Kopf gesetzt hat, dann bleibt er dabei. Wenn ich sehe, dass er aufs Bett will, um zu kotzen, setze ich ihn auf den Boden. Er versucht dann sofort wieder hochzukommen. Er will einfach nicht auf den Boden kotzen, es sei denn, ich bringe ihm einen Teppich!!

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    Kainate
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    Eigentlich, wenn ich das Ganze mal versuche zusammenzufassen: Für mich beruht das Sauberwerden idealerweise auf mehreren – sagen wir mal – „natürlichen Prozessen“. Da müssen wir als Besitzer gar nicht mal so aktiv oder bewusst eingreifen:

    – Ein biologisches Phänomen: Die Welpen lernen nach und nach, ihre Blase und ihren Schließmuskel zu kontrollieren. Wann das genau passiert, ist von Welpe zu Welpe total unterschiedlich.

    – 3 natürliche Impulse, die wohl hauptsächlich instinktiv sind (vielleicht auch ein bisschen von der Mutter oder anderen Hunden beeinflusst? Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, welche Rolle die „Hundekultur“ dabei spielt). Es geht um: den Instinkt, das eigene „Nest“ nicht zu beschmutzen (haben sie schon als Welpen), den Drang, sich auf saugfähigem Untergrund zu lösen (Erde, Sand ... Teppich, Bett!) (auch schon von klein auf da) und den Instinkt, erkundete Reviere zu markieren (das kommt erst in der Pubertät).

    – Ein passives Lernen: Der Hund muss kapieren, dass sein „Zuhause“ nicht nur sein Körbchen ist, sondern zum Beispiel auch der Flur, in dem er vielleicht nur einmal im Monat unterwegs ist.

    Wenn diese „natürlichen Prozesse“ an irgendeinem Punkt gestört werden oder wenn du Gewohnheiten einführen willst, die gegen diese Natur gehen (zum Beispiel drinnen ein Katzenklo benutzen oder sogar das Geschäft im Garten verrichten – was für einen Hund nicht unbedingt logisch ist, da er den Garten auch als sein Zuhause ansieht), ja, dann kann es nötig sein, aktiv und „künstlich“ einzugreifen. Das läuft dann über Belohnung von gutem Verhalten, Unterbrechung von Fehlern (vielleicht mit Schimpfen? Ich bin aber skeptisch, ob das beim Sauberwerden wirklich hilft) und Kontrolle der Umgebung (z. B. direkt nach dem Essen rausgehen). So gewöhnt man dem Hund quasi eine Routine an, die den ursprünglichen natürlichen Impuls ersetzt.

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    Doudou229
    Doudou229 Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    @Furania

    Du musst die Ursache für den schlechten Kot finden. Wenn das Problem am Futter liegt (Unverträglichkeit oder Sensibilität beim Welpen), wird Smecta am eigentlichen Problem nichts ändern...

    Ich rate dir daher dringend zu Bio-Flohsamenschalen (aus dem Bioladen, Supermarkt oder aus dem Netz...).

    Am besten nimmst du das Pulver und keine Kapseln, das lässt sich leichter dosieren – auch für dich selbst, falls du mal was für deine Gesundheit tun willst...

    Die ml-Angaben beziehen sich auf einen Messlöffel, der nicht mitgeliefert wird (1 ml entspricht ca. 0,65 g):

    Katzen: 1 bis 2,5 ml pro Tag

    Hunde: 2,5 bis 5 ml pro 10 kg am Tag

    Das Flohsamen-Pulver mit der 5-fachen Menge Wasser vermischen, warten bis ein Gel entsteht und dann unter die Mahlzeiten mischen.

    Sobald der Kot wieder normal ist, wird damit aufgehört.

    Danach kannst du in der Apotheke Beneflora Ortis holen (für Kinder, 1/2 Beutel pro Tag), um die Darmflora wieder aufzubauen und zu stabilisieren...

    Vielleicht solltest du auch versuchen, das Trockenfutter wegzulassen? Oder ein besser angepasstes Futter wählen...

    Das wäre einen Versuch wert...

    Heute Nachmittag kann ich leider nicht im Forum sein, aber heute Abend dann wieder...

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